Diesel ausgetreten: Tankzug in Bad Cannstatt entgleist
Stuttgart - In Stuttgart ist am Montagabend ein Tankzug entgleist. Ein Lokführer wurde leicht verletzt. Es traten mehrere hundert Liter Diesel aus einem leckgeschlagenen Kesselwagen aus, wie ein Bahnsprecher mitteilte.
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Nach Angaben einer Sprecherin der Bundespolizei war der Güterzug auf dem Weg von Karlsruhe zum Stuttgarter Hafen, als sich im Stadtteil Bad Cannstatt eine Lok aus nicht bekannter Ursache vom Zug trennte. Eine zweite Lok direkt dahinter entgleiste und kippte um, ebenso der Kesselwagen. Er beschädigte beim Umkippen einen Oberleitungsmast.
Die Strecke für die Güterzüge wurde zunächst gesperrt, auch bei den S-Bahnen Richtung Bad Cannstatt ging für kurze Zeit nichts mehr, sagte die Sprecherin der Bundespolizei weiter. Die Feuerwehr versuchte, nach dem Unfall, das Leck abzudichten.
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Glimpflich waren die Folgen für den Personenverkehr. "Auf den Regional- und Fernverkehr hat der Unfall keine Auswirkungen gehabt", sagte ein Bahnsprecher am Dienstagmorgen. Auch der S-Bahnverkehr läuft am Morgen wie gewohnt. Einzig die kleine Schusterbahn, die zwischen Untertürkheim und Kornwestheim verkehrt, könne am Dienstag den ganzen Tag über nicht fahren, so der Sprecher weiter. Fahrgäste dieser Züge müssen auf die S-Bahn umsteigen.
Bei den Stadtbahnen ist die Linie U13 betroffen, wie eine SSB-Sprecherin mitteilte. Zwischen Augsburger Platz und Untertürkheim Bahnhof sei die Linie gesperrt. Die U13 fährt zwischen Hedelfingen und Untertürkheim Bahnhof sowie zwischen Pfostenwäldle beziehungsweise Giebel und Augsburger Platz, diese Züge fahren anschließend weiter bis Fellbach. Zwischen Fellbach und Untertürkheim ist ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Fahrgäste, die von Untertürkheim nach Bad Cannstatt und Feuerbach wollen, nehmen entweder die S1 bis Bad Cannstatt und steigen am Wilhelmsplatz/Badstraße in die U13 um oder nehmen den Ersatzbus nach Fellbach und steigen dort in die U13 um.
Momentan ist die Feuerwehr laut Bahn dabei, den umgekippten Kesselwagen leerzupumpen. Erst dann könne mit den eigentlichen Aufräumarbeiten begonnen werden. Der Bahnsprecher rechnet aber damit, dass die Gütergleise den ganzen Dienstag über unbefahrbar bleiben.


















