Cannstatter Volksfest 2024
: Das Wasen-Bier ist so teuer wie nie

Auf dem bevorstehenden Cannstatter Volksfest müssen Besucher mit steigenden Preisen rechnen. Wie viel der Liter Bier dieses Jahr kostet und welche Gründe der Preisanstieg hat – eine Übersicht.
Von
Frank Rothfuß/Lenya Trautmann
Stuttgart
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Dem bekannten Ruf „Die Krüge hoch!“ folgte auch der Preis.

imago images/Lichtgut/Leif Piechowski

Bald heißt es wieder „O’zapft isch!“. Auf dem Cannstatter Volksfest wird vom 27. September bis zum 13. Oktober gesungen, getanzt und getrunken – hauptsächlich Bier.

Doch die Besucher der Festzelte müssen in diesem Jahr erneut tiefer in die Tasche greifen: Die Preise für die Maß Bier sind im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Schon 2023 war die Maß kaum noch unter 13 Euro zu bekommen, etwa 13,60 Euro im Fürstenberg-Festzelt und 13,40 Euro beim Wasenwirt.

Ein Euro mehr pro Maß

Auch 2024 steigen die Preise weiter an. Je nach Zelt kostet die Maß zwischen 14,10 und 14,70 Euro. In Wilhelmers Schwabenwelt liegt der Preis bei 14,40 Euro, im Fürstenberg-Zelt und beim Göckelesmaier bei 14,30 Euro.

Das Volksfest beginnt am 27. Januar.

/Imago/Arnulf Hettrich

Beim Wasenwirt zahlen die Gäste mit 14,10 Euro etwas weniger. Marcel Benz vom Hofbräu-Zelt verlangt 14,40 Euro für den Liter Bier. Im Dinkelacker-Festzelt gibt es die Maß für 14, 70 Euro. In der Almhütte Royal gibt es halbe Liter und sogar ein 10-Liter-Fass zum Selbstzapfen für 130 Euro – fünf Euro mehr als im Vorjahr.

Viele Faktoren lassen den Preis steigen

Die steigenden Bierpreise auf dem Cannstatter Volksfest lassen sich vor allem auf höhere Lohnkosten und gestiegene Auflagen zurückführen. Wie die Wirte Marcel Benz vom Grandls Hofbräu-Zelt und Karl Maier vom Göckelesmaier betonen, haben sich die Tariflöhne in allen Bereichen deutlich erhöht – vom Service bis zur Security. „Ein Volksfest gibt es noch nicht, ohne dass viele Menschen arbeiten“,merkt Maier an, „und da sind die Tariflöhne in allen Bereichen durchgängig gestiegen.“

Auch der Aufbau der Festzelte verursacht zunehmend höhere Kosten: Karl Maier zahlt allein 750.000 Euro an Fremdkosten, da die Handwerkerlöhne ebenfalls gestiegen sind. Zudem belastet die Rückkehr zur vollen Mehrwertsteuer von 19 Prozent die Veranstalter. Diese Kombination aus steigenden Lohn-, Bau- und Steuerkosten treibt die Bierpreise in die Höhe.

Über 15 Euro für die Maß in München

Beim Oktoberfest in München laufen die Dinge anders. Da ist das städtische Referat für Arbeit und Wirtschaft für die Wiesn verantwortlich und gibt die Bierpreise auf einen Schlag bekannt. Für die Maß Bier müssen die Gäste in München zwischen 13,60 Euro und 15,30 Euro zahlen.

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