Gangs in Stuttgart und Ludwigsburg
: Großeinsatz gegen Banden-Randale

Seit Wochen legen sich Anhänger aus dem Dunstkreis der verbotenen Organisation Red Legion mit der nicht minder gewaltbereiten Gruppierung United Tribuns an. In Stuttgart blieb es friedlich, dafür ging es am Sonntagabend in Ludwigsburg zur Sache.
Von
Wolf-Dieter Obst
Stuttgart
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  • In Ludwigsburg ist es am Sonntagabend zu Zusammenstößen rivalisierender Gangs gekommen. Ein Großaufgebot der Polizei war nötig.

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  • Mit einem Großaufgebot ist die Polizei am Sonntag gegen ein mögliches Kräftemessen rivalisierender Banden in Stuttgart vorgegangen. Randale gab es später am Abend in Ludwigsburg.

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Stuttgart/Ludwigsburg - Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Sonntag ein mögliches Kräftemessen rivalisierender Banden in der Stadt verhindert. Seit Wochen versuchen Anhänger aus dem Dunstkreis der verbotenen Organisation Red Legion unter neuer Flagge Muskeln zu zeigen und legen sich dabei mit der nicht minder gewaltbereiten Gruppierung United Tribuns an, der eine wesentliche Rolle im Rotlichtmilieu zugesprochen wird. Am Sonntag wollten die Tribuns auf ihre Weise offenbar Werbung in eigener Sache machen.

Lage hat sich seit Mitte März zugespitzt

Die Lage hat sich seit Mitte März zugespitzt. Kulturinteressierte Besucher wunderten sich am 14. März bei der Langen Nacht der Museen über einen Aufmarsch einer größeren Gruppe durch die Stadt. Das war aber nicht die einzige Aktion. In derselben Nacht wurde ein Mann in Ludwigsburg überfallen und zusammengeschlagen. Laut Polizei war der Hintergrund der Tat zunächst unklar.

Auf einer Facebook-Seite zeigte sich aber, was dahintersteckte: Die Täter hatten bei dem Überfall die Jacke des Mannes erbeutet und diese in einem Video angezündet. Die Jacke trug Symbole der United Tribuns. Eine Kampfansage: Verbreitet wurde das Video von den sogenannten Stuttgarter Kurden, die aus dem Dunstkreis der Red Legion kommen sollen.

Messer und Schlagstock sichergestellt

Am Sonntagnachmittag die Retourkutsche: United-Tribuns-Mitglieder wollten ihrerseits in der Stadt aufmarschieren. Etwa 100 Angehörige sammelten sich gegen 17 Uhr am Westbahnhof, wurden dort aber gleich von der Polizei abgefangen, die von der Aktion Wind bekommen hatte. Die Einfallstraßen, unter anderem die Neue Weinsteige zwischen Degerloch und Innenstadt, wurden mit Kontrollstellen abgeriegelt – davor bildeten sich lange Staus.

Mehrere Hundert Beamte waren hierfür im Einsatz. „Wir wollen verhindern, dass es zu einem Aufmarsch kommt“, sagt Polizeisprecher Olef Petersen. Die Beamten stellten unter anderem Pyrotechnik, einen Teleskopschlagstock und zwei Messer sicher. Bis zum Abend zogen die Muskelmänner wieder ab. Die Truppen versammelten sich dafür in der Innenstadt von Ludwigsburg.

In Ludwigsburg geht es am Abend zur Sache

Am Abend versammelten sich 150 Muskelmänner in Ludwigsburg, wo es gegen 20.30 Uhr Reibereien mit Mitgliedern der gegnerischen Kurden-Gangs gab. Dabei legten sich die Kurden auch mit der Polizei an. „Es kam zu Körperverletzungen und Widerstand gegen unsere Beamten“, so der Ludwigsburger Polizeisprecher Peter Widenhorn. 18 Personen wurden festgenommen (Stand 22 Uhr).

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