Trauer um Arthur Dangel
: Komponist und Musiker gestorben

Mit 93 Jahren ist der gebürtige Schwäbisch Gmünder am Martinstag verstorben. Er lebte bis zuletzt in Korntal-Münchingen.
Von
Franziska Kleiner
Ludwigsburg
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Arthur Dangel zählte zu den bedeutendesten Komponisten der Gegenwart.

privat

Er sei, so schrieb ein Musikkritiker einmal über den Komponisten, kein Revolutionär, aber ein Kopf, wie man ihn brauche im Musikleben der Städte, um das Erbe weiterzutragen. Arthur Dangel, geboren 1931 in Schwäbisch Gmünd, gehört zu den bedeutenden deutschen Komponisten der Gegenwart. Am Martinstag ist Arthur Dangel im Alter von 93 Jahren in Korntal-Münchingen gestorben. Dangel hatte sein Studium an der Stuttgarter Musikhochschule 1955 abgeschlossen, erhielt den ersten Preis als Pianist beim Hochschulwettbewerb, begann zugleich mit der musikwissenschaftlichen Arbeit, hielt Vorträge und veröffentlichte Analysen zur Neuen Musik. 1965 erhielt er den Förderpreis der Stadt Stuttgart für junge Komponisten, war danach Stipendiat in Innsbruck. Er lehrte am Korntaler Gymnasium, hatte zugleich einen Lehrauftrag für Partiturspiel an der Stuttgarter Musikhochschule. 1989 erhielt er den Kompositionspreis des Landesmusikrates Baden-Württemberg für das Chorwerk Stabat Mater opus 47. Von der Nähe zur Literatur, insbesondere der Auseinandersetzung unter anderem mit Franz Kafka und Gottfried Benn zeugen die Texte, die er vertonte. Immer wieder hatte auch der Ditzinger Bezirkskantor Andreas Gräsle, der früher in Schwäbisch Gmünd wirkte, Dangels Werke zur Aufführung gebracht. Er wird nun Dangels Nachlass verwalten.