In Stuttgart und auf Parkplätzen: Angriffe auf Cruising-Szene – Personen mit Feuerlöscher besprüht und geschlagen

Die Polizei sucht Zeugen (Symbolbild).
Bernd Weißbrod/dpa- Polizei durchsucht Wohnungen von fünf Männern nach Angriffen auf die Cruising-Szene.
- Die Verdächtigen sollen in Stuttgart-Degerloch und an A81-Parkplätzen zugeschlagen haben.
- Zehn Männer wurden mit Feuerlöschern besprüht und geschlagen – Hämatome und Reizungen.
- Vier Verdächtige wurden angetroffen, Beweismaterial sichergestellt, Ermittlungen laufen.
- Polizei bittet Zeugen und weitere Geschädigte um Hinweise unter 0711/8990-5778.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Polizeibeamte des Staatsschutzes haben am Mittwochmorgen die Wohnungen von fünf Männern durchsucht. Sie stehen im Verdacht, mutmaßliche Angehörige der Cruising-Szene in Stuttgart-Degerloch und an zwei Autobahnparkplätzen entlang der A81 angegriffen und verletzt zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizeipräsidien Ludwigsburg und Stuttgart mitteilen, sollen die Tatverdächtigen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren mit Quads zwischen Juni 2025 und April 2026 mehrfach Orte aufgesucht haben, an denen sich die Cruising-Szene trifft. Cruising bezeichnet das gezielte Aufsuchen bestimmter öffentlicher oder halböffentlicher Orte für einvernehmliche, spontane Sexualkontakte.
Die fünf Tatverdächtigen sollen Angehörige der Cruising-Szene mutmaßlich aufgrund ihrer sexuellen Orientierung mit Feuerlöschern besprüht und geschlagen haben. Dabei wurden zehn Männer verletzt, sie erlitten Hämatome und Atemwegsreizungen, heißt es in der Mitteilung.
Gemeinsame Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und der Polizeipräsidien Ludwigsburg und Stuttgart führten auf die Spur der fünf Tatverdächtigen. Bei der Durchsuchung der Wohnungen trafen die Beamten vier der Tatverdächtigen an. Sie fanden umfangreiches Beweismaterial, das ausgewertet wird. Die Ermittlungen dauern an.
Die Beamten setzten die vier Tatverdächtigen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß. Da die Opfer solcher Angriffe aus Scham oftmals keine Anzeige erstatten wollen, ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Zeugen und insbesondere weitere Geschädigte werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0711/8990-5778 bei der Kriminalpolizei Stuttgart zu melden.