Punschwald in Stuttgart
: Der Berliner Platz verwandelt sich in eine Waldlichtung mit Glühwein-Ausschank

Am Freitag eröffnete am Berliner Platz das Gastro-Konzept „Punschwald“. Über 1000 Tannen und jede Menge Punsch verzaubern die Besucherinnen und Besucher.
Von
Julia Schenkenhofer
Stuttgart
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Der Punschwald eröffnet am Berliner Platz: 30.10.2026, Stuttgart: Besucher genießen die Eröffnung des Punschwalds am Berliner Platz. Erstmalig findet der Punschwald nicht mehr im ehemaligen W&W Areal am Feuersee, sondern am Berliner Platz statt. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Der Punschwald hat erstmals am Berliner Platz eröffnet.

Lichtgut/Christoph Schmidt
  • Am Berliner Platz eröffnete der „Punschwald“: eine Winter-Außengastro mit Waldambiente.
  • Über 1000 Tannen schaffen eine Lichtung mit Holzschnitzeln und beheizten Sitzkrippen.
  • Veranstalter nutzt 1060 „zweite bis vierte Wahl“-Tannen, später teils für Tierparks vorgesehen.
  • Angebot unterscheidet sich vom Weihnachtsmarkt – mit Raclette-Laib und vielen Heißgetränken.
  • Neuer Standort ersetzt das W&W-Areal; zentral, aber Logistik aufwendiger ohne Lkw-Zufahrt.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Oh Tannenwald, oh Tannenwald, wie grün ist jetzt der Berliner Platz! Da bleibt so manchem Passanten der Mund offenstehen, als er am Freitagabend am Berliner Platz vorbeischlendert. Eine Frau schließt die Augen und atmet tief ein: „Es riecht nach Wald“, sagt sie nicht wenig erfreut und ein klein wenig überrascht.

Der Duft ist keine Einbildung, sondern sehr real. Er stammt von über 1000 Tannen, die nun dort stehen, wo sonst eine Betonwüste für wenig Naturfeeling sorgt: Auf der Fläche zwischen Liederhalle und U-Bahn-Haltestelle „Berliner Platz“. Hier wurde am Freitag der Punschwald eröffnet. Das Gelände ist wie eine kleine Waldlichtung gestaltet: Holzschnitzel bedecken den Boden und unzählige Tannen sorgen dafür, dass die Besucher im Inneren fast vergessen, dass sie mitten in der Stadt sind. „Man sieht nur Bäume und den Himmel, das ist ja großartig“, kommentiert ein Besucher am Abend.

 „Es sind genau 1060 Tannen, die hier stehen. Die Bäume sind zweite, dritte oder vierte Wahl-Exemplare von Baumschulen aus Deutschland, die sonst im Schredder gelandet wären. Nach dem Punschwald geht ein Teil an Tierparks, die wir anschreiben“, erzählt Veranstalter Valentin Hillengass am Freitag. Die Tannen sind zweifelsohne das namensgebende Herzstück des Punschwalds. Sie umrahmen die beheizten Sitzkrippen, in denen Gruppen bis zu zehn Personen Platz finden. Ist die Gruppe größer, können aber auch zwei Tische belegt werden. „Man vergisst kurz, dass man in der Stadt ist. Man sieht nur Bäume, das ist ganz urig und gemütlich, ein wirklich besonderer Ort“, beschreibt Besucherin Carina am Freitagabend das Gefühl im Punschwald. Und weiter: „Ich war auch letztes Jahr schon spontan mit den Leuten aus dem Büro hier und da waren wir auch schon begeistert. Dieses Jahr machen wir daraus eine Art kleine Weihnachtsfeier.“

  • Der Punschwald eröffnet am Berliner Platz: 30.10.2026, Stuttgart: Besucher genießen die Eröffnung des Punschwalds am Berliner Platz. Erstmalig findet der Punschwald nicht mehr im ehemaligen W&W Areal am Feuersee, sondern am Berliner Platz statt. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

    Freitag wat Eröffnung des Punschwaldes am Berliner Platz

    Lichtgut/Christoph Schmidt
  • Der Punschwald eröffnet am Berliner Platz: 30.10.2026, Stuttgart: Punschwald steht auf Glühweintassen geschrieben. Erstmalig findet der Punschwald nicht mehr im ehemaligen W&W Areal am Feuersee, sondern am Berliner Platz statt. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

    Punsch darf im Punschwald nicht fehlen

    Lichtgut/Christoph Schmidt
  • Die Organisatoren Philipp Hettler (rechts) und  Valentin Hillengass (links) freuen sich am Eröffnungstag auf eine aufregende Punschwald-Zeit auf dem Berliner Platz.

