Beliebtestes Fastfood
: So hoch ist die Döner-Dichte in Stuttgart

Nur ein Bundesland hat noch mehr Dönerläden als Baden-Württemberg. Und wo ist die Dönerhochburg im Land? Und auf welchem Platz landet Stuttgart?
Von
Michael Bosch
Stuttgart
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ARCHIV - 31.07.2024, Berlin: Der 49-Jährige wollte sich von dem Geld vermutlich einen Döner kaufen. (Symbolbild) (zu dpa: «Handy für Döner verkauft - Mann täuscht Diebstahl vor») Foto: Jens Kalaene/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mit Salat, oder ohne: Bei der Zubereitung eines Döners gibt es unterschiedliche Präferenzen. Gegessen wird er in Deutschland aber nach wie vor sehr gerne.

dpa
  • Listflix zeigt: Stuttgart hat 8,98 Dönerläden je 100.000 Einwohner und liegt auf Platz 14.
  • In Stuttgart gibt es 55 Läden, im Südwesten führen Mannheim (Platz 2) und Karlsruhe.
  • Baden-Württemberg hat 986 Dönerläden und liegt hinter Nordrhein-Westfalen mit 1309.
  • Duisburg ist Hochburg mit 13,34 Läden je 100.000 Einwohner – Hamburg, SH und Saarland vorn.
  • Preise steigen: bundesweit 7,11 Euro im Schnitt, in Stuttgart 8,61; Nachfrage blieb hoch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Döner ist seit Jahren das beliebteste Fastfood der Deutschen. Daran hat sich auch 2026 nichts geändert. Entsprechend hart ist die Konkurrenz der Buden in deutschen Innenstädten. Teilweise entsteht der Eindruck, dass sich das kulinarische Angebot fast ausschließlich auf den Drehspieß begrenzt. Was bisweilen auch Kritik nach sich zieht.

Eine aktuelle Auswertung der Adressdatenbank Listflix zeigt, in welchen deutschen Städten die Döner-Dichte besonders hoch ist. Stuttgart rangiert mit 8,98 Dönerläden pro 100.000 Einwohnern auf dem 14. Platz. Insgesamt gibt es demnach in der Landeshauptstadt 55 Imbissbuden, die das Fleisch-Sandwich – und meist auch vegetarische Alternativen – anbieten. Im Südwesten ist Stuttgart damit nur die Nummer drei. Karlsruhe (9,38 Dönerbuden pro 100.000 Einwohner) steht noch weiter oben (Platz 8), Mannheim, mit 13,21 Dönerbuden pro 100.000 Einwohner, belegt bundesweit sogar den zweiten Platz.

BW: Bundesland mit den zweitmeisten Dönerläden

Mit Freiburg taucht eine vierte Stadt in den Top-30 auf, im Breisgau ist die Döner-Dichte (6,74) allerdings deutlich geringer. Berücksichtigt wurden alle deutschen Städte mit mindestens 200.000 Einwohnern. Ausgewiesen wurden am Ende nur die 30 Städte mit dem höchsten Wert. Heilbronn, in der die Anzahl der Dönerläden ein Politikum war und auch eine Döner-Obergrenze diskutiert wurde, taucht deshalb beispielsweise nicht auf.

Ein Döner in einem Berliner Imbiss. (zu dpa: «Trotz hoher Preise: Döner bleibt bei Kunden gefragt»)

Trotz hoher Preise ist der Hunger auf Döner in Deutschland weiterhin groß. In Stuttgart kostete das Gericht im vergangenen Jahr durchschnittlich mehr als 8,50 Euro.

Jens Kalaene/dpa

Egal, wie viele Dönerläden es in einer Stadt gibt, eine Sache ist deutschlandweit ähnlich: Fans des Drehspießes sind offenbar bereit, auch höhere Preise für den Kebab zu bezahlen. Die Zeiten, in denen er für drei, vier oder fünf Euro zu haben war, sind längst passé. Für einen Döner mit Fleisch waren im vergangenen Jahr im bundesweiten Schnitt 7,11 Euro fällig – 47 Prozent mehr als vier Jahre zuvor, als es noch 4,85 Euro waren. In Stuttgart lag der durchschnittliche Preis im vergangenen Jahr sogar noch etwas darüber, bei 8,61 Euro.

Mahlzeit

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Dass Döner demnächst die 10-Euro-Grenze erreichen könnte und diese mittelfristig sogar überschreiten werde, hatte Erdogan Koc, der Sprecher des Verbands der Dönerproduzenten im baden-württembergischen Remchingen, bereits im vergangenen Jahr prognostiziert.

Trotz des Preisanstiegs nahm die Zahl der Bestellungen zwischen 2021 und 2025 laut der Yougov-Erhebung um 15 Prozent zu. Laut einer Umfrage des Instituts vom Mai 2025 isst gut jeder Dritte in Deutschland mindestens einmal im Monat Döner (35 Prozent), knapp die Hälfte seltener (48 Prozent).

Baden-Württemberg ist im Übrigen nach den Zahlen von Listflix das Bundesland mit den zweitmeisten Dönerläden. Die 986 Läden im Südwesten werden nur von Nordrhein-Westfalen (1309) übertroffen. Dort liegt auch die deutsche Dönerhochburg: in Duisburg kommen 13,34 Läden auf 100.000 Einwohner. Die meisten Dönerläden gibt es – wenig überraschend – in Berlin (219). allerdings verteilen die sich auch auf mehr 3,6 Millionen Einwohner, weshalb die Döner-Dichte in der Hauptstadt (5,94) nicht ganz so hoch ist.

Auf Baden-Württemberg bezogen sind es 8,77 Dönerläden, was – hinter Hamburg (9,02), Schleswig-Holstein (9,60) und dem Saarland (9,98) – Platz vier bedeutet. Insgesamt gibt es bundesweit demnach mehr als 6100 Imbissbuden, in denen es die gefüllten Fladen gibt.

Döner-Sterben in Stuttgart?

Wie groß die Döner-Dichte ist, hängt auch maßgeblich davon ab, welche Quelle genutzt wird. Laut dem Portal Statista lag die Döner-Dichte in Stuttgart vor rund vier Jahren noch deutlich höher. Damals waren es etwa elf Dönerläden pro 100.000 Einwohner, was bundesweit Platz sieben bedeutete. Die Auswertung basierte auf Daten des Lieferportals Lieferando. Sie bezogen sich also auf Speisekarten von Lokalen, die Kebab im Angebot haben. Listex wiederum bezieht sich in seiner Erhebung auf Firmen, die im Handelsregister eingetragen sind oder ihre „Angebote bzw. Produkte als eigenständige Firma anbieten“. Ein Dönersterben in Stuttgart lässt sich also daraus also nicht ableiten. Zumal es zuletzt auch etliche Neueröffnungen gab.