Aufbau der Fruchtsäule
: Wahrzeichen des Cannstatter Volksfests ist aufgebaut

Das Wahrzeichen des Cannstatter Volksfests steht wieder. Ein Schwerlastkran hat die zwölf Tonnen schwere Säule samt Korb auf dem Touristentreff am Wasen in Stuttgart installiert.
Von
Iris Frey
Stuttgart
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Die Fruchtsäule steht wieder – das Wahrzeichen für das Cannstatter Volksfest

LICHTGUT/Max Kovalenko

Sonniges Wetter, Wolken und Windstille. Für das Aufstellen der Fruchtsäule auf dem Cannstatter Wasen herrschten am Montag optimale Bedingungen. Da waren sich die Vertreter der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart und Stefan Kinzler von der Schaustellerfamilie Kinzler, der sich mit Kranführer Uwe Wolf um den technischen Teil des Aufbaus kümmerte, einig.

Mit 100-Tonnen-Kran Säule aufgestellt

Und während Stefanie Meier von der Firma Eventfloristik Meier aus Plochingen noch gespannt die riesige blaue Säule beäugte und ihren Kunstblumenschmuck, den sie daran angebracht hatte, steuerte der erfahrene Kranführer Wolf den 100-Tonnen-Kran. Nach Anweisungen von Kinzler setzte er die zehn Tonnen schwere Säule auf das Info-Häuschen, an der sie schließlich festgeschraubt wurde.

Darauf wurde schließlich noch der etwa zwei Tonnen schwere Frucht- und Gemüsekorb gesetzt, der Spitzkohl, Äpfel und viele Sonnenblumen sowie die vier Stuttgarter Rössle beinhaltet. Alles klappte zügig und ohne größere Probleme. Für Wolf war es ein „ganz normale Arbeit“. Anders bei Kinzler: „Ich bin aufgeregt, weil es unser Wahrzeichen ist. Es ist ein stiller Start des Volksfests.“ Für ihn waren mit der Aktion viele Emotionen verbunden.

Rechtzeitig vor dem Feststart am 27. September

Die Fruchtsäule gab es laut Volksfestverein schon 1818 beim ersten „Landwirtschaftlichen Fest zu Kannstatt“, wie Wulf Wager vom Volksfestverein weiß. Sie war der Mittelpunkt aller Festlichkeiten und ist dies bis heute. 1818 diente die von König Wilhelm I. gestiftete und vom damaligen württembergischen Hofbaumeister Nikolaus Friedrich von Thouret entworfene und erbaute Säule in den Anfangsjahren als Podium für die Kapellen oder als Start- und Zielbereich bei den Pferderennen. Nach dem Ersten Weltkrieg war sie als „monarchistisches“ Überbleibsel vom Cannstatter Wasen verbannt. Seit 1935, dem 100. Jahrestag steht das traditionsreiche Symbol wieder dort. Im Jahr 2000 wurde sie komplett renoviert.

Und nicht nur an der Fruchtsäule wurde gearbeitet. An vielen Stellen auf dem Wasen geht es mit Blick auf das Volksfest voran. Derzeit werden auch die Zelte aufgebaut. Die Gerüste dafür stehen schon. Und unübersehbar jetzt auch die 26 Meter hohe und 3,5 Tonnen schwere Säule, die ein Treffpunkt auf dem Wasen ist, und immer nur zum Volksfest aufgebaut wird. In der übrigen Zeit steht auf dem Infozentrum die Cannstatter Kanne, die auch beim Frühlingsfest dort zu finden ist. Das 177. Cannstatter Volksfest beginnt dieses Jahr am 27. September.

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