Hauptbahnhof Augsburg
: Zwei Verletzte bei Explosion – Evakuierung aufgehoben, Zugverkehr wieder angelaufen

Nachdem der Bahnhof zeitweise gesperrt und der Zugverkehr eingestellt worden war, gab die Polizei am Vormittag Entwarnung. Ein verdächtiger Gegenstand stellte sich als harmlos heraus. Die Hintergründe der Explosion am Morgen sind aber noch unbekannt.
Von
Michael Scheifele,
Leonie Maschke,
Robert Korell,
dpa ,
AFP STATISTISCH
Augsburg
Explosion am Augsburger Hauptbahnhof: 02.09.2026, Bayern, Augsburg: Ein Absperrband der Polizei soll den Zugang zum Hauptbahnhof in Augsburg verhindern. Nach einer Explosion in der Nähe des Augsburger Hauptbahnhofs hat die Polizei einen verdächtigen Gegenstand gefunden. Nach Angaben der Polizei ist der Zugang sei derzeit vollständig abgesperrt, auch der Zugverkehr sei eingestellt. Foto: Felix Kirberg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach einer Explosion in der Nähe des Augsburger Hauptbahnhofs hat die Polizei einen verdächtigen Gegenstand gefunden. Nach Angaben der Polizei ist der Zugang sei derzeit vollständig abgesperrt, auch der Zugverkehr sei eingestellt.

Felix Kirberg/dpa
  • In Augsburg läuft ein Polizeieinsatz nach einer Explosion in einem Gebäudedurchgang.
  • Mehrere Menschen erlitten leichte Knalltraumata – Fensterscheiben wurden beschädigt.
  • Ein bislang unbekannter Gegenstand explodierte laut Polizei.
  • Verkehr und öffentlicher Nahverkehr sind beeinträchtigt.
  • Weitere Informationen folgen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Großaufgebot an Einsatzkräften rund um den Bahnhof in Augsburg: Am Mittwochmorgen explodierte dort ein bislang unbekannter Gegenstand in einem Gebäudedurchgang. Kurz vor neun Uhr hieß es, dass ein weiterer verdächtiger Gegenstand gefunden wurde. Der Hauptbahnhof wurde daraufhin komplett abgesperrt und der Zugverkehr eingestellt.

Kurze Zeit später konnte Entwarnung gegeben werden: Der verdächtige Gegenstand hatte sich als harmlos herausgestellt. Der zeitweise gesperrte Bahnhof wurde daraufhin wieder freigegeben, sagte ein Sprecher der Augsburger Polizei. Laut den Beamten gab es nur in der Bahnhofstraße noch Beeinträchtigungen.

Zwei Menschen bei Explosion verletzt

Die Explosion eines zunächst unbekannten Gegenstandes ereignete sich gegen 03.15 Uhr in der Bahnhofstraße nahe dem Eingang zum Bahnhof. Einem Bericht der Augsburger Allgemeinen zufolge befinden sich am Ort der Explosion eine VR Bank und ein türkischer Juwelier. Wem der Anschlag gelte, sei derzeit noch unklar.

Durch die Explosion erlitten zwei junge Menschen Knalltraumata und wurden leicht verletzt. Bei den Opfern handelt es sich um eine 17-Jährige sowie einen 18‑Jährigen. Nach Polizeiangaben sind beide Ukrainer. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie als Passanten zufällig in der Gegend waren.

Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes sowie Sprengstoffspürhunde waren im Einsatz. Auch der Bahnhofsvorplatz wurde abgesperrt. Im öffentlichen Nahverkehr sowie im Straßenverkehr kam es zu Einschränkungen.

Lage gegen Mittag weitestgehend entspannt

Wie ein Reporter vor Ort berichtet, sei die Atmosphäre am Bahnhof am Mittag bereits wieder geschäftig. Passanten eilen zu ihren Zügen. Ein wenig Geduld ist allerdings noch gefragt. Fast alle Verbindungen haben momentan noch Verspätung. „Verspätete Bereitstellung“ ertönt als Grund durch die Lautsprecher. Die Polizei ist derzeit in der Umgebung des Bahnhofs noch präsent.

Augsburg Hauptbahnhof: Nach einer Explosion und dem Fund eines verdächtigen Gegenstandes, der sich als harmlos herausstellte, läuft der Verkehr am Bahnhof wieder an.

Nach einer Explosion und dem Fund eines verdächtigen Gegenstandes, der sich als harmlos herausstellte, läuft der Verkehr am Bahnhof wieder an.

Michael Scheifele

Wichtige Zugangsstraßen zum Hauptbahnhof sind derzeit noch gesperrt. Die Polizei gibt die Auskunft, das könne noch eine ganze Weile dauern. Passanten werden umgeleitet.

Zugverbindungen betroffen, Reisepläne werden durchkreuzt

In der Bahn-App wurden die Einschränkungen im Zugverkehr zunächst nur teilweise angezeigt. Bei einer Verbindung von Augsburg nach Ulm war der Hinweis zu lesen, dass eine „Fliegerbombe“ entschärft werde. Das wurde kurze Zeit später in „Behördliche Maßnahmen“ umgewandelt, mit dem Verweis auf entsprechende Einschränkungen im Verkehr.

So manche Reisepläne werden durch die morgendliche Sperrung auch noch am Mittag über den Haufen geworfen. Ellen Sierek wollte um 12 Uhr mit dem ICE nach Stuttgart fahren, um eine Freundin zu besuchen. Doch lange war nicht klar, ob der Betrieb bis dahin wieder aufgenommen wird. Die Augsburgerin hat ihre Fahrkarte und das Hotel in Stuttgart storniert. Sie verschiebt das Treffen auf das Wochenende.

Anneliese Paul aus München ist mit einer Verspätung von mehr als einer Stunde in Augsburg angekommen. Sie saß in München bereits im Zug, doch dieser ist nicht losgefahren. Bei den Fahrgästen war Geduld gefragt, zumal sie nicht wussten, was vorgefallen war. „Wir wurden immer weiter vertröstet“, sagt Paul. Doch die Fahrgäste waren geduldig. Nachdem sich die Münchnerin zunächst Sorgen machte, als sie von der Explosion hörte, sei sie nun erleichtert. „Zum Glück ist es glimpflich ausgegangen.“

Nach Explosion am Augsburger Hauptbahnhof: Anneliese Paul aus München kam nach der Entwarnung mit einiger Verspätung in Augsburg an.

Anneliese Paul aus München kam nach der Entwarnung mit einiger Verspätung in Augsburg an.

Michael Scheifele

Von der Sperrung war etwa eineinhalb Stunden lang der komplette Regional- und auch ICE-Verkehr betroffen. Augsburg ist ein Halt auf der Strecke zwischen München und Stuttgart.

Was wir derzeit nicht über den Vorfall wissen

  • Explosion: Unklar ist, was genau explodiert ist oder die Explosion ausgelöst hat.
  • Täter: Wer für die Explosion verantwortlich ist, ist nicht bekannt.
  • Hintergrund: Der Hintergrund der Explosion ist unklar.
  • Weitere Opfer: Nicht bekannt ist, ob es neben den zwei leicht verletzten Menschen weitere Betroffene gibt, etwa mit Sachschäden oder psychischen Belastungen.
  • Einschränkungen: Es ist nicht bekannt, wie lange die Einschränkungen im Zug-, Nah- und Straßenverkehr voraussichtlich andauern werden