600 Vips bei der Wasenpirsch
: Giulia Siegel schwärmt vom Wasen: „Ihr seid die besseren Genießer“

„Größer ist nicht besser“, findet Giulia Siegel. Bei der Wasenpirsch macht die Münchner Jetset-Lady klar: Das Volksfest schlägt die Wiesn – und das in mehr als nur einer Disziplin.
Von
Uwe Bogen
Stuttgart
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  • DJane und Reality-Star Guilia Siegel mit dem Sänger Almklausi bei der Wasenpirsch in der Schwabenwelt.

    Uwe Bogen
  • Andreas Stütz (Zweiter von links) und Frederic C. Reinicke (Dritter von rechts) veranstalten die Wassenpirsch mit Michael Wilhelmer.

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  • Festwirt Michael Wilhelmer

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  • Nelly Sigmann (rechts), die Mrs. Baden-Württemberg

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  • PR-Mann Andreas Stütz (Mitte) mit Wasenpirsch-Ladys

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  • Auf dem Wasen sitzt man auch gern erhöht.

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  • Die Partyspielagenen (außen= mit ihren Friends

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  • Immobilienhändler Rainer Reddehase (Mitte) mit seinen Gästen.

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  • Weitere Impressionen von der Wasenpirsch

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Guilia Siegel lässt Bilder sprechen. Bei der 13. Wasenpirsch auf der Empore des Schwabenbräu-Zelts packt die DJane, die auch als Model, Reality-Star im Dschungel und als Tochter von Komponist Ralph Siegel bekannt ist, ihr Handy aus, um die Stuttgarter zu loben. In ihrer Fotogalerie sucht sie das Münchner Vesperbrett vom Almauftrieb. Rasch gefunden! Und siehe da – kein Vergleich zu dem, was in Cannstatt serviert wird.

„Nur drei Sorten Käse, Wurst, Radieschen – das war’s auf der Wiesn“, sagt die Münchnerin mit Blick auf das Handyfoto. In Stuttgart dagegen: Fantasievolle Vielfalt und liebevolle Präsentation. „Ihr seid die besseren Genießer“, lautet ihr Urteil. Sie muss es wissen – schließlich ist sie mit Koch Ludwig Heer aus Geislingen an der Steige liiert, der am Herd oft im Fernsehen zu sehen ist.

Kommt es auf die Größe an?

Auch sonst hat das Cannstatter Volksfest für Siegel Vorteile: Es sei familiärer, es gebe weniger Touristen und weniger enthemmte Saufopfer, die auf der Wiesn nervten. Kommt es also auf die Größe an? Für Giulia Siegel schon – die kleine Version sei sympathischer und schöner.

Vorbild für die Wasenpirsch in der Schwabenwelt von Michael Wilhelmer ist der Almauftrieb im Käfer-Zelt. In München versammeln sich seit über 25 Jahren heimische und zugereiste VIPs beim berühmten Ball der Herzen. In Stuttgart ist die Promidichte naturgemäß geringer – und damit auch die der Wichtigtuer, was nur Leute mit ausgeprägtem Minderwertigkeitsgefühl bedauern.

An Macht, Geld und wirtschaftlichem Einfluss fehlt es in Stuttgart nicht, aber die Überspanntheiten, Aufgeregtheiten und Protzereien, wie sie aus der Schickeria-Hauptzentrale München vermeldet werden, sind in hiesigen Breiten nicht so stark verbreitet. Man feiert bei uns also entspannter, aber nicht weniger fröhlich.

Auf dem roten Teppich vor der Fotowand wird’s eng.

Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart

Festwirt Wilhelmer hat das Format des Münchner Almauftriebs mit seinen Mitveranstaltern, dem Unternehmer Frederic C. Reinicke und dem PR-Mann Andreas Stütz, schwäbisch neu interpretiert – die heimische Wirtschaftsmacht ist reichlich vertreten. „Man kann hier netzwerken wie auf dem Landespresseball“, sagt Reinicke. Knapp 600 Gäste aus Wirtschaft, Show, Sport und Medien gehen am Sonntagabend auf die Pirsch mit. Der Eintritt: 176 Euro. Der Zweck: Genießen, netzwerken, Spaß haben – und Gutes tun. Über eine Tombola werden Spenden für das Stuttgarter Kinderhospiz gesammelt.

Ex-Boxweltmeister Sven Ottke kehrt zurück ins gesellschaftliche Leben

Auch Sportgrößen wie der frühere Boxweltmeister Sven Ottke lassen sich blicken. Für ihn ist es sogar die Wasen-Premiere. „Ziemlich laut“, formuliert er seinen ersten Eindruck, den er laut äußern muss, damit man ihn versteht. Eingeladen hat ihn Fechtlegende Alexander Pusch.

Ottke kommt mit Krücken: Im Juli war er auf Mallorca von einem Auto erfasst worden, als er mit dem Rad unterwegs war. Nach Schienbeinbruch und Operation geht es nun langsam wieder bergauf – und offenbar auch zurück ins gesellschaftliche Leben.

Wer alles dabei ist

Außerdem gesehen: Porsche-Vorstandsmitglied Albrecht Reimold, MHP-Mitgründer Ralf Hofmann, Porsche-IR-Chef Björn Scheib, Magier Thorsten Strotmann, DJ Robin, die Schwabengarten-Betreiber Nico Tratz und David Blanco, die Schauspielerin Monika Hirschle, der Schauspieler Alessio Hirschkorn von den Fallers, der Stuttgarter Audi-Statthalter Gunnar Severin, das frühere Daimler- und VW-Vorstandsmitglied Andreas Rentschler, Moderator Jens Zimmermann, die Ginstr-Chefs Alexander Franke und Markus Escher, der Koelble & Brunotte-Geschäftsführer Marco Mangold, Hofbräu-Chef Jörg Koschinski und viele andere.

Beziehungsstatus: auf der Pirsch

Etliche Gäste sind dabei, deren Beziehungsstatus lautet: Auf der Pirsch. Die Singles schauen noch genauer auf Dirndl und Lederhose.

Gestopft voll ist’s oben auf der Empore, unten gibt’s noch Lücken. Der Sonntag zählt für die Wirte zu den schweren Tagen, an denen sie sich mit Events und Sonderveranstaltungen was einfallen lassen. Was auffällt: Kaum einer raucht oben, obwohl man es darf – auch etwas, was anders ist als in München.

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