Aktueller IHK-Bericht: Wirtschaftliche Lage hellt sich auf – Arbeitsplätze werden aber weiter abgebaut

Die Geschäftslage in der Industrie wird besser – das bringt aber noch lange nicht mehr Jobs mit sich.
Jens Wolf/dpa- IHK-Umfrage: Stimmung im Kreis Ludwigsburg hellt sich nach Frühsommer-Rückschlag auf.
- Industrie bewertet Lage besser, doch ein klarer Aufwärtstrend fehlt weiterhin.
- Umsätze gemischt: 38 Prozent plus, 35 Prozent minus – in der Industrie mehr Zuwächse.
- Aufträge erholen sich leicht, bleiben aber angespannt: 27 Prozent plus, 31 Prozent minus.
- Beschäftigung bleibt kritisch, ein Drittel erwartet Rückgänge, nur wenige wollen einstellen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Es gibt auch gute Nachrichten zur Wirtschaftslage im Kreis Ludwigsburg: Nach dem Rückschlag im Frühsommer hat sich die Stimmung der Unternehmen wieder aufgehellt. „Der Frühsommer-Rückschlag, auch in Folge des Krieges in Nahost, scheint überwunden“, wird IHK-Bezirkskammerpräsident Axel Kunkel in einer aktuellen Pressemitteilung zitiert. Für einen nachhaltigen Aufschwung fehlen allerdings weiterhin eine stärkere Nachfrage und mehr Zuversicht.
Die 142 befragten Unternehmen aus dem Kreis Ludwigsburg bewerten ihre Lage deutlich besser als noch im Frühsommer. Der Anteil der Betriebe, die ihre Geschäftslage als „gut“ einschätzen, ist von 18 auf 32 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sank der Anteil der negativen Bewertungen von 29 auf 20 Prozent. Besonders die Industrie zeigt sich erholt: Hier bewerten inzwischen 41 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut.
Beim Umsatz zeigt sich ein gemischtes Bild: 38 Prozent der Unternehmen verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg, bei 35 Prozent ging der Umsatz zurück. Besonders positiv entwickelte sich die Industrie. Dort stieg der Anteil der Unternehmen mit Umsatzplus von 23 auf 43 Prozent.
Auch die Auftragslage verbessert sich, bleibt aber angespannt. 27 Prozent der Unternehmen melden steigende Auftragseingänge, 31 Prozent rückläufige. Im Frühsommer waren die Werte mit 19 beziehungsweise 39 Prozent noch schlechter.
Andere Branche, andere Sorgen
Die Entwicklung fällt je nach Branche unterschiedlich aus. Während die Industrie leichten Aufwind erlebt, überwiegen im Baugewerbe weiterhin verhaltene bis schlechte Einschätzungen. Vom Sondervermögen des Bundes ist laut IHK bislang wenig für die Infrastruktur und auf den Baustellen angekommen. Probleme bereiten die schwache Nachfrage, hohe Rohstoffpreise, Finanzierungskosten oder auch der Fachkräftemangel.
Im Dienstleistungssektor verbesserte sich die Lage. Vor allem Ingenieurbüros und Beratungsunternehmen berichten von einer günstigeren Geschäftsentwicklung. Auch Speditionen profitieren von der etwas besseren Industriekonjunktur. Im Hotel- und Gaststättengewerbe belasten dagegen die zurückhaltenden Ausgaben der Kunden und die hohen Kosten das Geschäft.
Im Handel bleibt die Stimmung angespannt. Nur noch 16 Prozent der Betriebe bewerten ihre Lage als gut, im Frühsommer waren es 21 Prozent. Fast sieben von zehn Handelsunternehmen berichten von einer zurückhaltenden Kundschaft. Steigende Preise für Energie, Kraftstoff und Lebensmittel schränken die Kaufkraft ein. Hinzu kommt die Sorge um die Sicherheit der Arbeitsplätze, die viele Menschen beim Einkaufen vorsichtiger macht.
Besonders kritisch bleibt die Entwicklung der Beschäftigung. Rund 31 Prozent der Unternehmen rechnen damit, dass ihre Mitarbeiterzahl sinken wird. 60 Prozent erwarten keine Veränderung, lediglich neun Prozent planen einen Personalaufbau. Immerhin hat sich der Anteil der Unternehmen mit sinkenden Beschäftigtenzahlen gegenüber dem Frühsommer um acht Prozentpunkte verringert. Ein deutlicher Aufschwung ist aber noch nicht in Sicht.


