Metropol-Kino Stuttgart
: Film-Matinee zeigt Bilder aus Stuttgart im Zweiten Weltkrieg

Das preisgekrönte Filmprojekt unserer Zeitung kommt an einem Novembersonntag ins Kino. Ab sofort gibt es die limitierten Tickets.
Von
Jan Georg Plavec
Stuttgart
Stuttgart im Zweiten Weltkrieg (Fotomontage)

Der Stuttgarter Marktplatz als Bunkerbaustelle - eines der Motive aus unserer Filmreihe

Stadtarchiv/Ruckaberle
  • Filmreihe „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“ läuft am Sonntag, 22. November im Metropol-Kino.
  • Gezeigt wird ein einmaliger Zusammenschnitt aller 15 Filme – nur diese eine Kino-Vorführung.
  • Podium mit Katharina Ernst, Günter Riederer und Regisseur Joachim A. Lang, moderiert von zwei Redakteuren.
  • Tickets kosten 14 Euro und sind online über zeitung-im-dialog.de erhältlich.
  • Einlass 10:30 Uhr, Beginn 11 Uhr – Magazin zur Serie erscheint kommende Woche im Kinoverkauf.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Am Sonntag, 22. November kommt das preisgekrönte Filmprojekt „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“ ins Kino. Im Rahmen einer Matinee gibt es alle 15 Filme auf der großen Leinwand im historischen Metropol-Kino zu sehen. Tickets können von sofort an über unsere Website www.zeitung-im-dialog.de erworben werden.

Geplant ist eine im Wortsinn einmalige Veranstaltung. Den eigens angefertigten Zusammenschnitt der gemeinsam mit dem Stadtarchiv Stuttgart erstellten Filme wird es nur ein einziges Mal auf der Kinoleinwand zu sehen geben. Bislang sind sie im Internet abrufbar. Eingerahmt wird das Ganze von einem Podiumsgespräch mit Katharina Ernst und Günter Riederer vom Stadtarchiv Stuttgart sowie dem Regisseur Joachim A. Lang.

Bei „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“ handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt. Die Historikerinnen und Historiker haben sich aus diesem Anlass intensiv mit dem im Stadtarchiv verwahrten Bestand der „Kriegsfilmchronik“ auseinandergesetzt. Ernst und Riederer ordnen die vom Naziregime bestellten Filme auch kritisch ein: Sie seien „eine wichtige Quelle, die uns zunächst auf einer oberflächlichen Ebene Einblicke in die Vergangenheit ermöglichen“, sagen sie. Und weiter: „Wir dürfen diesen Filmbildern nicht auf den Leim gehen: Es sind Propagandabilder, die einen bestimmten Zweck verfolgen. Deswegen ist es heute wichtig, sie mit kritischem Blick anzusehen und sie – wie wir das ja auch im Projekt gemacht haben – zu kommentieren.“

Kritisch kommentieren wird auch Joachim A. Lang, der Regisseur von Filmen wie „Cranko“ oder „Führer und Verführer“. Im Film über den NS-Propagandaminister Joseph Goebbels hat er hinter die Kulissen der Nazi-Bildwelten geblickt - ganz ähnlich wie es das Projekt „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“ für die nur vermeintlich neutral-dokumentarischen Bilder der hiesigen „Kriegsfilmchronik“ tut. Moderiert wird das Gespräch von Jan Georg Plavec und Jan Sellner, die gemeinsam mit dem Videoredakteur Felix Frey das Projekt redaktionell geleitet haben.

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Projekt wurde mit Medienpreis geehrt

„Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“ wurde im Sommer 2026 mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet. Das ist der einzige Journalismuspreis in Deutschland, der explizit auch historische Projekte auszeichnet. „Die Filmreihe zeigt nicht nur eindrücklich, wie die NS-Propaganda via Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Stuttgart ablief, sondern auch wie Propaganda durch Film grundsätzlich funktioniert“, schreibt der Eichstätter Journalismusprofessor Klaus Meier in seiner Laudatio. Sie sei „deshalb auch besonders lehrreich – und zugleich auch beängstigend – für die heutige video-getriebene Zeit, in der wahr von falsch, wahrhaft von verzerrt, überprüft von gelogen nicht leicht zu unterscheiden sind.“

Die Kinomatinee wird den Wert der Filme und der Fähigkeit zur kritischen Einordnung in Wort, Bild und Ton erlebbar machen - und das in den frisch renovierten, historischen Räumen des Metropol-Kino in der Bolzstraße. Im Kino wird es außerdem das kommende Woche erscheinende Magazin zur Serie zu kaufen geben. Auf mehr als 100 Seiten versammelt es Links zu allen 15 Filmen sowie die besten Texte und Bilder aus dem Projekt.

Details zur Veranstaltung und Ticketlink

Die Matinee findet am 22.11. im Metropol-Kino, Bolzstraße 10, statt. Einlass ist um 10:30 Uhr, Beginn um 11 Uhr. Der Eintritt kostet 14 Euro. Tickets gibt es online unter zeitung-im-dialog.de. Aus organisatorischen Gründen ist ein Eintritt erst ab 18 Jahren erlaubt.