Garten im Herbst: Darf nasses Laub in die Biotonne?

Gegen trockenes Laub in der Biotonne gibt es keine Bedenken.
IMAGO/Berlinfoto- Herbstlaub und nasser Rasenschnitt in der Biotonne führen oft zu Klumpen, Gestank und Schimmel.
- Landratsamt Ludwigsburg rät ab, feuchte Gartenabfälle unge trocknet einzufüllen.
- Empfehlungen: Vortrocknen, Zeitungspapier in den Boden, feuchtes mit trockenem Material schichten.
- Alternativen sind Kompost, Mulchen und Grüngut-Sammelstellen – BUND nennt 2–10 cm Laubschicht.
- Laubhaufen helfen Igeln, Verbrennen ist oft verboten und setzt Rauch sowie Feinstaub frei.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Der Herbst ist da, die Bäume verlieren ihr buntes Kleid, Thuja-Hecken dürfen wieder geschnitten werden und der Rasen bekommt seinen letzten Schnitt vor dem Winter. Doch wohin mit den Bergen aus nassem Laub und feuchtem Rasenschnitt? Die Biotonne liegt nah, birgt aber Tücken. Es drohen stinkende Klumpen, Schimmel und eine Tonne, die bei der Leerung womöglich halb voll am Straßenrand stehen bleibt. Das Landratsamt Ludwigsburg warnt ausdrücklich davor, feuchte Gartenabfälle einfach so in die Biotonne zu kippen.
Egal ob nasses Laub oder frisch gemähter Rasen: Feuchte, organische Abfälle verhalten sich in der braunen Tonne recht unangenehm:
- Klebe-Effekt: Feuchtes Material verdichtet sich enorm. Der Rasenschnitt oder das nasse Laub kleben regelrecht an den Innenwänden der Tonne fest. Bei der Leerung rutscht die Masse nicht in das Müllfahrzeug, und du behältst trotz Müllabfuhr eine halb volle Tonne zurück.
- Gestank und Schimmel: Ohne Sauerstoff beginnt die feuchte Masse in der geschlossenen Tonne blitzschnell zu gären. Das sorgt für üble Gerüche, während sich am Boden eine zähe Schlacke bildet – das perfekte Paradies für Schimmelpilze.
- Frostfalle im Spätherbst: Sinken die Temperaturen nachts unter den Gefrierpunkt, friert der feuchte Brei am Tonnenboden fest. Dann geht bei der Leerung gar nichts mehr.

Igel machen es sich gerne im Laub gemütlich – man kann ihnen damit helfen.
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Tipps für eine saubere Biotonne im Herbst
Damit die Tonne sauber bleibt und zuverlässig geleert werden kann, empfiehlt das Landratsamt Ludwigsburg sowie Abfallexperten einfache, aber effektive Tricks:
1. Vortrocknen lassen
Nasses Laub vor dem Einfüllen etwas ausschütteln oder auf dem Boden trocknen lassen. Auch frisch gemähter Rasen sollte vor dem Gang zur Tonne für einige Stunden auf einer Plane oder freien Fläche ausgebreitet werden, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
2. Zeitungspapier
Den Boden der Biotonne vor dem Befüllen großzügig mit zerknülltem Zeitungspapier oder unbeschichteter Pappe auslegen. Das Papier saugt überschüssige Säfte und Restfeuchtigkeit auf und verhindert, dass der Abfall festkleben kann.
3. Richtige Schichtung
Den Biomüll wie einen Kuchen schichten: die Tonne locker befüllen und feuchtes Material immer wieder mit trockenen Abfällen abwechseln. Kleine Äste, Zweige oder verwelkte Staudenreste bringen Struktur in die Tonne, sorgen für Belüftung und saugen Nässe auf.
Was tun mit Laub im Herbst?
Wenn der Garten im Herbst voller organischer Reste ist, stößt die Biotonne schnell an ihre Volumengrenzen. Bevor man das Material hineinquetscht (was das Festkleben nur verschlimmert), sollte man an Alternativen denken:
- Der eigene Kompost: die beste und nachhaltigste Variante für den Gartenkreislauf.
- Mulchen: Das Laub als dicke Mulchschicht unter Sträuchern und auf Beeten verteilen. Das schützt Pflanzen vor Frost und bietet nützlichen Insekten und Igeln ein Winterquartier.
- Grüngut-Sammelstellen: Größere Mengen kann man oft kostenlos oder gegen eine kleine Gebühr beim lokalen Wertstoffhof oder der Häckslergemeinschaft in der Gemeinde abgeben.
„Vom Rasen sollte das Laub entfernt werden. Lassen Sie jedoch das Laub auf Beeten, unter Hecken und in Baumscheiben liegen oder verteilen Sie es dort gezielt. Eine Schicht von etwa zwei bis zehn Zentimetern schützt vor Austrocknung und Erosion, hält die Bodentemperatur stabil, unterdrückt Beikräuter und versorgt Regenwürmer sowie Mikroorganismen mit Nahrung“, empfiehlt der BUND.
Laubhaufen für Igel bauen
Man könnte die Gartenabfälle aber auch für den Tierschutz verwenden, denn Igel bauen ihre Winterquartiere aus Laub, Gras und Gestrüpp. Ein großer, stabiler Laubhaufen – etwa unter einer dichten Hecke oder in einer ruhigen Ecke – bietet ihnen warme, trockene Verstecke.
Das Verbrennen von Herbstlaub ist dagegen nicht unbedingt eine gute Idee: In vielen Kommunen ist es laut Verbraucherzentrale sogar verboten. Denn aufgrund des hohen Wassergehalts rauche und stinke brennendes Laub und setze Feinstaub frei.

