Michael Zeyer, 44, bestritt als Profifußballer bis 2005 mehr als 500 Spiele in der ersten und zweiten Liga. Der studierte Betriebswirt, Zwillingsbruder des Ex-Fußballers Andreas Zeyer, lebt in Stuttgart. Vor einem Jahr hat er in der Bolzstraße das Restaurant 5 eröffnet.
Herr Zeyer, was geht Ihnen als Ex-Profi durch den Kopf, wenn Sie an die vergangene EM denken?
Hat diese Spielweise Ihr damaliger Trainer Volker Finke gelehrt?
Sie haben Ihre Karriere 2005 beendet. Wie schwer ist es als Profi, an ein neues Leben ohne Fußball zu denken?
Hatten Sie Angst, nach der Karriere in ein Loch zu fallen?
Gab es einen Bruderkonflikt?
Ihr Studium haben Sie beide neben dem Fußball durchgezogen. Ist das kein Handicap für die sportliche Karriere?
Geht es in einem Fußballerleben nicht eher um die Erfüllung von Star-Klischees, um Statussymbole wie Autos?
Wird man mit dieser Haltung nicht zum Außenseiter?
Thema Außenseiter: Der SC Freiburg galt früher als eine Art alternativer Club. Hat in Ihrem Team schon das Thema „schwule Fußballer“ eine Rolle gespielt?
Was ist die wahre Motivation für Leistung?
. . . als Außenstehender kann man sich das schwer vorstellen. Gab es in Ihrer Zeit tatsächlich faule Spieler?
Hat Berufsauffassung im Fußball etwas mit Intelligenz zu tun?
Als Ihre Karriere zu Ende war, was haben Sie da gemacht?
Hatten Sie dabei ein schlechtes Gewissen?
Was bringt Leistung außer Geld?
Ist Applaus ein Rausch?
Eigentlich wollten Sie im Fußballgeschäft bleiben.
Hatten Sie je finanzielle Ängste?
Vermissen Sie heute nicht das Publikum, das Stadion als Bühne?