40 Jahre Stihl-Kalender
: Mädchen und Maschinen

Wie erotisch Gartenarbeit sein kann, zeigt der Maschinenhersteller Stihl in seinen Imagekalendern. Auf den Fotos hantieren halbnackte Models mit Motorsägen oder Laubsaugern.
Von
Marko Belser
Stuttgart
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  • Mädchen und Maschinen

    Foto: Krause, Johansen
  • Januar 1973

    Foto: Krause, Johansen
  • Juni 1973

    Foto: Krause, Johansen
  • Dezember 1973

    Foto: Krause, Johansen
  • März 1974

    Foto: Krause, Johansen
  • April 1974

    Foto: Krause, Johansen
  • Januar 1975

    Foto: Krause, Johansen
  • Dezember 1975

    Foto: Krause, Johansen
  • Oktober 1976

    Foto: Krause, Johansen
  • Dezember 1976

    Foto: Krause, Johansen
  • Juni 1977

    Foto: Krause, Johansen
  • August 1977

    Foto: Krause, Johansen
  • Februar 1978

    Foto: Krause, Johansen
  • Juli 1978

    Foto: Krause, Johansen
  • Juni 1979

    Foto: Krause, Johansen
  • September 1979

    Foto: Krause, Johansen
  • März 1980

    Foto: Krause, Johansen
  • November 1980

    Foto: Krause, Johansen
  • Februar 1981

    Foto: Krause, Johansen
  • Juni 1981

    Foto: Krause, Johansen
  • Mai 1982

    Foto: Krause, Johansen
  • Juli 1982

    Foto: Krause, Johansen
  • März 1983

    Foto: Krause, Johansen
  • Juli 1983

    Foto: Krause, Johansen
  • Juni 1984

    Foto: Krause, Johansen
  • November 1984

    Foto: Krause, Johansen
  • Juli 1985

    Foto: Krause, Johansen
  • August 1985

    Foto: Krause, Johansen
  • Februar 1986

    Foto: Krause, Johansen
  • September 1986

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  • Juni 1987

    Foto: Krause, Johansen
  • Juli 1987

    Foto: Krause, Johansen
  • Juni 1988

    Foto: Krause, Johansen
  • August 1988

    Foto: Krause, Johansen
  • Juni 1989

    Foto: Krause, Johansen
  • August 1989

    Foto: Krause, Johansen
  • Juli 1990

    Foto: Krause, Johansen
  • August 1990

    Foto: Krause, Johansen
  • August 1991

    Foto: Krause, Johansen
  • September 1991

    Foto: Krause, Johansen
  • August 1992

    Foto: Krause, Johansen
  • September 1992

    Foto: Krause, Johansen
  • Juni 1993

    Foto: Krause, Johansen
  • Dezember 1993

    Foto: Krause, Johansen
  • April 1994

    Foto: Krause, Johansen
  • August 1994

    Foto: Krause, Johansen
  • April 1995

    Foto: Krause, Johansen
  • Dezember 1995

    Foto: Krause, Johansen
  • Mai 1996

    Foto: Krause, Johansen
  • Juni 1996

    Foto: Krause, Johansen
  • Januar 1997

    Foto: Krause, Johansen
  • März 1997

    Foto: Krause, Johansen
  • Juni 1998

    Foto: Krause, Johansen
  • August 1998

    Foto: Krause, Johansen
  • Februar 1999

    Foto: Krause, Johansen
  • Mai 1999

    Foto: Krause, Johansen
  • Titelblatt 2000

    Krause, Johansen
  • Januar 2000

    Foto: Krause, Johansen
  • April 2001

    Foto: Krause, Johansen
  • September 2001

    Foto: Krause, Johansen
  • September 2002

    Foto: Krause, Johansen
  • Oktober 2002

    Foto: Krause, Johansen
  • Januar 2003

    Foto: Markus Fiegen
  • November 2003

    Foto: Markus Fiegen
  • Titelblatt 2004

    Foto: Markus Fiegen
  • August 2004

    Foto: Markus Fiegen
  • September 2004

    Foto: Markus Fiegen
  • Januar 2005

    Foto: Markus Fiegen
  • Mai 2005

    Foto: Markus Fiegen
  • Juli 2005

    Foto: Markus Fiegen
  • Titelblatt 2006

    Foto: Markus Fiegen
  • Februar 2006

    Foto: Markus Fiegen
  • August 2007

    Foto: Sebastian Off
