Lebensturm in Schorndorf
: Für Bienen, Vögel und Igel – Neuer Turm im SOS-Kinderdorf eingeweiht

Das SOS-Kinderdorf in Schorndorf-Oberberken hat einen XXL-Lebensturm eröffnet. Er ist der erste von 38 Türmen, die bundesweit entstehen sollen.
Von
Chris Lederer
Rems Murr Kreis
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Viele Kinder und Erwachsene verfolgten die Einweihung des XXL-Lebensturms im SOS-Kinderdorf.

Privat

Mitten im SOS-Kinderdorf Württemberg erhebt sich seit Kurzem ein Turm aus Holz und Lehm. Zweieinhalb Meter hoch, gebaut für Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel und sogar Igel. Der erste XXL-Lebensturm in einem SOS-Kinderdorf ist kein Spielgerät, sondern ein Zufluchtsort – er soll ein starkes Symbol für Zukunft und Gemeinschaft sein.

Gemeinsam mit Schorndorfs erstem Bürgermeister Thorsten Englert, Ortsvorsteher Klaus Kärcher und Einrichtungsleiter Rolf Huttelmaier wurde der Turm dieser Tage feierlich eingeweiht. „Mit diesem Lebensturm verbinden wir, was uns im SOS-Kinderdorf wichtig ist: Zukunft sichern – für die Natur, für unsere Gemeinschaft und vor allem für die jungen Menschen, die hier aufwachsen“, sagte Huttelmaier bei der Eröffnung.

So funktioniert ein Lebensturm

Ein Lebensturm vereint unterschiedliche Materialien wie Holz, Steine, Lehm, Sand oder Stroh. In Nischen, Hohlräumen und Bohrlöchern finden Wildbienen Platz, in kleinen Kammern nisten Käfer oder Schmetterlinge. Zwischen Steinen und Holz können Eidechsen oder Igel Unterschlupf finden, Vogelkästen bieten Brutplätze. Damit entsteht ein mehrstöckiges Bauwerk, das die Vielfalt verschiedener Lebensräume in kompakter Form nachbildet und so zu einem ökologischen Hotspot für viele Tierarten wird.

Die Idee für die bundesweite Lebensturm-Initiative stammt von Corsin Parolini, Geschäftsführer einer Eventagentur. In Kooperation mit SOS-Kinderdorf e.V. sollen nach und nach 38 XXL-Lebenstürme an Standorten in ganz Deutschland entstehen. Unternehmen können den Bau aktiv unterstützen und ökologische Verantwortung mit Teambuilding verbinden, heißt es in einer Mitteilung.

Signal für Kinder und Jugendliche

Für das SOS-Kinderdorf Württemberg geht es um mehr als den Artenschutz. Das Projekt macht Kindern und Jugendlichen sichtbar, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit der Umwelt ist. „Zukunft sichern heißt Verantwortung übernehmen – für Natur und junge Menschen gleichermaßen“, heißt es in der Mitteilung.