Cannstatter Volksfest 2026
: So viel kostet die Maß Bier auf dem Wasen in diesem Jahr

Das Cannstatter Volksfest startet am 25. September – und die Bierpreise steigen erneut. Wir haben bei den Festwirten nachgefragt und verraten, wo es die günstigste Maß gibt.
Von
Torsten Ströbele
Stuttgart
Auftakt 86. Stuttgarter Frühlingsfest: 18.04.2026, Baden-Württemberg, Stuttgart: Eine Gruppe Männer stößt zum Auftakt des 86. Stuttgarter Frühlingsfests in einem Bierzelt mit ihren Bierkrügen an. Im Frühling startet die baden-württembergische Landeshauptstadt traditionell auf dem Cannstatter Wasen in die Festsaison. Foto: Christoph Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Acht Festzelte öffnen vom 25. September bis 11. Oktober ihre Türen. Das 179. Cannstatter Volksfest steht an.

Christoph Schmidt/dpa
  • Das Cannstatter Volksfest startet am 25. September – acht Festzelte öffnen bis 11. Oktober.
  • Bierpreise steigen erneut: Göckelesmaier verlangt 15,40 Euro, mittags 9,90 Euro.
  • Beim Benz kostet der Liter Stuttgarter Hofbräu 15,60 Euro, beim Frühlingsfest waren es 70 Cent weniger.
  • Unter 15 Euro bleiben Fürstenbergzelt und Wasenwirt: jeweils 14,80 Euro pro Maß.
  • Gründe laut Wirten: höhere Kosten für Rohstoffe, Personal, Energie und gestiegene Pachten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Krüge hoch! Ab dem 25. September ist wieder Wasen-Zeit. Das Cannstatter Volksfest beginnt. Und eine der drängendsten Fragen, die im Vorfeld beantwortet werden muss, ist: Wie teuer ist die Maß Bier in diesem Jahr?

Während die Spritpreise an den Tankstellen derzeit durch die Decke gehen, versuchen die Festzeltbetreiber „weiterhin ein faires Gesamtangebot und die gewohnte Qualität zu bieten“, wie es beispielsweise beim Göckelesmaier heißt. Dennoch steigt der Preis für die Maß Wulle in diesem Jahr auf 15,40 Euro. Beim diesjährigen Frühlingsfest kostete der Liter Bier beim Göckelesmaier noch 14,60 Euro. Günstiger wird es von Montag bis Freitag von 12 bis 15 Uhr. Da sinkt der Preis auf 9,90 Euro.

15,60 Euro beim Benz

Aber warum muss das Bier so teuer sein?  „Natürlich sind auch wir mit gestiegenen Kosten konfrontiert. Rohstoffe und Lebensmittel sind teurer geworden, hinzu kommen weitere gestiegene Betriebs- und Personalkosten sowie eine Pachterhöhung wie bereits zum Frühlingsfest“, heißt es auf Nachfrage unserer Zeitung beim Göckelesmaier. „Diese Entwicklungen haben Einfluss auf unsere Kalkulation.“

Und mit dieser Meinung steht man nicht alleine da. Ein Blick auf die aktuelle Getränkekarte beim Benz zeigt, dass es sogar noch teurer werden kann: Der Literkrug Stuttgarter Hofbräu kostet 15,60 Euro – 70 Cent mehr als beim Frühlingsfest.

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Es muss nicht über 15 Euro gehen

Dass es dennoch auch ohne Rabatte und Mittagsangebote den Liter Bier unter 15 Euro geben kann, zeigt das Fürstenbergzelt. Hier wird die Maß 14,80 Euro kosten – und damit „nur“ 20 Cent mehr als im vergangenen Jahr. Trotz gestiegener Kosten beim Biereinkauf, beim Personal und bei der Energie konnte die Preisanpassung damit moderat gehalten werden, heißt es. „Natürlich gehen die allgemeinen Kostensteigerungen auch an uns nicht vorbei. Umso mehr freut es uns, dass wir den Preis für die Maß weiterhin unter der 15-Euro-Marke halten können“, betont Festwirt Jochen Mörz.

Und auch beim Wasenwirt wird die 15-Euro-Hürde in diesem Jahr nicht gerissen. Die Maß Stuttgarter Hofbräu Volksfestbier liegt laut Getränkekarte auf der Internetseite bei 14,80 Euro.

Erklärungen für die Preise

Und die anderen? In Wilhelmer's Schwabenwelt steht der genaue Preis noch nicht fest, aber klar ist: Er wird leicht über 15 Euro liegen. „Die Kosten sind seit vier Jahren jedes Jahr explosionsartig gestiegen, Mindestlöhne treffen alle, Spritkosten, einfach jeden trifft es. Die Gewerke müssen mit Kostendruck kämpfen, wir ebenso massiv!“, heißt es bei der Schwabenwelt. „Die Platzgelderhöhung um 40 Prozent tut ihr Übriges. Die gesamte Logistik ist immer aufwendiger.“

ARCHIV - Eine Frau trägt am 28.09.2012 in einem Bierzelt auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart (Baden-Württemberg) zehn Bierkrüge in den Händen.  Foto: Marijan Murat/dpa (zu lsw Listicle 170. Cannstatter Volksfest vom 20.09.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Im Maßkrug-Preis ist in der Regel ein Bedienungsgeld inklusive.

dpa

In Wellers Klauss & Klauss Dinkelacker Festzelt stehen die endgültigen Preise ebenfalls noch nicht fest. „Die Familie Klauss hat diese Preise immer einen Tag nach der Pressekonferenz online gestellt – diese Tradition werden wir so übernehmen“, sagt Carsten Weller. „Der Bierpreis wird aber unter 16 Euro bleiben.“

Bei Sonja Merz bleibt die Preis-Anfrage unbeantwortet – wie auch bei der Almhütte Royal, wobei man in letzterem Zelt auch keine Maßkrüge bekommt. Dafür wartet traditionell die Halbe oder bei Tisch-Reservierung ein Zehn-Liter-Almfass zum Selberzapfen für 140 Euro.