S-Bahn-Ärger in Stuttgart
: Rolltreppe an Haltestelle Schwabstraße bleibt monatelang außer Betrieb

Die Anlage an der Haltestelle Schwabstraße wird erneuert. Fahrgäste müssen derzeit Treppen steigen oder den Aufzug nehmen – und das soll einige Zeit so bleiben.
Von
Alexander Müller
Stuttgart
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Nichts mit Komfort: Anstatt zu fahren, müssen die Fahrgäste die steilen Stufen an der Haltestelle Schwabstraße emporsteigen.

Alexander Müller

Seit dem 8. September ist die sechswöchige Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke zwischen dem Stuttgarter Hauptbahnhof und Vaihingen beendet. „Aber was wurde in diesem Zeitraum überhaupt gemacht?“, fragt sich nicht nur eine einzelne Pendlerin. Wie ihr ergeht es derzeit vielen Fahrgästen.

Denn pünktlich zum Neustart des innerstädtischen Tunnels ist die Rolltreppe am Ausgang zur Seyfferstraße an der Haltestelle Schwabstraße außer Betrieb. „Das wird auch noch bis Februar kommenden Jahres der Fall sein“, bestätigt ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB).

Haltestelle Schwabstraße: Lange Schlangen vor dem Aufzug

Verdutzt blickt eine ältere Frau mit Koffer und ein junger Mann auf die stillstehenden Bänder an der Haltestelle Schwabstraße. Die Frage, wie sie nun den Weg nach oben bewältigen sollen, steht ihnen förmlich ins Gesicht geschrieben.

Schließlich ist die Rolltreppe am Ausgang in Fahrtrichtung Universität die längste und zugleich steilste im gesamten S-Bahn-Netz in Stuttgart. Erschöpft macht die ältere Dame mit ihrer schweren Last auf halber Höhe daher eine Pause.

Wer will, kann aber auch den Aufzug nehmen. Denn „dieser ist schneller als geplant fertig gestellt worden“, betont der Bahnsprecher. Die bereits im April begonnenen Arbeiten waren ursprünglich bis zum Winter angesetzt. Allerdings bilden sich vor allem zu den Hauptverkehrszeiten vor dem Fahrstuhl immer wieder lange Schlangen.

S-Bahn Stuttgart: Zu Beginn beide Aufgänge außer Betrieb

Und bis vor wenigen Tagen funktionierten auch die Rolltreppen am Ausgang zur Schwabstraße nicht. Diese wurden seit dem 26. Juli und während der Stammstreckensperrung ausgetauscht. „Der Fehler lag aber nicht an den Rolltreppen selbst, sondern an einem Defekt der Brandschutztüren am Zugang zum Bahnsteig“, erklärt der Sprecher.

„Damit die Fahrgäste nicht auf die geschlossene Tür auflaufen, wurde diese daher aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgestellt.“ Inzwischen sei das Problem aber behoben, die Rolltreppen wieder im Einsatz.

Davon kann auf der gegenüberliegenden Seite, am Ausgang zur Seyfferstraße, keine Rede sein. Frühestens kurz vor Weihnachten soll zumindest eine der beiden Rolltreppen wieder nutzbar sein. Die gesamte Maßnahme soll sich sogar bis zum Februar kommenden Jahres hinziehen.

Der Grund für die deutlich längere Bauzeit ist laut dem Bahnsprecher denkbar einfach: „Die Rolltreppe ist deutlich länger“. Dass die beiden Maßnahmen nacheinander und nicht gleichzeitig ausgeführt werden, sei bewusst gewählt. „So können wir den Fahrgästen zumindest auf einer Seite des Bahnsteigs einen komfortablen Zugang mit Rolltreppe anbieten.“ Allerdings ist das mit weiten Umwegen verbunden.

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