Ungelöster Fall im Rems-Murr-Kreis: Mord in Schwaikheim: Polizei löst Soko Garten auf

Trotz intensiver Spurensicherung konnte der Täter bisher nicht ermittelt werden.
KS-Images.de / Karsten SchmalzRund acht Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 75 Jahre alten Frau in Schwaikheim (Rems-Murr-Kreis) gehen die Ermittlungen in eine neue Phase. Wie das Polizeipräsidium Aalen mitteilt, ist die damals eingerichtete Sonderkommission (Soko) „Garten“ jetzt aufgelöst worden. Laut der Polizei wird der Fall nun von der allgemeinen Kriminalpolizei weiterbearbeitet.
Polizei: Im Schwaikheimer Mordfall wird dennoch weiter ermittelt
Kriminaldirektor Lühning, der bisherige Leiter der Soko, wird in einer Mitteilung zitiert, dass zu Beginn der Ermittlungen eine breite Aufstellung notwendig gewesen sei, um jede Spur umgehend zu verfolgen. Mittlerweile seien die meisten zielführenden Spuren abgearbeitet, die Ermittlungen würden nun kleinteiliger und gingen in die Tiefe. Die Ermittlungen zur Klärung des Falls würden aber weiterlaufen, betonte Lühning.

Phantombild des Unbekannten
Foto: Polizei AalenInsbesondere zu einem im November 2024 veröffentlichten Phantombild bestehen weiterhin Fragen. Der Unbekannte, der darauf zu sehen ist und von Zeugen in der Nähe des Tatorts beobachtet worden sein soll, hatte sich nie gemeldet. Die Ermittler suchen nach Hinweisen zur Identität und den Aufenthaltsorten des Abgebildeten.
Die 75-jährige Marghareta S. wurde am 24. September 2024 von Angehörigen tot in ihrem Schrebergarten zwischen Schwaikheim und Winnenden aufgefunden. Die Obduktion bestätigte rasch ein Gewaltverbrechen. Trotz intensiver Spurensicherung, der Einrichtung einer Sonderkommission und der Auswertung von mehr als 300 Spuren konnte der Täter bisher nicht ermittelt werden. Die Polizei sicherte laut unseren Informationen zwar eine DNA-Spur, die jedoch noch zu keinem Treffer in den Datenbanken führte.
Im November 2024 war der Mordfall auch Thema in der True-Crime-Fernsehsendung „Akte XY – ungelöst“. Doch auch nach der Ausstrahlung gab es keine Hinweise, die zum Durchbruch in dem Fall verholfen hätten. Die Ermittler setzen dennoch weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Hinweise können unter der Telefonnummer 0 73 61 / 58 00 abgegeben werden.
