Kappelbergtunnel in Fellbach
: Gute Nachricht für VfB-Fans: Freie Fahrt zum Supercup gegen die Bayern

Die Erneuerung der Technik im Kappelbergtunnel läuft schneller als gedacht. Die Röhre in Fahrtrichtung Stuttgart bleibt am Samstag deshalb offen.
Von
Sascha Schmierer
Rems Murr Kreis
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Den womöglich letzten Auftritt von Nick Woltemade im VfB-Trikot können die Fußballfans jetzt ohne größere Umwege erleben.

Pressefoto Baumann

Die neue Saison startet für den VfB Stuttgart mit einem Knaller. Im Supercup-Duell zwischen dem deutschen Pokalsieger und dem deutschen Meister gastiert am Samstag der FC Bayern München am Neckar. Unter den heimischen Fußballfans sorgt allerdings nicht nur das Gezerre um das abwanderungswillige Sturm-Talent Nick Woltemade für Gesprächsstoff.

Um treibt die Anhängerschaft auch die Frage, wie die Besucher trotz Arbeiten an der S-Bahn-Stammstrecke und gesperrten Straßen ins Stadion kommen sollen. Vor allem bei Supercup-Besuchern aus dem Rems-Murr-Kreis wurde wegen der zu erwartenden Staus schon die Überlegung laut, dass es zur restlos ausverkauften MHP-Arena in Bad Cannstatt wohl am besten zu Fuß über den Schurwald geht – mit der Wanderkarte in der Hand und dem roten Fan-Schal im Vesperrucksack. Jetzt allerdings kann das Waiblinger Landratsamt für den Anreiseverkehr am Samstag eine nicht zu unterschätzende Erleichterung vermelden. Weil die beauftragten Baufirmen bei der Erneuerung der Betriebstechnik im Fellbacher Kappelbergtunnel deutlich schneller vorangekommen sind, kann vor dem Supercup-Duell wenigstens eine der beiden Röhren für den Verkehr freigegeben werden.

In Fahrtrichtung Stuttgart bleibt die Röhre offen

„Die neue Technik konnte planmäßig eingebaut werden und ist in die Steuerungssoftware und die Sicherheitsprogramme eingebunden“, heißt es in einer Mitteilung der Behörde vom Donnerstag. Für den Verkehr gesperrt ist der Kappelbergtunnel deshalb von Freitag, 21 Uhr, bis Sonntag, 12 Uhr, nur in Fahrtrichtung Waiblingen – in Fahrtrichtung Stuttgart bleibt die Röhre offen.

Zurückgeführt wird das verschärfte Tempo auf die hohe Einsatzbereitschaft der im Drei-Schicht-Betrieb an der Tunneltechnik arbeitenden Firmen. Schon bei der Komplettsperrung am vergangenen Wochenende hatte der pro Tag von annähernd 100 000 Autos und Lastwagen genutzte Kappelbergtunnel mehrere Stunden früher freigegeben werden können als geplant. Jetzt fällt durch die erfolgreich verlaufenen Arbeitsschritte auch beim zweiten Sperrwochenende ein Teil der befürchteten Komplikationen weg.

Allerdings: Ganz verzichtet werden kann auf die Stopp-Schilder vor dem Tunnelmund am Wochenende nicht – was neben der technischen Abschlussprüfung und der nötigen Bauabnahme durchs Stuttgarter Regierungspräsidium auch an der geplanten Großübung im Kappelbergtunnel liegt.

Zumindest die Röhre in Richtung Stuttgart ist am Samstag wieder für den Verkehr freigegeben.

Foto: imago images/Lichtgut

Vor dem Supercup-Duell wird zumindest eine Röhre wieder freigegeben

Am Sonntag, 17. August, wird der Kappelbergtunnel in beiden Fahrtrichtungen von 12 bis 21 Uhr vollständig gesperrt. In dieser Zeit findet eine realitätsnahe Großübung aller Einsatzkräfte statt, die bei einem Ereignis im Tunnel laut Alarm- und Einsatzplan alarmiert werden – darunter Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei. Die Übung beinhaltet die kontrollierte Verrauchung des Tunnels, um ein Brandereignis so realistisch wie möglich zu simulieren.

„Die Aktion soll die bestehenden Alarm- und Einsatzpläne überprüfen und die gesamte Einsatzkette auf Funktionalität und Effizienz testen“, heißt es aus dem Waiblinger Landratsamt. Um im Ernstfall optimal zusammenarbeiten zu können, würden Kommunikation und Koordination unter realistischen Bedingungen geprobt.

Verkehrschaos in der Fellbacher Stadtmitte

Trotz der Großübung wird im Vergleich zum vergangenen Wochenende eine spürbare Entlastung vom Durchgangsverkehr erwartet. Parallel zum Kappelbergtunnel ist in Fellbach aktuell bekanntlich der Stadttunnel gesperrt, weil Teile der Lüftung und der Beleuchtung durch Korrosionsschäden auf die Fahrbahn zu fallen drohen. Am vergangenen Wochenende hatte die Sperrung beider Bypass-Strecken zu einem Verkehrschaos in der Fellbacher Stadtmitte geführt.

Mit Verzögerungen sollten Verkehrsteilnehmer allerdings aus Sicht des Landratsamts auch jetzt noch rechnen. „Ausreichend Zeit für die Fahrt einplanen“ lautet die Empfehlung der Behörde. Besonders den Fußballfans wird geraten, sehr frühzeitig anzureisen und möglichst den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen – damit es bis zum Anpfiff des Supercup-Duells auch ins Stadion reicht.

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