Großeinsatz in Vaihingen/Enz: Verfahren zu Fläschchen mit „Polonium 210“-Aufschrift eingestellt

Die Feuerwehrkräfte sorgten im April für einen sicheren Abtransport des Stoffes.
SDMG/Schulz- In Vaihingen an der Enz wurde an Ostern eine Dose mit „Polonium 210“-Aufschrift gefunden.
- Messungen ergaben keine erhöhte Strahlung – weder am Behältnis noch in der Umgebung.
- Analysen bestätigten: kein radioaktives Polonium-210 im Döschen, Transport war gesichert.
- Die Anwohner kehrten nach medizinischer Untersuchung zurück in ihr Haus.
- Ermittlungen blieben ohne Verursacher, die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
An Ostersonntag sorgte ein verdächtiger Gegenstand in Vaihingen an der Enz für Aufsehen. Zwei Männer fanden bei der Ostereiersuche in ihrem Garten eine kleine Dose mit der Aufschrift „Polonium 210“. Da der Verdacht bestand, dass sich darin der radioaktive Stoff Polonium befinden könnte, löste der Fund einen Großeinsatz mit Dutzenden Feuerwehrkräften und Fachleuten aus.
Kein radioaktiver Stoff im Döschen
Messungen vor Ort ergaben keine erhöhte Strahlenbelastung. Weder am Behältnis selbst, noch in der Umgebung des Fundortes. Die Anwohner konnten nach einer medizinischen Untersuchung in ihr Haus zurückkehren. Das Umweltministerium sorgte für den sicheren Abtransport der kleinen Dose. Eine noch am Ostermontag durchgeführte erste Plausibilitätsprüfung ergab ebenfalls, dass es sich bei dem Inhalt eher nicht um den gefährlichen Stoff handelt, auf den die Aufschrift zunächst hindeutete. Dies bestätigten mehrere radiologische Messungen und Analysen im Anschluss. Das Behältnis enthielt demnach zu keinem Zeitpunkt radioaktives Polonium-210.
Verfahren eingestellt
Zunächst hatte das zuständige Polizeipräsidium Ludwigsburg die Ermittlungen übernommen. Dieses teilte nun mit, dass kein Verursacher ermittelt werden konnte, sodass die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt hat.