Feministin und Nazi-Gegnerin : Elisabeth Kranz – die vergessene Heldin Elisabeth Kranz war die erste Frau, die in Württemberg eine höhere Schule leiten durfte – und eine der ersten Feministinnen. Als sie den Hitlergruß verweigerte, geriet sie ins Visier der Gestapo und verlor ihre Stelle in Ludwigsburg. Sie blieb standhaft. Und kam zurück.
21.02.2019, 14:00 Uhr Ludwigsburg
Elisabeth Kranz
Arbeitskreis Synagogenplatz Die alte Mädchenschule an der Mathildenstraße in Ludwigsburg, aus der später das Goethe-Gymnasium hervor ging.
Stadtarchiv Ludwigsburg Gelernt hat Kranz bei Helene Lange in Berlin. Lange gilt als eine der bedeutendsten Frauenrechtlerinnen in Deutschland.
AdsD/Friedrich-Ebert-Stiftung Jenny Heymann musste die Schule in Ludwigsburg verlassen, weil sie Jüdin war. Kranz holte ihre Freundin nach dem Krieg zurück.
Privat „Im Namen des Reichs“ wird Elisabeth Kranz 1936 in den Ruhestand versetzt – die Unterschrift stammt von Adolf Hitler.
Stadtarchiv Ludwigsburg Die Schrift ist kaum noch lesbar, der Inhalt ist brisant: Die Gestapo verfügt 1942 ein Sicherungsgeld gegen Kranz, eine Art Kaution.
Stadtarchiv Ludwigsburg Bei der Sanierung des Goethe-Gymnasiums wurde dieser Holzschrank mit alten Akten entdeckt, die jetzt analysiert werden.
Goethe-Gymnasium Eine Auszug aus der denkwürdigen Rede, die Kranz 1945 vor Schülerinnen und Lehrern in Ludwigsburg hielt.
StZN