Historie in Bad Cannstatt
: So beschaulich war der Wilhelmsplatz früher

Das Archiv des Vereins Pro Alt-Cannstatt bietet einen nahezu unerschöpflichen Fundus an Geschichten. Jetzt gibt es in zwölf Monatsblättern wieder Neues zu entdecken.
Von
Iris Frey
Stuttgart
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  • Ein Blick auf den Cannstatter Wilhelmsplatz im Jahr 1914.

    Sammlung Pro Alt-Cannstatt
  • Festlicher Begleitzug durch die Brunnenstraße aus Anlass einer Doppel-Goldenen Hochzeit in den 1930-er Jahren.

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  • Das Schloss Rosenstein auf einer Ansichtskarte von 1909.

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  • Die „König-Karls-Brücke“, die 1893 eingeweiht worden ist.

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  • Das Cannstatter Volksfest - hier auf einem Foto des Fotografen Johannes Kleiber. Es zeigt den Volksfestumzug mit der Gruppe Weinbau vom Gesangverein Harmonie im Jahr 1924.

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  • Ein Bild vom Internationalen Wettschwimmen des Schwimmerbunds Schwaben vom Mai 1911 im Neckar, das von Johannes Kleiber aufgenommen wurde.

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Das Archiv des Vereins Pro Alt-Cannstatt bietet einen nahezu unerschöpflichen Fundus an Geschichten. Unter dem Motto „Bad Cannstatt – ein Blick zurück“ haben Olaf Schulze und Matthias Busch vom Geschichtsverein Pro Alt-Cannstatt zum 13. Mal in zwölf Monatsblättern Histörchen zu alten Bildern aus Bad Cannstatt ausgegraben. Dabei sind beim Blick auf die historischen Ansichten Straßen, Plätze und Häuser zu entdecken, die so nicht mehr zu finden sind.

Spannend etwa der Wilhelmsplatz, der 1910 noch recht beschaulich aussah, mit Blick Richtung Cannstatter Bahnhof . Die Oberleitungen der Straßenbahn sind zu sehen, die damals durch die Marktstraße bis zur Haldenstraße in der Neckarvorstadt fuhr. Auch ein gusseiserner Brunnen aus dem Jahr 1883 ist zu sehen, außerdem die Straßenkehrer, die mit Pferd und Wagen unterwegs waren und Müll einsammelten.

Der Kursaal 1907.

Foto: Sammlung Pro Alt-Cannstatt

Schloss Rosenstein und das Namensgeheimnis

Auch das Schloss Rosenstein ist auf einer Ansichtskarte aus dem Jahr 1909 zu sehen mit einem Schwan im Vordergrund. Steinerne Tiere, Fabelwesen wie Schimären und Löwen, Pferde, Ziegen, Hunde gibt es zu entdecken in dem Bau, den der Architekt Giovanni Salucci für König Wilhelm I. von Württemberg konstruiert hat. Im Namen des Schlosses hat er Rosen, die Lieblingsblumen seiner früh verstorbenen Ehefrau Katharina verewigt.

Die einst „schönste Brücke des Landes“

Angesichts der vielen sanierungsbedürftigen Brücken in Bad Cannstatt ist der Blick auf die einst „schönste Brücke des Landes“, die König-Karls-Brücke interessant, die auf einer kolorierten Postkarte von 1912 in all ihrer einstigen Pracht zu sehen ist. Sie wurde 1893 eingeweiht als wichtige Verbindung von Stuttgart mit Cannstatt. Die Gesamtkosten der Brücke beziffern die Historiker mit 1,3 Millionen Mark. Unter der Brücke befand sich damals ein Ruderbootverleih. Die Ansichten stammen aus den Jahren zwischen 1900 und 1952. Der Kalender kostet 15 Euro, er ist in der Buchhandlung Osiander in der Marktstraße 33 und im Stadtmuseum Bad Cannstatt erhältlich. Weitere Infos unter www.proaltcannstatt.de.

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