Nach Diskussion um Lärm und Verkehr: Rockabilly Fans müssen umziehen und abspecken

Die Rockabilly Days fanden bisher im Gewerbegebiet Freiberg statt.
/Die Tholle AgenturDie Rockabilly Days werden Anfang August nicht wie geplant auf dem Verkehrsübungsplatz Asperg stattfinden, sondern auf der Freizeitfläche in Asperg-Osterholz. Nach einer aufwendigen Suche sei der Platz „eine gute Lösung“, sagt Veranstalter Marcel Müller. Das Fest auf dem überschaubaren Rasenplatz zwischen Naturfreundehaus und Fußballfeldern wird nun aber wohl kleiner ausfallen als geplant.
Mit der Verschiebung wird ein schwelender Konflikt der Veranstalter mit Anwohnern und Ludwigsburgs Oberbürgermeister Matthias Knecht beendet. Die hatten sich in den vergangenen Wochen kritisch über die Pläne der Rockabilly Days-Organisatoren geäußert. Es würden Parkplätze fehlen, die Anfahrt führe durch Wohngebiete, und der Lärm störe die Anwohner im benachbarten Eglosheim. „Eine Veranstaltung dieser Größe kann man den Menschen eigentlich nicht zumuten“, sagte Knecht.
Verkehrswacht und Asperg dagegen
Am Ende war jedoch nicht die fehlende Verkehrssicherheit oder der Lärmschutz ausschlaggebend – sondern die Deutsche Verkehrswacht. Die ist mit ihrer Kreisverkehrswacht Betreiber des Verkehrsübungsplatzes und erhob Einwand. Es sei eine gemeinsame Entscheidung mit der Stadt Asperg gewesen, betont die Verkehrswacht. Die Anlage sei für Verkehrssicherheitstraining und motorsportliche Veranstaltungen gedacht, nicht für Events wie die Rockabilly Days. Doch auch die Kritik der Anwohner hätte einen Ausschlag gegeben, das Fest zu untersagen.
Keine Zeit für Frust
Die vergangenen Wochen, die Kommunikation mit den Behörde und die Suche nach einem neuen Veranstaltungsort seien sehr aufwendig gewesen, berichtet Rockabilly-Organisator Marcel Müller. „Nach dem vielen Hin und Her rechnen wir jetzt mit weniger Besuchern.“ Wegen der gedämpften Erwartung und des Platzmangels habe das Team bereits einem Händler und einem Food-Truck absagen müssen. Der Blick richte sich nun aber nach vorne, sagt Müller: „Es bringt nichts frustriert oder sauer zu sein, wir freuen uns jetzt einfach auf das Wochenende und machen das Beste daraus.“