Leserumfrage
: „Stuttgart ist eine großartige Stadt!“

Was läuft gut in Stuttgart?, hat unsere Redaktion gefragt. Das Echo zeugt von einer lebenswerten Stadt, die bei allen Schwächen auch viele Stärken hat.
Von
Julia Bosch,
Jan Sellner
Stuttgart
Stuttgart, sommerliche Temperaturen um 26 Grad, hier  rund um den Schlossplatz Stuttgart.

Menschen nannten keine Namen.

Ausruhen inmitten des Innenstadttrubels: Der Schlossplatz wird immer wieder erwähnt, wenn man Menschen fragt, was sie an Stuttgart schätzen.

Lichtgut/Max Kovalenko
  • Leserumfrage zeigt viel Zustimmung: Stuttgart gilt als lebenswert trotz Problemen.
  • Bürger loben Vielfalt und Toleranz – Nachbarschaften achten aufeinander.
  • Grünflächen, Wälder, Weinberge und Mineralbäder prägen die Lebensqualität.
  • Öffentlicher Nahverkehr und Carsharing erhalten positives Echo von Nutzerinnen.
  • OB Nopper geht auf Sommertour: Besuche in 13 Stadtbezirken zwischen 27. August und 12. September.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Stuttgart wird viel gemeckert und gebruddelt – die Baustellensituation und andere Ärgernisse geben dazu Anlass. Das bildet jedoch nicht die ganze Wirklichkeit ab. „Was läuft gut in Stuttgart? Was verdient Lob?“ wollten wir von den Leserinnen und Lesern wissen und haben etliche positive Antworten erhalten. Dazu erscheint in den nächsten Wochen in loser Folge eine Artikelreihe. Zum Auftakt schon mal einige Stimmen.

Ulrike Krawczyk ist von unserer – nicht-repräsentativen – Umfrage sehr angetan: „Ein großes Dankeschön für diese Aktion und die Anregung, den Blick auf das zu richten, was in unserer Stadt gut läuft. Ich genieße den Blick vom Santiago-de-Chile-Platz Richtung Stadt, den wunderschönen Schloßplatz, wo ich gerne auf einer der Bänke raste und das entspannte Treiben beobachte, und den Innenhof des Alten Schlosses – eine Oase der Ruhe im Innenstadttrubel.“ Neben diesen baulichen Besonderheiten trägt etwas anderes maßgeblich zur Lebensqualität von Frau Krawczyk bei: „Das sind die vielen ‚Mosaiksteine‘ des bürgerschaftlichen Engagements und des Miteinanders in meinem Stadtteil Weilimdorf.“ Das alles trägt dazu bei, dass ich trotz mancher Probleme der Stadt und des Stadtteils sehr gerne hier lebe und nun mit 73 Jahren meinen ersten Leserbrief geschrieben habe.“

Vielfältige Nachbarschaft, in der man aufeinander achtet

Stuttgart – die liberale, tolerante Stadt. Daniela Steinhoff hebt auf dieses Charakteristikum ab. In ihrem „Brief an das großartige Stuttgart“ schreibt sie: „Liebes Stuttgart, weißt du, was ich an dir liebe? Dass du es ganz selbstverständlich schaffst, dass so viele Menschen hier die Vielfalt des Lebens respektieren.“ Das liege an einer „tief verwurzelten, positiv ausstrahlenden Grundhaltung der Stadt“, meint die Leserin: „Sie vermittelt uns, dass Unterschiede keine Bedrohung sind, sondern im Gegenteil bereichernd oder doch zumindest einfach ganz normal.“

Daria Schulz, Tochter eines Heimatvertriebenen, in Stuttgart geboren und zu Hause, freut sich „an den Fußgängerzonen, dem grünen U, einem gut bestückten Wochenmarkt, einem funktionierenden Dreispartenhaus, überhaupt an Kunst und Kultur: All das ist meine Heimat! Ich übe mich im Dennoch: Obwohl ich die dunkle Seite der Stadt wahrnehme, liebe ich mein Stuttgart.“

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Viel Lob für Wald, Weinanbaugebiete, Parks und Felder

Die grüne Stadt – dieser Pluspunkt begegnet uns in vielen Lesernennungen. „Stuttgart mit seiner eindrucksvollen Topographie ist eine der schönsten Städte Deutschlands“, schreibt Roland Schmidt: „Die umfangreichen Waldgebiete dienen perfekt der Naherholung. Im Osten finden sich großflächig Weinanbaugebiete. Daraus resultiert der alte Wahlspruch „Großstadt zwischen Wald und Reben“.

