STN+STN+Alltag eines buddhistischen Mönchs im Stuttgarter Westen
: Buddha im Hochparterre

Der buddhistische Mönch Phra Worawut lebt von Almosen. Sein Tempel, eine Vier-Zimmer-Wohnung im Hochparterre, ist Anlaufstelle für viele thailändische Frauen. Hier finden sie ein Stück Heimat.
Von
Akiko Lachenmann
Stuttgart
  • An Feiertagen biegt sich der Esstisch vor lauter köstlichen Gerichten. Dann speist der buddhistische Mönch Phra Worawut Komutphong wie ein König.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Der buddhistische Mönch Phra Worawut lebt von Almosen. Heute am Feiertag Paravana sind die Mitglieder des Tempels besonders großzügig. Unter den Almosen: ein Serrano-Schinken aus Spanien.

    Lachenmann
  • Die Almosen werden traditionell beim Almosengang überreicht: Die thailändischen Frauen haben sich an einer Häuserwand vor dem Eingang des Tempels aufgereiht, um den Mönchen – in Wollsocken, wegen der Kälte – ihre Gaben zu überreichen.

    Lachenmann
  • Unter den Almosen sind Dinge des täglichen Gebrauchs, darunter Seife, Blumen, Taschentücher. Das ist allerdings nur ein Bruchteil dessen, was die Mönche an diesem Tag geschenkt bekommen . . .

    Lachenmann
  • Die besitzlosen Ordinierten speisen heute wie Könige. Beim Verzehr der Mahlzeit darf allerdings laut den Regeln keiner zusehen.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Alles schaffen die beiden nicht. Es bleibt genug übrig für die Mitglieder des Tempels. Die Frauen finden sich zum Essen im Gebetsraum ein.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Auch Geldscheine werden gespendet. Davon wird die Miete der Vier-Zimmer-Wohnung bestritten.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Phra Worawut macht manchmal die Verehrung verlegen. Auch er sei fehlbar, sagt er. Wie gut, dass im Buddhismus Sünden unbekannt sind. Zwar gibt es Gebote. Aber die Religion überlässt es jedem einzelnen, danach so gut wie möglich zu leben.

    Lichtgut/Max Kovalenko
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