Großeinsatz in Stuttgart
: Haus umstellt: SEK-Einsatz in der Türlenstraße

Am Freitagmittag will die Polizei in Stuttgart einen Haftbefehl vollstrecken. Der Verdächtige reagiert nicht – und könnte eine Schusswaffe haben. Ein Großeinsatz läuft an.
Von
Jürgen Bock
Stuttgart

Großeinsatz in der Türlenstraße am Freitagmittag.

Lichtgut/Christoph Schmidt

Es ist ein Routineeinsatz, der sich öffentlichkeitswirksam auswächst. Zahlreiche Menschen beobachten am Freitagmittag ein großes Polizeiaufgebot in der Stuttgarter Türlenstraße. Mehrere Mannschaftswagen, Kriminalpolizei und schließlich ein Spezialeinsatzkommando (SEK) treffen ein. Ein Teil der umliegenden Straßen wird abgesperrt.

Hintergrund ist nach Angaben eines Polizeisprechers, dass ein Haftbefehl vollstreckt werden soll. In einem Wohnhaus an der Türlenstraße wird ein 59-Jähriger vermutet. Weshalb er abgeholt werden sollte, sagt die Polizei zunächst noch nicht. Später stellt sich heraus, dass es um ein Diebstahlsdelikt geht. Vermeintlich harmlos – doch schnell ändert sich die Lage.

Hat der Mann eine Waffe?

Die Polizei rückt gegen 10.45 Uhr an. Doch der Mann weigert sich, die Tür zu öffnen oder das Haus zu verlassen. Auch mehrere Versuche, mit ihm zu sprechen, scheitern. „Im Verlauf des Einsatzes kamen zudem Hinweise auf, der Mann könnte Zugriff auf eine Schusswaffe haben“, sagt der Sprecher. Die Polizei umstellt daraufhin das Gebäude und fordert das SEK an.

Die Einsatzkräfte dringen schließlich gegen 13.30 Uhr in das Gebäude ein und können den 59-Jährigen ohne Gegenwehr festnehmen. Er wird in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, der Einsatz wird nach rund drei Stunden beendet.

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