Für Hilke Paulsen aus Donauwörth ist Stuttgart eindeutig ihre „Lieblingsstadt – auch wenn ich leider nicht mehr hier wohne. Ich liebe an Stuttgart das viele Grün. Außerdem gibt es gleich zwei Schlösser mitten in der Stadt – wer hat schon so etwas zu bieten? Jeden Tag freue ich mich, wenn die Zeitung aus Stuttgart in meinem Postkasten liegt und ich erfahre, was es in meiner Lieblingsstadt Neues gibt.“

Auf der Positiv-Seite tauchen immer wieder auch die Stuttgarter Mineralbäder auf. Heide Werner aus Botnang meint: „Vor allem schätze ich die Mineralquellen. Diese tragen zur Gesundheit und Nicht-Vereinsamung bei. Ganz wichtig und nicht zu vergessen: das ASV Freibad in Botnang, welches über wunderbare Quellwasser-Qualität verfügt.“

Lob für den Nahverkehr, Carsharing, Vereine und Gemeinden

Mehrfach genannt wird zudem der öffentliche Nahverkehr VVS. So von Uwe Frerichs: „Wir konnten vergleichbare Systeme in Hannover, Frankfurt und Berlin testen. Jetzt sind wir zurück. Unsere Gäste  sind begeistert von den vielen Zielen und der Sauberkeit der Bahnen hier.“ Martina Lemke freut sich am Stadtmobil: „Tolles Angebot zusätzlich zu den in der Innenstadt doch gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmitteln.“

Arno Kambeck geht in die Details. Er lobt die Arbeit der städtischen Kinderbeauftragten, das „Büro des Gemeinderats“ und die Quartiersarbeit des Grundschulfördervereins Stuttgart-Mühlhausen. Ähnlich äußern sich andere Leser. Sie nennen Sport- und Bürgervereine, Nachbarschaftsinitiativen, Kirchengemeinden, die Spielplätze, die Jugendarbeit und vieles mehr als Pluspunkte Stuttgarts.

Es gibt allerdings auch andere Stimmen: „Was läuft gut in Stuttgart? Nicht mehr viel!“, meint Bärbel Kerkau: „Straßen und Gehwege verkommen. Stuttgart steht mit dem Rücken zur Wand.“

Bald kann man OB Nopper persönlich Rückmeldung geben

Auch die Stadt selbst befragt regelmäßig ihre Bürger. Alle zwei Jahre gibt es die große Bürgerumfrage der Stadt; 2025 zuletzt, 2027 erneut. In diesem Sommer gab es unterdessen eine Umfrage der Abfallwirtschaft Stuttgart zu der Frage, wie sauber die Stadt ist. Im Herbst sollen die Ergebnisse vorgestellt werden. 2023 lag die Zufriedenheit der Stuttgarterinnen und Stuttgarter mit der Stadtsauberkeit bei 79 Prozent; insgesamt leicht über dem Durchschnitt deutscher Großstädte von 72 Prozent. Die nächste Umfrage zur Sauberkeit wird wieder im Jahr 2029 durchgeführt.

Direkt und an höchster Stelle Rückmeldung geben kann man unterdessen bei der Sommertour des Oberbürgermeisters Frank Nopper. Zwischen 27. August und 12. September besucht der CDU-Politiker 13 Stadtbezirke Stuttgarts, um sich vor Ort ein Bild zu machen und ins Gespräch zu kommen. Zu Besuch ist er (in dieser Reihenfolge) in Hedelfingen, Birkach, Feuerbach, Mühlhausen, S-Ost, S-Mitte, Degerloch, S-West, S-Nord, Möhringen, Weilimdorf, Stammheim und Wangen. Die Termine und Treffpunkte findet man auf der Website der Stadt Stuttgart.