Stadtmitte in Stuttgart: Unfall und schlaffes Stromkabel sorgen für Verkehrschaos
Ein Unfall und ein knapp über der Fahrbahn baumelndes Stromkabel haben am Montag rund um den Hauptbahnhof in Stuttgart für lange Staus gesorgt. In der Innenstadt ging teilweise gar nichts mehr. Auf mehreren Zufahrtsstraßen in die Stadtmitte und auf dem Weg nach Stuttgart-Ost waren die Straßen dicht.
Grund dafür war unter anderem ein Unfall auf der Heilbronner Straße. Drei Fahrzeuge waren nach Angaben der Polizei zusammengeprallt. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Die Polizei geht von einem Sachschaden in Höhe von rund 60.000 Euro aus.
Eine 18-Jährige war mit ihrem Dacia auf der Kriegsbergstraße in Richtung Hauptbahnhof gefahren – und missachtete laut Polizei wohl eine rote Ampel. Sie krachte mit ihrem Wagen gegen den Kia eines 28-Jährigen, der vom Pragsattel aus in Richtung Innenstadt unterwegs war. Die 18-Jährige und der 28-Jährige wurden leicht verletzt und in einer Klinik behandelt.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Kia zudem gegen den Audi eines 59-Jährigen auf der Spur daneben geschleudert, der Fahrer blieb unverletzt. Laut einer Sprecherin wurden die Autos bei dem Unfall so stark beschädigt, dass sie allesamt abgeschleppt werden mussten. Die Polizei geht von einem hohen Sachschaden aus.
Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0711/8990-4100 bei der Verkehrspolizei zu melden.
Polizei regelt Verkehr an der Unfallstelle
Der Notruf ging laut Polizei um 13.55 Uhr ein. Die Beamten rückten mit mehreren Streifenwagen aus, um den Unfall aufzunehmen. Polizisten regelten den Verkehr rund um die Unfallstelle, die während der Aufräumarbeiten gesperrt werden musste. Es bildeten sich lange Staus auf den Zufahrtstraßen rund um den Hauptbahnhof. Auch die Feuerwehr war im Einsatz, da Flüssigkeit aus den Autowracks ausgetreten war.

Die Polizei muss den Verkehr an der Unfallstelle regeln.
Foto: Fotoagentur Stuttgart/Andreas RosarDer Unfall ereignete sich auf der Kreuzung zwischen der Heilbronner Straße und der Kriegsbergstraße – in der Nähe des Kurt-Georg-Kiesinger-Platzes, auf dem sich gerade die Stuttgart-21-Baustelle befindet.
Stromkabel hängt knapp über der Fahrbahn
Nur wenige Hundert Meter weiter sperrte die Polizei kurz darauf auch eine Spur in Richtung Wagenburgtunnel. Anrufer meldeten gegen 14.30 Uhr ein schlaffes Stromkabel am Gebhard-Müller-Platz – ebenfalls an der Straße entlang des Hauptbahnhofs – das weit oberhalb der Straße verlegt worden war – aber zu weit auf die Fahrbahn herunterhing. So weit, dass Busse nicht mehr passieren konnten, teilte eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage unserer Redaktion mit. Streifenbeamten rückten aus und sperrten die Fahrbahn, unter dem Kabel. Es bildete sich ein langer Rückstau im Feierabendverkehr. „Es gab ein Verkehrschaos“, teilte die Sprecherin mit.
Ein Sachschaden entstand nicht. Allerdings waren die Mitarbeitenden der Stuttgart Netze stundenlang damit beschäftigt, das Kabel wieder nach oben zu zurren. Erst gegen 17.30 Uhr war die Straße für Autos wieder freigegeben.






