Landwirtschaft
: Nach Brand mit dutzenden toten Rindern: Neuer Standort für den Lindenhof

Die niedergebrannten Gebäude des Oberriexinger Aussiedlerhofs werden in etwas versetzter Lage mit mehr Abstand zwischen den Gebäuden wieder errichtet.
Von
Michaela Glemser
Oberriexingen
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Brand Bauernhof Oberriexingen Lindenhof 17.06.2026

Mitte Juni brannte der Lindenhof ab – rund 60 Rinder starben in den Flammen.

Julian Meier
  • Lindenhof in Oberriexingen wird nach Brand an leicht versetzter Stelle neu aufgebaut.
  • Gemeinderat brachte den Bebauungsplan „Lindenhof“ auf den Weg und stimmte dem Entwurf zu.
  • Gebäude stehen künftig weiter auseinander und etwas erhöht – geringes Überflutungsrisiko.
  • Naturschutz sah keine Konflikte, Grünzug wird laut Planer nicht zusätzlich belastet.
  • Gelände wird als Sondergebiet für Landwirtschaft, Landschaftspflege und Häckselplatz ausgewiesen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Am 17. Juni sind die Betriebsgebäude des Lindenhofs, eines Aussiedlerhofs in Oberriexingen, durch einen Brand zerstört worden. Nun soll der landwirtschaftliche Betrieb an leicht versetzter Stelle und mit größeren Abständen zwischen den Gebäuden wieder aufgebaut werden. Dafür hat der Gemeinderat im Juli den Bebauungsplan „Lindenhof“ auf den Weg gebracht.

Ein Bebauungsplan ist nötig, weil der Lindenhof neben der Rinderhaltung auch Aufgaben in der Landschaftspflege übernimmt, Rohstoffe für die benachbarte Biogasanlage lagert und den kommunalen Häckselplatz beherbergt. Das Gelände soll deshalb als Sondergebiet für Landwirtschaft, Landschaftspflege und den kommunalen Häckselplatz ausgewiesen werden.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte der zuständige Planer Karsten Heuckeroth die Rückmeldungen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange zum ersten Planentwurf vor. Eine Änderung des Flächennutzungsplans sei nicht erforderlich, da das Areal dort bereits als Aussiedlerhof ausgewiesen ist.

Keine Bedenken im Naturschutz

Auch aus Sicht des Artenschutzes seien keine Konflikte zu erwarten. Das habe eine Ortsbegehung im Juli 2026 ergeben, berichtete Heuckeroth. Das Risiko, dass die neuen Gebäude bei Starkregen überflutet werden, sei ebenfalls gering. Da sie etwas erhöht am Hang entstehen sollen, lägen sie außerhalb der besonders gefährdeten Überflutungszone.

Bedenken wegen des regionalplanerisch ausgewiesenen Grünzugs gebe es ebenfalls nicht. Der Wiederaufbau der Maschinenhalle und des Stalls mit Heu- und Strohlager an leicht versetzter Stelle bedeute keine zusätzliche Belastung für den Grünzug.

Der Gemeinderat stimmte dem Bebauungsplanentwurf einstimmig zu. Als Nächstes wird der Plan erneut öffentlich ausgelegt. Bürgermeister Ron Keller erklärte, dass die Stadt mit dem Eigentümer des Lindenhofs bereits eine Vereinbarung über die Kosten des Bebauungsplanverfahrens geschlossen habe.