STN+STN+Architektur-Spaziergang in Stuttgart
: Die pittoreske Villen-Kolonie auf der Uhlandshöhe

Architektur to go: In unserer Ausflugsserie spazieren wir an architektonisch herausragenden Gebäuden vorbei. Die Route führt zu versteckt gelegenen Landhäusern und einer Burgenvilla im Osten von Stuttgart bis zum berühmten Eugensplatz.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
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  • Wohnen im Grünen mitten in Stuttgart: die unter Denkmalschutz stehende Villenkolonie Am Hohengeren.

    Max Kovalenko
  • Direkt an der Stadtbahn-Haltestelle Heidehofstraße gelegen – das von August Knoblauch entworfene Haus Sonnenbühl . . .

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • . . . ist kurz nach der vorletzten Jahrhundertwende entstanden. Ansicht von der unteren Straßenseite. Ein formenverliebter Stilmix aus Historismus . . .

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • . . . mit Fachwerk, dekorativen, schon dem Jugendstil verpflichteten floralen Verzierungen . . .

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • . . . und Türmchen.

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  • Weiter geht es von der Wagenburgstraße in die Stichstraße Am Hohengeren. Die Straße wurde eigens für den Bau der Villen angelegt, die der Architekt Rudolf Schweitzer entworfen hatte.

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  • Die Gebäude Nummer eins bis zwölf entstanden zwischen 1907 und 1912. Dies hier ist die Nummer 1. Das Gebäude gefällt offenbar auch Architekten heute, zumindest hat ein Architekturbüro dort seine Adresse.

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • Am Hohengeren 3 – heute ein Tagsüberdaheim für Kinder und ein Architekturbüro.

    Golombek
  • Steht auch unter Denkmalschutz – Wohnhaus Am Hohengeren 6 mit Aussicht auf die Stadt.

    Golombek
  • Nicht alle Gebäude sind noch erhalten. Doch dieses mit der Nummer 7 ist liebevoll saniert, Schweitzer hatte es ursprünglich für eine Bauherrin namens Leonie Brauer entworfen.

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • Auch das Haus Nummer 9 steht unter Denkmalschutz. Das kann man manchmal sogar von innen besichtigen, denn es wird als Ausstellungsort genutzt.

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • Haus Nummer 12. Hier hat der Beamtenbund des Landes seinen Sitz. Die Parkplätze gab es so 1912 natürlich nicht, auf der Zeichnung ist noch eine von Pferden gezogene Kutsche zu sehen.

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • Seitliche Ansicht des Hauses Nummer 12. Über dem Eingang sind noch die Initialen des ersten Bauherren Adolf von Magirus zu erkennen.

    Golombek
  • Wieder zurück auf der Wagenburgstraße Richtung steht dieses imposante Gebäude. Vielleicht hatte der Bauherr dieser Villa auch noch eine Kutsche – er war allerdings auch einer der ersten Männer in Stuttgart, die mit einem Automobil durch die Stadt fuhren: Wilhelm Hauff. Die Architekten Karl Hengerer und Richard Katz durften in die Vollen gehen, mit . . .

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • . . . mehreckigen Erkern, Fachwerk und . . .

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • . . . Türmen (samt von der Innenstadt aus sichtbarer Wetterfahne), die an mittelalterliche Burgen erinnern sollten, sowie . . .

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • . . . aufwändige von Steinmetzkünstlern gefertigte Figuren.

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • Das 1903 bis 1904 erbaute Haus ist von allen Seiten spektakulär. Hauff war nicht nur reich, sondern auch sozial engagiert, „er richtete als einer der ersten in Deutschland Werkskantinen ein, vergab Stipendien und stiftete eine komplette Laboreinrichtung der TH Stuttgart“, hat Christine Breig für ihr Buch „Der Villen- und Landhausbau in Stuttgart“recherchiert. Durch den prachtvollen . . .

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • . . . Eingang spazierten sicher schon auch Gottlieb Daimler und Robert Bosch, mit ihnen war der 1935 gestorbene Hauff bekannt und befreundet. Aber auch die Nationalsozialisten, die das Gebäude später zeitweise besetzt hatten, gingen ein und aus. Heute ist das Werkstatthaus im Haus untergebracht.

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • Von der Villa Hauff aus konnte man einige Jahre nachdem sie erbaut war, dann die Bauarbeiten zu diesem repräsentativen Mehrfamilienhaus beobachten. Das Gebäude steht in der Kurve der Haußmannstraße 22 und . . .

    Max Kovalenko/Lichtgut
  • . . . ist nicht so verspielt wie die Villa Hauff, und ist eher der Neo-Renaissance verpflichtet, doch auch noch sehr trutzig. Es entstand 1907 und wurde entworfen von Clemens Hummel und Ernst Förstner.

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  • Die letzte Station führt bis zum Eugensplatz mit seiner herrlichen Aussicht auf die Stadt und . . .

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  • . . . von da die Stufen hinunter . . .

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  • . . . zum Galatea-Brunnen. Bei der Einweihung des Brunnens 1890 gab es zahlreiche Beschwerden. Die Nymphe war den Stuttgartern zu leicht bekleidet. Es heißt, . . .

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  • . . . dass Königin Olga damit drohte, die Statue umdrehen zu lassen, damit sie ihr nacktes Hinterteil auf die Stadt richtet. Der Architekt Otto Rieth hatte auch andernorts entworfen – und Paul Wallot 1883-1896 beim Bau des Berliner Reichstagsgebäudes assistiert.

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  • Vom Brunnen aus kann man entweder wieder hinauf zur Stadtbahn, oder man spaziert die Eugenstaffel hinunter und zur Urbanstraße 56, wo der Villa-Hauff-Architekt Hengerer 1893 schon ein Haus für Wilhelm Hauff geplant hatte.

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