STN+STN+Gefängnis in Stammheim
: Letzter Blick in den RAF-Gerichtssaal vor dem Abriss

Ein nüchternes Gerichtsgebäude in Stuttgart-Stammheim hat bundesdeutsche Geschichte geschrieben. Jetzt steht der Abriss bevor. Ein Rundgang durch bizarre Räume, die der Öffentlichkeit verborgen blieben.
Von
Jürgen Bock
Stuttgart
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  • Das historische Gerichtsgebäude in Stuttgart-Stammheim ist bald Geschichte – aber einiges Inventar wird gerettet.

    LICHTGUT/Max Kovalenko
  • Mai 1975: Mit dem ersten RAF-Prozess beginnt die Geschichte des Stammheimer Gerichtsgebäudes.

    picture alliance/dpa
  • Das Gelände der JVA Stammheim derzeit. In der Mitte, oberhalb der neuen Haftgebäude im Vordergrund, das quadratische Gerichtsgebäude, das nun verschwindet.

    Finanzministerium Baden-Württemberg/Michael Tümmers
  • Der Eingang, durch den Prozessbeobachter fast 50 Jahre lang gingen.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Inzwischen ist das sogenannte Mehrzweckgebäude verwaist.

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  • Der Gerichtssaal hat durch die RAF-Prozesse und viele weitere heikle Verfahren Geschichte geschrieben.

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  • Auf der Rückseite einer der Mauern, die den Saal vom hinteren Bereich trennen, findet sich eine bizarre Strichliste.

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  • Dort haben Bundesanwaltschaft und Richter die Zahl der Verfahrenstage mit Kreide festgehalten.

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  • Das Landeswappen soll ins neue Gebäude nebenan gebracht werden.

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  • Abriss-Projektleiterin Tanja Stahlbock zeigt den Grundriss des großen Komplexes.

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  • Hinter die Kulissen zu schauen, war während des Betriebs unmöglich – hier der Zellentrakt für die Angeklagten.

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  • Die öffentlich bisher nicht zugänglichen Räume muten heute in Teilen wie ein Museum an.

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  • Auch die technische Überwachung mit Telefonanlagen und fast 40 Monitoren.

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  • In den Aufenthaltsräumen bröckelt der Putz.

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  • Die orangefarbenen Schalensitze sollen weiterverwendet werden.

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  • Die Technik ist überholt, aber historisch.

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  • Und manches ist längst ausgestöpselt.

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  • Manche Details wirken wie aus einem alten James-Bond-Film.

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  • Einiges wirkt aber, als ob es gerade eben noch benutzt worden wäre.

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  • Viele Schlüssel hängen noch fein säuberlich an ihrem Platz.

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  • In diesem Gerät hätte man wohl gefundene Sprengsätze aus dem Haus befördert.

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  • Auch die eine oder andere Uniform findet sich noch.

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  • Und sogar ein Münzfernsprecher aus D-Mark-Zeiten.

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  • Seit 2019 wird das alte Mehrzweckgebäude nicht mehr gebraucht – nebenan ist ein nagelneues Gerichtsgebäude entstanden.

    dpa/Stefan Puchner
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