Neckarpark-Quartier in Stuttgart
: Wie sah der Platz aus, bevor die Stadt umbaute und den Hitzeschutz vergaß?

4,1 Millionen Euro für einen neuen Platz in Bad Cannstatt – und trotzdem fehlt der Hitzeschutz, und das Wasserspiel ist defekt. Wir zeigen Bilder von der Zeit vor dem Umbau.
Von
Judith Sägesser
Stuttgart
  • Hübscher ist der Marga-von-Etzdorf-Platz in Stuttgart-Bad Cannstatt im direkten Vergleich geworden. Doch leider wurde der Hitzeschutz vergessen.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Bild aus dem Jahr 2006: ein öder Platz in Stuttgart. Heute befindet sich am alten Güterbahnhof-Areal der neu gestaltete Marga-von-Etzdorf-Platz sowie das moderne Neckarpark-Quartier.

    Archiv Heinz Heiss
  • 2013: auch hier ein leerer, schutzloser Platz in Stuttgart (ehemaliger Güterbahnhof)

    Archiv Michael Steinert
  • Früher war dieser Ort in Bad Cannstatt vor allem eine Abstellfläche.

    Archiv Heinz Heiss
  • Beispielsweise Container standen hier in Bad Cannstatt herum; heute ist an diesem Ort das neue, hochmoderne Neckarpark-Quartier entstanden.

    Archiv Heinz Heiss
  • 2007: Aussicht auf das damalige Güterbahnhof-Viertel in Bad Cannstatt. In Rot das Simos-Gebäude für die Rettungskräfte, daneben die alte Feuerwache.

    Archiv Horst Rudel
  • 2009: Blick auf den Platz, der heute Marga-von-Etzdorf-Platz heißt.

    Archiv Lichtgut/Achim Zweygarth
  • 2009: Blick auf die Kulturinsel Stuttgart.

    Archiv Lichtgut/Achim Zweygarth
  • Foto aus dem Sommer 2026: Der Platz vor der Kulturinsel Stuttgart wurde umgestaltet; allerdings wurde eine entscheidende Sache vergessen.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Vergessen hat die Stadt Stuttgart den Hitzeschutz für den Marga-von-Etzdorf-Platz.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Die Bäumchen an dem Platz in Bad Cannstatt spenden beim besten Willen noch keinen Schatten.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Foto aus dem Sommer 2025: Die Stadt Stuttgart hatte vergangenes Jahr versucht, die Hitze mit ein paar Schirmchen zu kompensieren. Daran gab es viel Kritik.

    Lichtgut/Max Kovalenko
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Wer das alte Güterbahnhof-Areal in Bad Cannstatt noch kennt, der würde sicher unterschreiben, dass dieser Ort heute deutlich schöner ist als davor. Vor rund fünf Jahren wurde der neu gestaltete Marga-von-Etzdorf-Platz eröffnet.

Sickerpflaster und neue Bäume für Stuttgarter Platz

Vorher: eine Art Schotter- und Abstellfläche zwischen den Klinkerbauten von Stadtarchiv und Kulturinsel. Nachher: Sickerpflaster, Bäumchen vom Verschönerungsverein, Bänke in verschiedenen Ausformungen, eine Boulebahn und ein Wasserspiel. Allerdings wurde eine wichtige Sache vergessen: der Hitzeschutz, woran es heftige Kritik gibt.

Der Marga-von-Etzdorf-Platz trägt den Beinamen steinerne Wüste – mit Absicht. Sie soll das Gegenstück sein zur grünen Mitte im neuen Neckarparkquartier. Doch die 8400 Quadratmeter Platz heizen sich derart stark auf, dass man sich dort bei Hitze nicht aufhalten kann. Das Stadtteilfest und der Tag der offenen Tür am neuen Bildungshaus am Samstag, 27. Juni, 14 bis 20 Uhr, wurde just abgesagt – wobei das nicht die einzige Veranstaltung ist, die wegen der Temperaturen diese Woche in Stuttgart gestrichen wird.

Der vergessene Hitzeschutz am Marga-von-Etzdorf-Platz ist aus Sicht der Stuttgarter auch insofern ärgerlich, weil die Umgestaltung mit gut 4,1 Millionen Euro nicht gerade kostengünstig war. Das Wasserspiel, bestehend aus drei Steinklötzen, ist allerdings seit 2024 außer Betrieb. Nach Auskunft der Stadt Stuttgart kann der Brunnen „voraussichtlich Ende Juni wieder in Betrieb gehen“, sagt der Sprecher der Stadt, Sven Matis. „Die Reparatur der Elektrik ist durch notwendige Ersatzteillieferungen aufwändiger als ursprünglich gedacht.“

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