Kommunen in der Krise: Markgröningens Haushalt mit 12,8 Millionen Euro Defizit eingebracht

Die Finanzsituation der Schäferlaufstadt ist weiterhin angespannt
Markus Wirth- Markgröningen rechnet mit einem Haushaltsdefizit von rund 12,8 Millionen Euro.
- Erträge liegen bei etwa 47 Millionen, Aufwendungen bei knapp 60 Millionen.
- Gründe sind sinkende Gewerbesteuer, hohe Umlagen und steigende Sozial- und Personalkosten.
- Bahnreaktivierung hat Priorität – 3,4 Millionen Euro bis 2030, hohe Förderquote möglich.
- Stadt verzichtet 2026 und 2027 auf Investitionskredite, nutzt später Kassenkredite.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Der Markgröninger Haushalt 2027 fällt deutlich besser aus als zunächst befürchtet, bleibt aber angespannt. Bei der Einbringung des Haushaltsplanentwurfs im Gemeinderat bezifferten Bürgermeister Jens Hübner und Kämmerer Klaus-Dieter Schmelzer das erwartete negative Ergebnis auf rund 12,8 Millionen Euro. Etwa 47 Millionen Euro Erträgen stehen knapp 60 Millionen Euro Aufwendungen gegenüber.
Als Gründe nannte Hübner schwächere Einnahmen und steigende Ausgaben für Personal, Kinderbetreuung, Bildung, Soziales und Infrastruktur. Zudem belaste der kommunale Finanzausgleich die Stadt: Letztlich fehlen rund acht Millionen Euro an Einnahmen beziehungsweise entstehen zusätzliche Umlagen. Auch der Zensus wirke sich aus. Wegen einer falschen Einwohnerzahl fehlten rechnerisch rund 1100 Bürger und damit 1,5 Millionen Euro aus dem Finanzausgleich.
Untere Kelter und Stadtbahn kosten Millionen
Die Gewerbesteuer, 2025 noch auf dem Rekordniveau von 16,5 Millionen Euro, dürfte 2027 nur etwa halb so hoch ausfallen. Schmelzer betonte jedoch, die Stadt habe nicht schlecht gewirtschaftet. Einsparungen zeigten Wirkung. Durch organisatorische Maßnahmen seien rund sieben Vollzeitstellen eingespart und die Kosten um etwa 450.000 Euro reduziert worden.
Bei den Investitionen hat die Stadt wichtige Vorhaben im Blick: Die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Ludwigsburg und Markgröningen soll oberste Priorität behalten. Dafür sind von 2027 bis 2030 insgesamt 3,4 Millionen Euro eingeplant. Hübner verwies auf eine mögliche Förderung von 90 Prozent. Auch die Sanierung der Unteren Kelter mit aktuell veranschlagten 9,9 Millionen Euro könnte zu zwei Dritteln gefördert werden.
2026 und 2027 verzichtet die Stadt auf Investitionskredite. Um Liquiditätsengpässe bis 2029 zu überbrücken, werden in den Folgejahren jedoch Kassenkredite nötig. Trotz der schwierigen Lage zeigte sich Hübner zuversichtlich, dass in den kommenden Jahren wieder ausgeglichene Ergebnisse möglich sind. Auch Digitalisierungsprojekte sollen weiterhin hohe Priorität genießen.