  • März 2007

    Foto: Sebastian Off
  • Titelblatt 2008

    Foto: Markus Fiegen
  • September 2008

    Foto: Markus Fiegen
  • Dezember 2008

    Foto: Markus Fiegen
  • Januar 2009

    Foto: Markus Fiegen
  • August 2009

    Foto: Markus Fiegen
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Die erotische Ausstrahlung von Motorsägen wirkt auf Anhieb nur bei ganz hart gesottenen Baumarkt-Junkies. Doch wenn halbnackte Frauen die Sägeketten lasziv zwischen ihren Beinen rotieren lassen, wird auch der gewöhnliche Mann dafür empfänglich.

"Zarte Mädchen und kraftvolle Maschinen, das funktioniert immer gut", sagt Norbert Blania, Werbeleiter beim Maschinenhersteller Stihl. Das Waiblinger Unternehmen rückt einmal im Jahr seine Motorsägen in ein erotisches Licht - im Firmenkalender. Und nicht nur die, auch Erdbohrer, Hochdruckreiniger und Laubsauger. Warum auch nicht, schließlich hat sich das Printprodukt des italienischen Reifenherstellers Pirelli in den vergangenen 45 Jahren zum Inbegriff des erotischen Kalenders entwickelt.

Produkt des Zeitgeistes

Der erste Stihl-Kalender erscheint 1969 noch ganz züchtig. Die Bilder zeigen Szenen aus dem Betrieb, Werksgebäude und Aufnahmen der Firmenchefs. Leicht bekleideten Frauen hantieren erst von 1973 an mit schweren Maschinen. "Das war sicher auch der Zeitgeist", erklärt Blania den Motivwechsel. "Damals lief Oswald Kolle und der Schulmädchenreport in den Kinos."

Der Erfolg gibt den Stihl-Vermarktern Recht. Die Auflage ist stetig gestiegen. Anfang der 1970er Jahre druckte das Unternehmen jährlich 45.000 Kalender, zehn Jahre später bereits eine Viertel Millionen. 2009 produzierte Stihl mit 900.000 Exemplaren nach Würth den auflagenstärksten Imagekalender.

Auch der Aufwand wird immer größer. Die Aufnahmen für den Kalender 2010, der im Herbst auf den Markt kommt, machte die Modefotografin Esther Haase in drei Villen an der südfranzösischen Côte d’Azur. Produktionskosten des Fotoshootings: 200.000 Euro. Wie viel die Herstellung der Kalender inklusive Druck gekostet hat, will Blania nicht verraten.

Täglicher Kontakt zur Marke

Dabei gibt es den Stihl-Kalender, wie den von Pirelli, gar nicht zu kaufen. Die Unternehmenszentrale veräußert die begehrten Exemplare ausschließlich an ihre Niederlassungen und Händler, die wiederum ihre Vertragspartner und Kunden weltweit mit den Kalendern beglücken. "Die Anfragen nehmen ständig zu", sagt Blania. Inzwischen hängen die Kalenderblätter mit den sexy Frauen und den Maschinen mit dem orangefarbenen Firmenlogo in 110 Ländern.

Doch diese spezielle Form der Vermarktung hat nicht nur Freunde. In den 1970er Jahren demonstrierten noch aufgebrachte Frauen auf dem Werksgelände in Waiblingen gegen die ihres Erachtens nach obszönen Darstellungen. Zwar sind die Zeiten, in denen halbnackte Frauen für öffentlichen Aufruhr sorgen, längst vorbei. Aber noch heute bekommt Norbert Blania pro Jahr drei bis vier Briefe, in denen sich Leute beschweren, "dass der Kalender eigentlich gar nicht zur Firma passt".

Der Werbeleiter sieht das naturgemäß anders. Stihl-Kunden seien eben zu fast 100 Prozent Männer, sagt Blania. Und die würden sich nun mal gerne hübsche Mädchen anschauen. "Durch den Kalender haben unsere Kunden jeden Tag Kontakt zur Marke." Auch wenn es nur Blickkontakt ist. Man muss eben wissen, wie man das Augenmerk der Männer täglich auf Erdbohrer und Laubsauger lenkt. So schwierig ist das gar nicht.

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