Deutscher Ingenieurbaupreis: Große Ehre: Stuttgarter Büro nominiert für Deutschen Ingenieurbaupreis

Tragwerk von str.ucture im Museum Historische Oberamteistraße in der Reutlinger Altstadt.
Brigida González- Deutscher Ingenieurbaupreis: Eine Fachjury wählte sieben Bauwerke in die engere Wahl.
- Zwei Büros aus Baden-Württemberg sind nominiert – str.ucture Stuttgart und Harrer Karlsruhe.
- str.ucture verantwortete das Tragwerk für das Museum Historische Oberamteistraße in Reutlingen.
- Harrer Ingenieure planten eine 70 Meter lange Brücke in Stuttgart mit Carbonbewehrung im Beton.
- Der Preis wird von Bundesministerium und Bundesingenieurkammer ausgelobt, 60.000 Euro sind dotiert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Grunde kann man Ihren Konstruktionen und Bauwerken nicht entkommen. Wo man auch hinblickt oder hineingeht, was man auch drückt oder betätigt, worauf man fährt oder geht - es handelt sich ganz oft um das Werk eines Ingenieurbüros, das unsere alltägliche Lebensweise erst ermöglicht. Bei formal und ästhetisch überzeugenden Bauwerken, egal ob es sich dabei um eine Autobahnbrücke oder ein Hochhaus handeln mag, sind Bauingenieure im besten Fall die kongenialen Partner von ambitionierten Architekten, von mutigen Bauherrschaften zu schweigen.
Sichtbarkeit von Ingenieursleistungen erhöhen
Und doch wird ihre Leistung in diesem Dreiklang in der Öffentlichkeit nur selten deutlich hervorgehoben. Nicht selten werden die verantwortlichen Architekten und Bauingenieure bei offiziellen Einweihungen in Reden und Bekanntmachungen nicht einmal namentlich erwähnt. Schon deswegen ist der Deutsche Ingenieurpreis so wichtig, möchte man doch diese Leistung am Bau sichtbar machen.

Die Brücke über den Seeblickweg verbindet die Stuttgarter Stadtteile Neugereut und Steinhaldenfeld. Bei der Bewehrung verwendete das Ingenieurbüro Harrer aus Karlsruhe unter anderem Carbon.
Harrer IngenieureEngagierte Ingenieurinnen und Ingenieure beeinflussen mit ihrem Tun unsere gebaute Umwelt. Sie tragen in der Regel zu mehr Innovation und Nachhaltigkeit im Bauen bei – das zeigen auch die nominierten Projekte in diesem Jahr sehr eindrücklich. Nicht minder eindrucksvoll ist zumindest aus südwestdeutscher Sicht die Tatsache, dass unter den Nominierten auch zwei baden-württembergische Ingenieurbüros zu finden sind.
Bekannte Tragwerksplaner aus Stuttgart
Zum einen handelt es sich dabei um das Ingenieurbüro str.ucture aus Stuttgart, das mit Wulf Architekten (ebenfalls aus Stuttgart) das Museum Historische Oberamteistraße in Reutlingen realisiert hat. Bauherrin war in diesem Fall die Stadt Reutlingen.
Wulf Architekten haben in der Reutlinger Altstadt ein Haus aus Holz mit Tausenden von Glasziegeln eingehüllt. Der Eindruck ist einzigartig, der Umgang mit dem Licht, das Spiel von Durchlässigkeit und Intimität. Die Ingenieure von str.ucture haben die Tragwerksplanung verantwortet.
Zum anderen hat das Büro Harrer Ingenieure aus Karlsruhe eine Nominierung erhalten, und zwar für die rund 70 Meter lange Fußgänger- und Radbrücke über den Seeblickweg in Stuttgart, die eine Verbindung zwischen Neugereut und Steinhaldenfeld schafft. Die Innovation: Neben der Kombination der bekannten Baustoffe Holz und Beton wurde erstmalig der Beton mit Carbon anstatt mit Stahl bewehrt. Bauherrin war die Stadt Stuttgart, genauer: das Tiefbauamt.
Der Deutsche Ingenieurbaupreis wird im Zweijahresrhythmus als offizieller Preis der Bundesregierung für Ingenieurbaukunst verliehen. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und die Bundesingenieurkammer loben den Deutschen Ingenieurbaupreis gemeinsam aus. Eine Fachjury hat aus den 41 eingereichten Bewerbungen sieben Bauwerke aus ganz Deutschland in die engere Wahl genommen. Insgesamt werden 60.000 Euro an Preisgeldern vergeben.





