STN+STN+Architektur-Spaziergang in Stuttgart
: 9 der lauschigsten Arbeitervillen und Bürgerhäuser im Stuttgarter Osten

Architektur to go: Die Ausflugsserie zu architektonisch herausragenden Gebäuden in der Stadt führt zu einer Villen-Siedlung fürs Volk, die ein jüdischer Stuttgarter Bürger bauen ließ, zu Brauerei-Landhäusern und einem nackten Jüngling.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
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  • Backsteinschönheit in der Urachstraße in Stuttgart, entstanden kurz vor der Jahrhundertwende.

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  • Hinter Bäumen und Mauern – die von Robert Beckmann geplante Villa in der Werfmershalde . . .

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  • . . . verfügt am Ende des Gartens über ein Gartenhäuschen mit etwas verwitterten Fensterläden.

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  • Vom Urachplatz geht es die Haußmannstraße hinunter zu diesem repräsentativen Fabrikbau mit der Straßennummer 103.

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  • Nächste Station ist die Schwarenbergstraße. Da befindet sich die Eduard-Pfeiffer-Stiftung und der Verein, der die meisten Häuser der Kolonie Ostheim vermietet.

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  • Von der Schwarenbergstraße geht es direkt in die Neuffenstraße in die Siedlung hinunter.

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  • Die Häuser in der Ostheimsiedlung . . .

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  • . . . sind alle unterschiedlich gestaltet. Die Häuser sind noch in Besitz des von Mäzen und Sozialreformer Eduard-Pfeiffer gegründeten Vereins, Antriebsfeder für Pfeiffer, so ist es auf der Homepage des Vereins zu lesen, war dafür zu sorgen,. . .

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  • . . . „dass die bürgerliche Gesellschaft, die er ja repräsentierte, durch soziale Verwerfungen und revolutionäre Entwicklungen nicht in Schieflage geriet. Diese Intention wurde mit Ostheim in Form gegossen“ – wie hier in der Neuffenstraße zu sehen.

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  • Blick in die Neuffenstraße, die bis auf den Eduard-Pfeiffer-Platz führt. Der Platz soll umgestaltet werden, das gefällt nicht allen Bewohnern in der Siedlung, wie. . .

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  • . . . am Protestschild „Nein zur Umgestaltung“ abzulesen ist.

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  • Am Julie-Ffeiffer-Platz, wo Neuffen- und Rechbergstraße kreuzen, sind imposante Eckhäuser . . .

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  • . . . zu finden. Am diesem Haus geht es weiter durch die Rechbergstraße mit weiteren Siedlungshäuschen und . . .

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  • . . . zurück zur Haußmannstraße 160, einem Jugendstilbau namens Josefsheim . . .

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  • . . . mit Saalanbau – beides steht unter Denkmalschutz. Das Ensemble entstand fast zeitgleich mit der Ostheimsiedlung.

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  • Architekten waren die Brüder Emil und Paul Kärn, die viel Wert auf Details und organische Formen legten, etwa bei den Fenstern . . .

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  • . . . und man beachte die Steinmetzkunst im Jugendstil: eine für Weisheit stehende Eule in der Fassade im Josefsheim, das auch . . .

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  • . . . einen blühenden Vorgarten aufweist und eine Kindertagesstätte beherbergt. Als die franziskanischen Schwestern von Sießen im Jahre 1925 in den Stuttgarter Osten gerufen wurden, sollten sie die Familien vor Ort bei der Kinderbetreuung unterstützen. Der erste Schritt war die Eröffnung eines Kindergartens. Aus der Notwendigkeit heraus folgten schnell das Tagheim, der Hort und das Säuglingsheim. Zusätzlich gab es auch Angebote für Frauen wie etwa Nähkurse.

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  • Wer mag, geht die Haußmannstraße hinunter bis zum Ostendplatz ´ wo es Bäckereien, einen Bioladen, Restaurants und Schnellimbisse gibt – und einen von Kiosk namens Kiost – und daneben ein Weltladen.

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  • Oder man biegt gleich von der Haußmannstraße in die Teckstraße und . . .

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  • . . . erreicht so den Eduard-Pfeiffer-Platz, rechts unterm Baum findet sich der Jünglingsbrunnen.

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  • Der Jünglingsbrunnen mit Sitzbank wurde 1913 zum Zehn-Jahr-Jubiläum der Siedlung aufgestellt.

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  • Ebenfalls 1913 aufgestellt wurde ein Stein samt Sitzbank mit Inschrift, die über die Gründung. . .

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  • . . . der Kolonie Ostheim – 383 Häuser mit 1267 Wohnungen – informiert.

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  • Am Eduard-Pfeiffer-Platz gelegen ist eine der besten Eisdielen Stuttgarts, die Schleckerei.

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  • Vom Eduard-Pfeiffer-Platz geht es zurück in Richtung Lukasplatz mit gleichnamiger Kirche.

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  • Gleich daneben findet sich die Grund- und Werkrealschule Ostheim in der Landhausstraße, es war die Schule für die Kinder der Arbeitersiedlung - jüngst von INEXarchitektur aus Mühlacker saniert, seit 2018 erstrahlt die denkmalgeschützte Schule wieder im restaurierten Glanz. Albert Pantle ist der Architekt des Gebäudes. Von ihm stammen auch die Schickardt-, Linden- und Altenburgschule sowie das Verwaltungsgebäude des Schlachthofes, das heute als Schweinemuseum mit Wirtshaus betrieben wird.

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  • Direkt gegenüber: Landhausstraße 112/114 – ein denkmalgeschütztes Doppelhaus mit Erker im neogotischen Stil, geplant von Eugen Klaiber.

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  • Von der Landhausstraße (ganz unten die Schule) geht es zurück und hinauf in die Urachstraße, Adolf Eckert hat die Reihe von Miets-Wohnhäusern im historistischen Stil gebaut.

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  • Letztes Haus auf der Station ist das von Grün umwachsene Backsteinhaus in der Urachstraße 1.

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