Ein perfekter Tag in der Wilhelma
: Tipps für Weltenbummler: Von der Sandwüste bis nach Sibirien

Die ganze Welt an einem Tag erleben. Geht das? In der Tat. Ein Vorschlag aus der Wilhelma.
Von
Iris Frey
Stuttgart
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  • Am perfekten Tag erst mal ab in die Wüste zu den Kakteen in der Wilhelma.

    Iris Frey
  • Ein perfekter Tag in der Wilhelma kann in den historischen Gewächshäusern beginnen - wie hier im tropischen Bereich.

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  • Die Bromelien im historischen Gewächshaus leuchten in Hülle und Fülle und erfreuen das Auge.

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  • Ein paar Schritte weiter - ein zarter Vorhang aus Pflanzen - blühende Clematis. Wer sie vorsichtig beiseite schiebt, findet noch ein tolles Bild vor.

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  • Palmen bis unters Glasdach im historischen Gewächshaus der Wilhelma und ein plätschernder Teich mit Kois.

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  • Den Orient schnuppern lässt sich an der Damaszenerhalle.

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  • Und sich weiter inspirieren lassen von diesem Spruch: Der Zauber eines Zoos liegt darin, dass er uns die ganze Welt zeigt - an einem Tag.

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  • Atempause vor dem fernöstlichen Japan-Garten, an dem Bänke stehen zum Ausruhen.

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  • Den Bonsai-Garten in seiner Schönheit betrachten. Die Miniatur-Bäume sind das ganze Jahr zu sehen.

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  • Ein Abstecher nach Australien gefällig - mit Besuch bei den Koalas in der Terra Australis.

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  • Und im Nachtbereich auf die Suche nach weiterem Nachwuchs gehen - Fuchskusu Charles, wie die Infotafel zeigt.

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  • In den Gebirgswelten, die Ätphiopien nachempfunden sind, ist das Baby-Berber-Schaf in der Herde zu sehen.

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  • Ab nach Asien: Hier badet das 40 Jahre alte Panzernashorn Bruno.

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  • Und ein paar Schritte weiter streift Schabrackentapir-Kind Melati mit seiner Mutter umher - jetzt im gleichen Fellkleid. Sie ist jetzt ein Jahr alt.

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  • Spannung und Respekt vor der größten Katze der Welt aus Sibieren: Amurtiger Amazar in der neuen Tigeranlage im Norden der Wilhelma.

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  • Entspannung und Rast am Belvedere in der Halbhöhenlage.

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  • Den schönsten Blick über die historische Wilhelma am Belvedere genießen.

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  • Und dann nochmals Action bei der Seelöwenfütterung erleben. Am perfekten Tag.

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Weltenbummler sind bekanntermaßen immer auf der Suche nach einer Überraschung. Egal bei welchem Wetter. Das gilt auch für die Wilhelma. Denn: Hier gibt es Überraschendes auch bei trübem, nebligem oder gar regnerisch-kühlem Wetter. Da könnte die erste Station in der Wilhelma lauten: Ab in die Wüste. Etwa zu den Sukkulenten, den Säulen- und Kugelkakteen, von denen der Stuttgarter zoologisch-botanische Garten jede Menge hat, nämlich 2000 Arten und Sorten vor und hinter den Kulissen. Hier lässt sich mühelos der Kontrast zu draußen finden. Dort ist es angenehm warm, wo diese stacheligen Überlebenskünstler, die mit wenig Wasser auskommen, schöne Blüten zaubern. Der Weg ist nicht weit. Denn die Wüste mit Pflanzen von Kanada bis Patagonien beginnt gleich am Haupteingang im Historischen Gewächshaus.

Und wer es dann ein bisschen wärmer mag, geht einfach weiter im Gewächshaus. Dann wird es tropischer und feuchter. Das gefächerte hohe Zyperngras kündet die tropischen Gefilde an. Und dann sind sie da. Auf einmal leuchten einem Blüten und Blätter in Hülle und Fülle entgegen. Wir sind im tropischen Regenwald. Bromelien entfalten ihren bunten Charme. Südamerika grüßt.

Pflanzenvorhang und Palmen bis unters Dach

Ein paar Schritte weiter, wird es wieder etwas kühler: Da eröffnet sich hinter einem zart hängenden Pflanzenvorhang, den wir vorsichtig zur Seite schieben, um die üppig blühende lilafarbenen Clematis nicht zu beschädigen, ein neues erholsames Bild wie im Urlaub: Palmen am Koi-Tech. Grün bis unters Dach. Am Boden unterstreichen Chilipflanzen mit ihren leuchtenden Früchten die Exotik, in der wir uns befinden.

Orient schnuppern an der Damaszenerhalle

Nun geht es wieder an die frische Luft. Jetzt heißt es Orient schnuppern. Dazu geht es vorbei an den Flamingos in Richtung Damaszenerhalle. Eines von zahlreichen historischen Bauwerken, welches von seiner Pracht überrascht und beeindruckt. Die Damaszenerhalle stammt aus dem Jahr 1864.

