52. Höfleswetzturnier
: VfB-Stars nehmen sich für Nachwuchskicker viel Zeit

Bei dem traditionellen Eintagesturnier des Württembergischen Fußballverbandes waren 92 Mannschaften am Start. Finn Jeltsch war der Stargast. Der Tag im Überblick.
Von
Torsten Ströbele und Dominik Grill
Stuttgart
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  • Finn Jeltsch steht für Selfies und Autogrammwünsche zur Verfügung. Er nimmt sich Zeit, ehe der Fokus wieder dem VfB und dem Europa League Auftritt gilt.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Rund 1000 Teilnehmer und 92 Mannschaften waren beim Höfleswetz dabei.

    Ronny Zimmermann
  • Die Kinder waren hoch motiviert.

    LICHTGUT/Max Kovalenko
  • Insgesamt wurden 280 Partien gespielt.

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  • Auch 14 Mädchenmannschaften waren dabei.

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  • Den Ball immer im Blick.

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  • Tore, Tore, Tore

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  • Das Rahmenprogramm hatte es in sich.

    Ronny Zimmermann
  • VfB-Maskottchen Fritzle war umringt.

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  • Warten auf die VfBler

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  • Die Freude über Fritzle war groß.

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  • Das Maskottchen hatte alle Hände voll zu tun.

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  • VfB-Youngster Mirza Ćatović, VfB-Junioren-Nationalspielerin Leonie Schetter, Moderator Jens Zimmermann und VfB-Innenverteidiger Finn Jeltsch (von links)

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  • Da sollen die Unterschriften drauf.

    LICHTGUT/Max Kovalenko
  • Ohne Schiedsrichter geht es auch beim Höfleswetz nicht.

    Ronny Zimmermann
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Pünktlich, kurz vor 17 Uhr, ist das 52. Höfleswetzturnier beendet. Das größte Eintages-Fußballturnier für Kleinfeld-Mannschaften in Deutschland hat viele Kinderherzen höher schlagen lassen. Rund 1000 Kickerinnen und Kicker sind der Einladung des Württembergischen Fußballverbandes gefolgt, um in drei Kategorien um den Turniersieg zu spielen. „Alle 92 Mannschaften sind da, die sich angemeldet haben, das ist mega“, zeigt sich Matthias Rudolf, WFV-Hauptorganisator der Veranstaltung, zu Beginn des Turniers zufrieden. „Bisher ist es trocken, trotz der schlechten Wettervorhersage.“ Und sowieso das Wichtigste: „Ich freue mich über all die leuchtenden Kinderaugen und den Spaß am Fußball.“

VfB-Profis sind am Start

Der Spaß stand vor allem auch beim FC Sakura im Vordergrund. In fünf Spielen haben die Kickerinnen und Kicker der Lautereck Realschule Sulzbach 51 Treffer kassiert, ohne ein eigenes Tor zu erzielen. „Ein paar Tränen sind schon geflossen“, sagt Betreuer und Lehrer Tim Knödler, „aber sie haben sich immer wieder aufgerappelt“. Niemand habe gestritten oder gemotzt. Der Respekt gegenüber den Mitspielern und Gegnern sei immer da gewesen, bestätigt auch Lehrerin und Betreuerin Rebecca Linsmaier. Das hat auch Spielerin Lia so empfunden. Ihre Leidenschaft ist das Tanzen, „aber ich wollte die Chance nutzen, um etwas mit der Klasse für die Gemeinschaft zu tun. Und es hat richtig Spaß gemacht“. Auch, weil das Rahmenprogramm über die eine oder andere Niederlage hinweggetröstet hat.

Neben einem Parcours der VfB-Fußballschule mit Stationen wie Fußball-Darts und ein Speed-Check zur Messung der Schussgeschwindigkeit, kamen auch noch einige Prominente an die Mercedesstraße. Die VfB-Profis Finn Jeltsch, Mirza Ćatović und Leonie Schetter schauten zur Autogrammstunde und für ein kurzes Interview vorbei. Das VfB-Maskottchen Fritzle durfte natürlich auch nicht fehlen. Der Andrang war riesig.

Aber am Ende hatte auch Lia vom FC Sakura eine Unterschrift der VfB-Akteure ergattert und war überglücklich. Zudem sorgten das vorbildliche Verhalten aller Teammitglieder auf und neben dem Platz dafür, dass die Mannschaft doch noch einen Titel eingefahren hat. Sie wurde zur „fairsten Mannschaft“ des Höfleswetzes ausgezeichnet. Den Preis verleiht traditionell unsere Zeitung.

Der FC Sakura: Jan, Hannah, Dominik, Lia, Cedric, Lehrer Tim Knödler (stehend, von links) und Torhüter Luka (liegend)

Foto: LICHTGUT/Max Kovalenko

Wie die ersten drei Mannschaften aus den drei Höfleswetz-Kategorien werden nun auch die Spielerinnen und Spieler der Lautereck Realschule Sulzbach zur Heimpartie des VfB Stuttgart gegen den FC Augsburg in die MHP Arena eingeladen – Anpfiff 17.30 Uhr am Sonntag, 9. November. Zudem steht am 11. Dezember ein Empfang im Neuen Schloss an.

Mit dabei sein werden dann auch die Mädchenteams Wiggy Girls, Teck Girl Soccer Tastic und GMS Altenburg. Letzteres setzte sich im Spiel um Platz 3 mit 1:0 gegen die Pink Ladies durch. Mit demselben Ergebnis siegten die Wiggy Girls in einem hart umkämpften Finale. Die größte Chance des Spiels hatten zunächst Teck Girl Soccer Tastic. Nach einem Lattentreffer fehlten nur wenige Zentimeter, um in Führung zu gehen. Quasi im Gegenzug fiel das einzige Tor der Partie. Lilly Gutsche zog ab, die Torspielerin konnte den Ball nur abklatschen lassen und ein Wiggy Girl brauchte nur noch den Kopf hinzuhalten, um den Siegtreffer zu erzielen.

