Filmabend im Scala Ludwigsburg
: Häusliche Gewalt ist kein Randthema: „Die Betroffenen bleiben oft unsichtbar“

Der Weisse Ring veranstaltet am „Orange Day“ einen Filmabend mit Podiumsdiskussion zum Thema „Häusliche Gewalt“. Dabei geht es auch um Machtstrukturen, die hinter der Fassade lauern.
Von
Julia Amrhein
Ludwigsburg
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Illustration zur häuslichen Gewalt

Häusliche Gewalt hat oft lang- und schwerwiegende Folgen für die Betroffenen (Symbolbild).

Fabian Sommer/dpa
  • Filmabend im Scala Ludwigsburg mit Podiumsdiskussion zu „Häusliche Gewalt“ am 25. November.
  • Veranstalter ist der Weisse Ring in Kooperation mit dem Scala – Anlass ist der „Orange Day“.
  • Gezeigt wird „Fassaden“, der Gewalt in Beziehungen und verborgene Machtstrukturen sichtbar macht.
  • Nach dem Film sprechen Fachleute, darunter Anwältin, Opferbeauftragte, Traumatherapeut und Polizei.
  • Beginn ist um 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, um Spenden wird gebeten.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Anlässlich des 50. Geburtstags des Weissen Rings und des weltweiten „Orange Day“ veranstaltet die Außenstelle Ludwigsburg in Kooperation mit dem Scala Ludwigsburg am Mittwoch, 25. November, einen Filmabend mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Häusliche Gewalt“.

Gewalt passiert mitten in der Gesellschaft

„Die Zahlen sind erschreckend, das Leid kaum auszuhalten – und dennoch bleibt die Gewalt und vor allem die davon Betroffenen oft unsichtbar“, so der Weisse Ring, der sich für die Belange von Kriminalitätsopfern einsetzt, in einer Pressemitteilung. Was Frauen in toxischen Beziehungen erleben, welche Auswirkungen die Gewalt auf ihr Leben hat und wie sie einen Ausweg und Hilfe finden, will und soll der Film „Fassaden“ sichtbar machen.

Die bekannte deutsche Schauspielerin Sandra Hüller erzählt darin die Geschichte einer Frau, die aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung ausbricht, sowie von einem politischen und gesellschaftlichen System, das oft lieber wegschaut. „Der Film zeigt, welche Machtstrukturen hinter den Fassaden stecken und wie der Staat Frauen oft unzulänglich schützt“, so der Weisse Ring. Häusliche Gewalt sei kein Randproblem, sondern passiere mitten in der Gesellschaft.

Gesprächsrunde mit Fachleuten

Um dieses Problem aus der Sicht von Fachleuten zu beleuchten, findet nach dem Film noch eine Gesprächsrunde statt. Zu den Teilnehmern gehören die Betroffenen-Anwältin Jutta Junginger-Mann, Arezoo Shoaleh von Frauen für Frauen, die Opferbeauftragte der Staatsanwaltschaft Stuttgart Carolin Schandelmaier, der Traumatherapeut und Chefarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Krankenhaus Bietigheim Jürgen Knieling sowie Hauptkommissar Chris Hellerich und die stellvertretende Außenstellenleiterin des Weissen Rings Tanja Leonhard.

Die Filmvorführung von „Fassaden“ beginnt um 19 Uhr im Scala in Ludwigsburg, Einlass ab 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, um Spenden wird gebeten.