Einsätze in Stuttgart: Feuerwehr rückt mit Schneeketten zu vermeintlicher Explosion aus

Feuerwehrfahrzeuge mit Schneeketten – kein Einsatz im Hochschwarzwald, sondern in Stuttgart.
Feuerwehr StuttgartEs ist 21 Uhr am Sonntagabend, als bei den Einsatzkräften in Stuttgart Alarm herrscht. Zu diesem Zeitpunkt hat es bereits stundenlang geschneit, was zu einigen Problemen auf den Straßen geführt hat. Doch der Notruf, der jetzt eintrifft, löst einen Großeinsatz aus: Anrufer melden eine Explosion mit Feuerschein in der Adalbert-Stifter-Straße in Freiberg. Weil ein größerer Brand vermutet wird und es sich bei dem Gebäude um eine Schule handelt, rückt ein stattliches Aufgebot zum Eschbach-Gymnasium aus.
Als die Einsatzkräfte dort eintreffen, ist allerdings kein Brand zu finden. Die Retter befragen diverse Anwohner und Zeugen. „Die schilderten, dass zum fraglichen Zeitpunkt offenbar Personen Feuerwerk gezündet hatten“, sagt Feuerwehrsprecher Daniel Anand. Nach einer gründlichen Überprüfung der Umgebung rücken die Einsatzkräfte wieder ab.

Einsatz im Schneetreiben
Foto: Feuerwehr StuttgartDie Feuerwehrfahrzeuge sind zu diesem Zeitpunkt längst mit Schneeketten ausgerüstet. „Das kommt in Stuttgart auch nicht alle Tage vor“, sagt Anand. Man habe am Sonntag bereits tagsüber die Wettersituation fortlaufend bewertet und Rücksprache mit dem Deutschen Wetterdienst gehalten. Als klar wird, dass größere Schneemengen auf die Landeshauptstadt zukommen, werden auf zahlreiche Autos der Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehr Ketten aufgezogen.
Feuerwehr unterstützt Krankentransporte
Die werden in der Nacht auch gebraucht. „Es gab immer wieder schneebedingte Einsätze“, berichtet Anand. Bis Montagmorgen sei man vor allem damit beschäftigt gewesen, festgefahrene Einsatzfahrzeuge und Busse zu befreien oder bei medizinischen Einsätzen den Transport über schneebedeckte Wege zu unterstützen.
Auch am Montag sind trotz des einsetzenden Tauwetters nach wie vor Einsätze notwendig. „Wir müssen immer noch feststeckende Krankentransporte befreien“, sagt Anand. Wegen des Regens und des nassen Schnees könnte auch Schneebruch noch ein Thema werden. Man behalte alle Strecken weiterhin genau im Auge, um bei Bedarf Sperrungen vornehmen zu können, heißt es bei der Feuerwehr.