    Die Organisatoren Philipp Hettler (rechts) und Valentin Hillengass (links) freuen sich am Eröffnungstag auf eine aufregende Punschwald-Zeit auf dem Berliner Platz.

    Julia Schenkenhofer
  • Der Punschwald eröffnet am Berliner Platz: 30.10.2026, Stuttgart: Eine junge Frau genießt die Eröffnung des Punschwalds am Berliner Platz an einem warmen Ofen. Erstmalig findet der Punschwald nicht mehr im ehemaligen W&W Areal am Feuersee, sondern am Berliner Platz statt. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

    Glühwein und urige Stimmung zwischen Tannen

    Lichtgut/Christoph Schmidt
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Für Weihnachtsfeiern sei der Punschwald besonders beliebt und praktisch, erzählt Hillengass: „Hier kann man gemütlich sitzen und sich unterhalten“, erzählt er. Außerdem sei der Preis auch für viele ein unschlagbares Argument: „Man muss nicht gleich mehrere hundert Euro ausgeben, wie bei anderen Locations“.

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Für den eigentlichen Weihnachtsmarkt sei das Konzept deshalb auch keine Konkurrenz: „Wir sind nicht wirklich ein Weihnachtsmarkt, eher eine Winter-Außengastro“. Auch das kulinarische Angebot hebt sich von dem der meisten Weihnachtsmärkte ab. Klassiker wie Grillwurst und Glühwein gibt es zwar auch, besonders sei aber vor allem das Raclette, schwärmt Hillengass: „Wir haben einen ganzen Laib Raclette-Käse und da ziehen wir den Käse direkt runter auf ein richtig gutes Brot“. Und der Punschwald wäre nicht der Punschwald, wenn es nicht auch jede Menge außergewöhnlicher Heißgetränke gäbe, angefangen vom Bombardino über Heiße Marille bis hin zu Apfelpunsch.

W&W-Areal steht nicht mehr zur Verfügung

Der Punschwald findet dieses Jahr bereits zum dritten Mal statt. Mittlerweile hat sich das Konzept so etabliert, dass es nicht nur am Berliner Platz, sondern auch am Milaneo aufgebaut wird. Neu ist allerdings der Standort am Berliner Platz. In den letzten beiden Jahren war der Punschwald im W&W-Areal am Feuersee untergebracht. In diesem Jahr stand das Areal allerdings nicht mehr zur Verfügung. „Wir haben uns an die Stadt gewandt und die haben uns wirklich super geholfen und schnell einen Ersatz gefunden, das war wirklich der Wahnsinn“, so Hillengass, der zusammen mit seinem Team über den Standort sehr glücklich ist. „Der Platz ist super zentral, hier hat man Laufkundschaft, es treffen hier so viele U-Bahn-Linien und der Bus zusammen. Außerdem kommen die Besucherinnen und Besucher der Liederhalle vorbei. Wir sind einfach an einem zentralen Ort in der Stadt, das ist spitze“.

Das W&W-Areal sei da natürlich abgeschiedener gewesen, dafür aber auch gemütlicher und – für die Anlieferung von Waren besser zu erreichen: „Hier müssen wir viel händisch machen, auf den Platz darf kein Lkw fahren und ein Lager haben wir auch nicht, das ist weiterhin im W&W-Areal“, erklärt Valentin Hillengass. Geht der Glühwein mal aus, müssen also die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hin- und herpendeln, das ist aber nur ein kleines Manko, wenn man bedenkt, dass es dafür jetzt ein kleines Stück Wald mitten in der City gibt.