Die Pelikane am Langen See.

Foto: Iris Frey

Und besonders reizvoll: Die in der Sonne davor badenden hell leuchtenden Pelikane sorgen für eine besonderen magischen Zauber am so genannten Langen See, der am Ende für eines der beliebtesten Fotomotive des Stuttgarter Sees sorgt: Vögel, Wasser und das historische Gebäude in der Spiegelung.

Fernöstliche japanische Schönheiten genießen

Lust auf eine Atempause? Die ist nur wenige Schritte entfernt. Auf geht’s nach Japan. Denn direkt neben dem Aquarium entfaltet sich fernöstliche Schönheit im neuen Bonsai-Garten. Die Bänke davor laden gerade dazu ein, sich zu setzen und die grazilen kleinen Miniaturbäume in der Schale auf den Inseln umgeben von Wasser zu betrachten samt den symbolträchtigen steinernen Laternen. Eine Auswahl aus den 40 Bonsai-Bäumen der Wilhelma sind hier zu sehen in der anmutig gestalteten Anlage.

Ein Abstecher kurz nach Australien

Wie wäre es jetzt mit einem Abstecher nach Australien? Das bietet die nahe Terra Australis an, in der derzeit elf Tierarten leben. Vornean steht natürlich der Besuch bei den beliebten Koalas. Die Beuteltiere sitzen gerade entspannt im Baum, dösen und ruhen. Im Nachtbereich gibt es vielleicht auch Neues: Da ist Fuchskusu Charles im März geboren worden, wie eine Tafel informiert. Ob er schon zu sehen ist?

Im Gebirge das Berber-Schaf-Baby anschauen

Danach geht es den Berg hoch. Und in wenigen Augenblicken sind die Gebirgswelten der Dscheladas, Blutbrustpaviane und Mähnenspringer erreicht, also buchstäblich deren nachgebildete Heimat Äthiopien. Dort steht in der Felslandschaft auch das neue kleine Berber-Schaf-Baby inmitten der Herde. Kaum fällt auf, dass das kleine Huftier erst vor kurzem zur Welt gekommen ist, weil es ja von Anfang an auch gleich wie die Großen in den Felsen herumklettert.

Nun nach Asien. Während Bruno, das über 40 Jahre alte Panzernashorn gerade genüsslich badet, dessen Artgenossen ursprünglich in Indien und Nepal leben, läuft ein paar Schritte weiter Schabrackentapir-Kind Melati munter mit seiner Mutter durchs Gehege. Melati ist jetzt genau ein Jahr alt.

Amurtiger Amazar unter den Zerreichen beobachten

Nun fehlen noch ein paar Schritte – und wir sind in der Heimat der Tiere aus Sibirien. Denn die größte Katze der Welt – der Amurtiger, lockt. Und tatsächlich: Hinter dem schwarzen Sicherheitszaun zeigt sich etwas Gestreiftes. Ja, es hat geklappt. Amazar - der erste der beiden Tiger ist in Sicht. Was für ein mächtiges Tier, obwohl er erst zwei Jahre alt ist und so nah. Unglaublich und aufregend. Sehr beeindruckend, wie die gestreifte Raubkatze mit ihren spitzen scharfen Zähnen durchs grüne Gras leise geht im Schatten der Zerreichen. Somit wären wir da angelangt, so die Amurtiger normalerweise vorkommen, im äußersten Osten Russlands sowie den angrenzenden Gebiete in China und Nordkorea.

Rast in Halbhöhenlage am Belvedere

Im angenehmen Kontrast stehen nun im Asiatischen Schaubauernhof die Romanov-Schafe da und blicken entspannt und ruhig in die Gegend. Auch das Vietnamesische Hängebauchschwein zeigt sich gelassen. Auch da lässt es sich entspannen.

Auf dem Weg zurück vorbei am Mammutbaumwald bietet sich in der Halbhöhenlage noch eine Pause an. Wo ist sie schöner als am Belvedere, neben diesem kleinen historischen Pavillon aus der Zeit von König Wilhelm I. von 1851? Einfach hinsetzen, rasten und die Aussicht über die Wilhelma und rüber zum Rotenberg genießen, wo König Wilhelm und Königin Katharina begraben liegen. Das Belvedere bietet einen phantastischen, vermutlich den schönsten Blick über die gesamte historische Wilhelma und vollendet den perfekten Tag.

Nach der Pause ist nochmals Zeit für Action. Durch den Maurischen Garten geht es Richtung Aquarium. Denn jetzt ist draußen Seelöwen-Fütterung. Und wer die fantastischen Sprünge und Spielfreude der Seelöwen noch nicht gesehen hat, sollte sie sich unbedingt sich anschauen. Womit wir in Kalifornien angelangt wären in unserem Rundgang durch die besonderen Wilhelma-Welten - an einem Tag.

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