Die Wiggy Girls

Foto: Ronny Zimmermann/z

Nach der Partie wurde Lilly Gutsche von unserer Zeitung zur besten Spielerin des Turniers gekürt. Allein beim 7:0-Halbfinalerfolg erzielte sie sechs Treffer. Die 13-Jährige spielt beim Stuttgarter FC in der C1 – meistens nur gegen Jungs. Am wohlsten fühlt sie sich auf der linken Seite – egal, ob vorne oder hinten. Ihre Vorbilder sind Giulia Gwinn und Jule Brand. Wenn alles nach Plan läuft, würde Lilly gerne mal beim VfB Stuttgart spielen.

Lilly Gutsche

Foto: Dominik Grill

Das Endspiel beim jüngeren Jahrgang – den Lauser – war sogar noch spannender als bei den Mädchen. In der regulären Spielzeit konnte kein Sieger gekürt werden. Somit musste die Entscheidung in der Partie zwischen Dreiangel United und TVN Ensprizz im Neunmeterschießen fallen. Das Duell auf Augenhöhe war eher vom körperlichen Kampf geprägt. Wirklich gefährlich vor dem Tor wurde es nur in einer Szene: Kadir Atik vom TVN Ensprizz, der später von unserer Zeitung als bester „Lauser“ des Turniers ausgezeichnet wurde, zwang den gegnerischen Schlussmann per Distanzschuss zu einer Glanzparade. Nichts zu halten gab es dagegen wenige Minuten später im Neunmeterschießen: Alle vier Schützen des TVN – einschließlich Atik – zeigten sich zielsicher, während bei der Dreiangel United ein Schuss neben dem Pfosten landete. Das Spiel um Platz 3 entschied der SV Süüüllenbuch mit 4:2 gegen den FV Germania Degerloch weiß für sich.

TVN Ensprizz

Foto: Ronny Zimmermann/z

Nach dem Finalsieg war Kadir Atik überglücklich. Der Elfjährige trat als dritter Schütze des TVN Ensprizz an und schweißte den Ball ins Kreuzeck. „Es war ein spannendes Spiel, ich musste alles geben“, sagt ein nach Luft ringender Kadir. Das Fußballtalent mit der Acht auf dem Rücken ist bekennender Ronaldinho-Fan. Warum ausgerechnet die brasilianische Legende? „Wegen seinen Übersteigern“, lautete die sofortige Antwort.

Kadir Atik

Foto: Dominik Grill

Bei den Lausern konnte unsere Zeitung auch den besten Torspieler finden. Lio Hübner von den Wiggy-Young Boys führte sein Team mit starken Paraden bis ins Viertelfinale, in dem die Seinen dann aber gegen den SV Süüüllenbuch mit 0:5 chancenlos waren. Der Zehnjährige vom Wirtemberg-Gymnasium trug sich zuvor sogar selbst in die Torschützenliste ein. Ein langer Abschlag überrumpelte den gegnerischen Keeper. Der Torriecher kommt nicht von ungefähr: „Eigentlich bin ich Stürmer“, verrät der Blondschopf. Dementsprechend lauten seine Vorbilder nicht Manuel Neuer oder Thibaut Courtois, sondern Lamine Yamal und Lionel Messi. Hübners Fazit zum Turnierverlauf: „Wir waren gut, aber es gab noch bessere Mannschaften.“ Das Ziel für nächstes Jahr? Na klar: „Wir wollen das Turnier gewinnen.“

Lio Hübner

Foto: Dominik Grill

Diese Vorhaben haben die Kicker von Kokytsmilsch bei den Höfleswetzern schon dieses Jahr in die Tat umgesetzt. Mit 2:0 gewannen sie gegen den FC Bambel 04. Eine klare Angelegenheit. Auf Platz 3 landeten die Teck-Kickers.

Kokytsmilsch

Foto: Ronny Zimmermann/z

Großen Anteil am Erfolg der Erstplatzierten hatte Levi Storz. Trotz seiner überschaubaren Körpergröße überzeugte er mit resoluten Abwehraktionen, schaltete sich auch selbst immer wieder in der Offensive mit ein und war ein ums andere Mal mit satten Distanzschüssen gefährlich – die Auszeichnung zum besten Kicker der Altersklasse „Höfleswetzer“ hat sich der 13-jährige Schüler der Jerg-Ratgeb-Realschule in Herrenberg redlich verdient. „Letztes Jahr sind wir noch in der Gruppenphase rausgeflogen, jetzt haben wir gewonnen“, sagt Storz glücklich.

Levi Storz

Foto: Dominik Grill

Nach den insgesamt 280 Partien und erfolgreich durchgeführten Siegerehrungen war man beim Württembergischen Fußballverband mehr als zufrieden. Verbands-Jugendleiter Michael Supper: „Es ist eine Freude, dieses Turnier ausrichten zu dürfen. Wir erleben hier Fußball pur, die Kinder haben immer ein Lächeln im Gesicht. Es geht einfach darum, mit seinen Freunden und Freundinnen zu kicken.“

Und Hauptorganisator und Turnierdirektor Matthias Rudolf ergänzt: „Der Spaß steht im Vordergrund! Und die Rückmeldungen der Lehrer und Spieler am heutigen Tag waren einfach auch spitze.“

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