Nach Überfall auf A81
: Goldraub-Prozess schnell vertagt

Als Polizisten verkleidet sollen fünf Männer auf A81 Gold im Wert von 1,7 Mio. Euro erbeutet haben.
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dpa
Stuttgart
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Symbolfoto.

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Stuttgart - Der Stuttgarter Goldraubprozess ist noch vor Verlesung der Anklage bis zum nächsten Sitzungstag unterbrochen worden. Die Verteidiger von drei der insgesamt fünf Angeklagten beantragten am Mittwoch die Einstellung des Verfahrens.

Hintergrund ist, dass die deutschen Ermittlungsbehörden mit kurdischen Ermittlern im Irak zusammengearbeitet haben sollen. Die drei mutmaßlichen Täter hatten sich nach dem Ludwigsburger Raub in den Irak abgesetzt. Nachdem die kurdischen Ermittler durch die deutschen Behörden erfahren hatten, dass die Männer wegen Raubes gesucht werden, sollen diese in ein Gefängnis nach Erbil - der Hauptstadt des kurdischen Autonomiegebiets - gebracht und dort gefoltert worden sein, wie die Verteidiger erklärten.

Die Angeklagten sollen Mitte Dezember 2009 als Polizisten verkleidet bei Ludwigsburg Schmuck und Zahngold im Wert von 1,7 Millionen Euro erbeutet haben. Mit Blaulicht sollen sie den Goldtransporter von der Autobahn 81 in die Falle gelockt haben. Bei dem Überfall rissen sich die Männer im Alter von 22 bis 28 Jahren nach Ansicht der Staatsanwaltschaft rund 120 Kilogramm Schmuck und Zahngold unter den Nagel. Die Beute ist bis heute verschwunden. Den Angeklagten wird unter anderem schwerer Raub vorgeworfen.

Die Verhandlung soll am 8. November fortgesetzt werden.

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