Frontalcrash in Stuttgart
: Wie kam der 31-Jährige auf die falsche Fahrbahn? Polizei überprüft Schilder

Wie ist ein Autofahrer am Sonntagmorgen auf der Wildparkstraße auf die falsche Fahrbahn geraten? Die Polizei sucht die Ursache.
Von
Christine Bilger
Stuttgart
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An beiden Autos entstand Totalschaden.

KS-Images/Andreas Rometsch

Wie ein 31-jähriger Mann am frühen Sonntagmorgen entgegen der Fahrtrichtung auf die Wildparkstraße gekommen ist, das ermittelt die Polizei noch. Eine Fehlerquelle habe man jedoch sehr früh untersucht: „Die Kollegen haben sich natürlich die Beschilderung in dem Bereich angeschaut. Das ist Standard nach so einem Unfall. Aber sie haben keine fehlenden oder falschen Schilder gefunden“, sagt der Polizeisprecher Stephan Widmann.

Die Polizei und der Rettungsdienst wurden am Sonntag gegen 5.30 Uhr zu dem schweren Unfall gerufen. Der 31-Jährige fuhr auf der Straße vom Schattenring kommend in Richtung Stuttgart-West. Die Wildparkstraße mündet dort beim Birkenkopf in die Rotenwaldstraße.

Zwei Schwerverletzte bei Unfall

Wo die Straßen von Leonberg und aus Richtung Vaihingen – also vom Schattenring – zusammenkommen, liegt das sogenannte Wildparkdreieck. Dort am Ende der langen Rechtskurve aus Sicht des mutmaßlichen Unfallverursachers kam es zum Zusammenstoß mit dem Wagen eines 54-Jährigen, der stadtauswärts fuhr. Bei dem Unfall wurden beide Fahrer leicht verletzt, ihre 33 und 40 Jahre alten Beifahrerinnen erlitten schwere Verletzungen.

Die Unfallaufnahme und Bergung der Autos dauerte rund zwei Stunden.

Foto: KS-Images/Andreas Rometsch

Die Polizei sei noch dabei, die Unfallbeteiligten zu befragen. Fest stehe bislang nur, dass der 31-Jährige offenbar nicht alkoholisiert gewesen sei, als der Unfall geschah. Ob er beim Wenden oder beim Abbiegen – etwa von den Bärenseen kommend – auf die falsche Seite gekommen sei, das ist noch zu klären. Die Straße ist in der Fortsetzung der Bundesstraße 14, die ab dem Schattenring in Richtung Vaihingen führt, an der Stelle vierspurig und „autobahnähnlich ausgebaut“, so nennt es die Polizei. Das heißt, dass die Spuren der Fahrtrichtungen baulich getrennt sind.

Die Beschilderung checkt die Polizei routinemäßig nach solchen Unfällen

Das Checken der Beschilderung habe nach dem Unfall gleich stattgefunden. Es könne sein, dass durch Wetter, andere Unfälle oder aufgrund von Vandalismus Schilder fehlen würden oder nicht lesbar seien – und vielleicht noch nicht ersetzt worden sind. Darum sei das eine der ersten Maßnahmen, die nach so einem Unfall ergriffen werden.

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