Aufregung in Winnenden: Elfjähriger täuscht Straftat vor und löst Großeinsatz aus

Die Polizei im Rems-Murr-Kreis hat einige Stunden lang nach einem Täter gesucht, den es nie gab (Symbolbild).
Phillip Weingand/STZN- In Winnenden wurde ein Elfjähriger vor einer Bäckerei ausgeraubt und zu Boden gestoßen.
- Der Vorfall geschah am Donnerstagmorgen gegen 7.45 Uhr in der Marktstraße.
- Ein unbekannter Mann forderte Geld, hielt den Jungen fest und erbeutete einen zweistelligen Betrag.
- Zwei Frauen halfen dem Kind – die Polizei sucht sie als Zeuginnen und weitere Hinweise.
- Beschreibung des Täters: etwa 40 Jahre alt, 1,70 Meter groß, schlank, schwarze knielange Jacke.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein angeblicher Überfall auf einen Elfjährigen in Winnenden (Rems-Murr-Kreis) hat am Donnerstag für Aufregung gesorgt und einen Großeinsatz ausgelöst. Wie die Polizei nun jedoch mitteilte, hat sich das Verbrechen als frei erfunden erwiesen. Der Junge räumte laut einer Mitteilung des Präsidiums Aalen inzwischen ein, sich die Geschichte ausgedacht zu haben. Zuvor hatte die Polizei wegen des geschilderten Vorfalls mit mehreren Besatzungen im Stadtgebiet nach einem mutmaßlichen Täter gesucht.
Am Nachmittag räumt der Junge ein: Alles war nur erfunden
Der Elfjährige hatte geschildert, am Donnerstagmorgen gegen 7.45 Uhr vor einer Bäckerei in der Marktstraße von einem Mann angesprochen worden zu sein. Der Unbekannte habe von dem Kind Geld verlangt, es festgehalten und anschließend zu Boden gestoßen. Laut der ursprünglichen Schilderung übergab der Junge einen zweistelligen Bargeldbetrag. Danach sei der Mann geflüchtet.
Auf diese Angaben hin leitete die Polizei umgehend Fahndungsmaßnahmen ein, die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf. Auch nach zwei Frauen, die dem Jungen nach dem angeblichen Vorfall laut dessen Aussagen geholfen haben sollen, wurde gesucht. Die Polizei hatte zudem eine Beschreibung des angeblichen Täters veröffentlicht.
Diese Darstellungen hielten jedoch nicht stand. Nach weiteren Ermittlungen gab der Elfjährige laut der Polizei zu, die Tat erfunden zu haben. Mit elf Jahren ist er noch nicht strafmündig, Polizisten führten mit ihm allerdings ein „erzieherisches Gespräch“.
