Car Friday in Stuttgart
: Tuning-Treffen auf der Waldau – für einen Audi-Fahrer ist vorzeitig Schluss

Am Karfreitag treffen sich auf der Waldau Autoliebhaber mit auffällig getunten Fahrzeugen. Die Polizei sorgt für Ordnung. Ein Audi-Fahrer muss den Heimweg ohne sein Auto antreten.
Von
Gülay Alparslan und Andreas Rosar (Text), Beate Grünewald (Video)
Stuttgart
  • Der Fahrer dieses Audis muss die Heimfahrt ohne seinen Wagen antreten.

    Andreas Rosar Fotoagentur Stuttgart
  • Die genauen Gründe für das Abschleppen des Audis waren zunächst nicht bekannt.

    Andreas Rosar Fotografie Stuttgart
  • Dieser Audi R8 stach unter den getunten Fahrzeugen besonderes hervor.

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  • Der Halter dieses Audis hatte sich für einen besondere Lackierung entschieden.

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  • Auch der Fahrer dieses Dodge Challenger hatte sein Fahrzeug mit einer Zweifachlackierung aufgehübscht.

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  • Im Vergleich dazu wirkte dieser Mercedes fast schon dezent.

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  • Polizeioberkommissar Dimitrios Bastounis (l.) und seine Kollegen waren am Carfriday auf der Waldau vor Ort und führten Kontrollen durch.

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  • Weitere Impressionen vom Carfriday auf der Waldau in Stuttgart.

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  • Weitere Impressionen vom Carfriday auf der Waldau in Stuttgart.

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  • Weitere Impressionen vom Carfriday auf der Waldau in Stuttgart.

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  • Weitere Impressionen vom Carfriday auf der Waldau in Stuttgart.

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  • Weitere Impressionen vom Carfriday auf der Waldau in Stuttgart.

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  • Weitere Impressionen vom Carfriday auf der Waldau in Stuttgart.

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  • Weitere Impressionen vom Carfriday auf der Waldau in Stuttgart.

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  • Weitere Impressionen vom Carfriday auf der Waldau in Stuttgart.

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  • Weitere Impressionen vom Carfriday auf der Waldau in Stuttgart.

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Am Karfreitag war es wieder so weit: Auf der Waldau in Stuttgart trafen sich zahlreiche Autoliebhaber, um ihre individuell gestalteten Fahrzeuge zu präsentieren und sich auszutauschen. Der „Carfriday“ zog erneut viele Interessierte an – von erfahrenen Schraubern bis hin zu neugierigen Besuchern. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur das Anschauen der Autos, sondern vor allem der direkte Austausch über Technik, Ideen und die Geschichten hinter den Fahrzeugen.

Die gezeigte Bandbreite machte schnell deutlich, wie vielfältig die Szene ist: Während einige auf dezente Veränderungen und eine saubere technische Abstimmung setzten, entschieden sich andere bewusst für auffällige Umbauten mit besonderen Lackierungen im Zweifarb-Design oder individuell gestalteten Details.

Ein besonders markantes Beispiel war ein sportlicher Audi R8 mit zahlreichen aerodynamischen Anbauteilen, darunter auffällige Lufteinlässe auf der Motorhaube, ein großer Heckflügel und verbreiterte Karosserieelemente. Die Kombination aus weißem Lack, dunklen Kontrasten und bronzefarbenen Felgen verleiht dem Wagen eine außergewöhnliche Optik.

Auch der Halter eines anderen Audi hatte sich für zwei verschiedene farbliche Akzente entschieden. Sein Fahrzeug ist in einem matten Grauton lackiert und mit türkisfarbenen grafischen Elementen versehen, die sich über die Front, die Seiten und die Schweller ziehen. Große Schriftzüge und Startnummern auf den Türen erinnern an Designs aus dem Motorsport. Auch andere Fahrzeughalter zeigten ihre Autos mit auffälligen Zweifarbenlackierungen. Ein Beispiel war ein Dodge Challenger, der in Blau und Rot gehalten ist.

Im Vergleich zu diesen auffälligen Fahrzeugen wirkte ein Mercedes-Benz mit tiefergelegter Karosserie und speziell ausgewählten Felgen dagegen fast schon zurückhaltend, da der Rest des Wagens weitgehend originalgetreu bleibt.

Car Friday in Stuttgart: Polizei kontrolliert Fahrzeuge

Wie in der Vergangenheit begleiteten auch diesmal wieder Polizeikontrollen das Treffen, um einen geordneten Ablauf sicherzustellen. Polizeioberkommissar Dimitrios Bastounis von der Verkehrspolizei Stuttgart ist seit über zehn Jahren bei einer Untergruppe der „Tuningkontrollgruppe“ tätig und arbeitet selbst bei der Motorradpolizei.

Er war mit seinen Kollegen vor Ort und erklärte, worauf sie bei den Fahrzeugen achten: „Prinzipiell prüfen wir technisch veränderte Fahrzeuge, also Tieferlegungen, Spoiler und Abgasanlagen. Dabei achten wir auf gesetzeskonforme Umbauten, die Einhaltung der Geräuschgrenzen und natürlich auf die Fahrer selbst, also ob Führerschein und Papiere in Ordnung sind.“

Bei extremen Verstößen werden Autos abgeschleppt. Bastounis führt aus: „Extremfälle sind Fahrzeuge, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Dann wird das Auto mit einem Abschleppdienst zu uns auf die Dienststelle gebracht und in der Folgewoche durch uns oder einen Gutachter begutachtet.“

Das sind die gängigsten Ausreden der Tuner

Die Beamten treffen immer wieder auf Ausreden: „Die gängigsten sind: ‚Hab ich so gekauft‘, ‚Der TÜV hat noch nie was gesagt‘ oder ‚Bei der letzten Kontrolle hat niemand etwas bemängelt‘. Auch ‚Ich habe keine Ahnung‘ hören wir oft – manchmal sogar von Kfz-Mechatronikern, die uns dann das Gegenteil weismachen wollen. Darüber schmunzeln wir meist.“

Warum Fahrer trotz bekannter Polizeipräsenz zu Tuning-Treffen kommen, bleibt für Bastounis unverständlich: „Wenn jemand weiß, dass ein Event wie dieses von uns überwacht wird und das Auto nicht korrekt getunt ist, würde ich persönlich nicht teilnehmen. Wer sein Auto ordentlich vorbereitet, wird kontrolliert, alles ist in Ordnung – und dann kann er das Treffen genießen.“

Wie angekündigt, trat auch an diesem Karfreitag das Kontrollprinzip in Kraft: Ein weißer Audi wurde während des Treffens von einem Abschleppdienst aufgeladen und abtransportiert. Für den Halter bedeutete dies, den Heimweg ohne Auto antreten zu müssen. Die genauen Gründe für diese Maßnahme wurden zunächst nicht bekannt.

In unserer Bildergalerie können Sie sich durch die Teilnehmerfahrzeuge klicken und sich einen Eindruck vom Treffen verschaffen.

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