Neue Kita in Göppingen: Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert

Die Kita im Gebiet Freihof in Faurndau wurde nach Umbauarbeiten wieder eingeweiht.
Stadt Göppingen- In Faurndau wurde die Kita „Im Freihof“ nach Umbau offiziell eingeweiht – erster Bauabschnitt.
- Vier Gruppen geplant: drei für Ü3, eine für U3. Zwei Ü3-Gruppen sind seit August im Neubau.
- Neue U3-Gruppe startete im September. Betreuungszeiten nun von 7 bis 16 Uhr.
- Neubau in Holzbauweise mit Geothermie und Photovoltaik, historische Substanz bleibt erhalten.
- Zweiter Bauabschnitt läuft im alten Schulhaus; Abschluss des Gesamtprojekts ist für Juni 2027 geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehr Platz für Kinder, bessere Betreuungsmöglichkeiten für Familien und ein modernes, nachhaltiges Gebäude: Mit der offiziellen Einweihung des ersten Bauabschnitts der Kindertagesstätte „Im Freihof“ ist am Dienstag, 13. Oktober, ein wichtiger Meilenstein für die frühkindliche Betreuung in Faurndau gefeiert worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.
„Heute ist ein besonderer Tag für Faurndau. Wir feiern die Einweihung des ersten Bauabschnitts unserer Kindertagesstätte und damit einen wichtigen Schritt für Familien und für die Zukunft unseres Ortes“, betonte Erster Bürgermeister Johannes Heberle laut Mitteilung in seinem Grußwort. Das Gesamtprojekt umfasst ein Budget von 7,85 Millionen Euro und verbindet die Erweiterung der Betreuungskapazitäten mit dem Erhalt des historischen Schulhauses im Ortskern.
Mehr Platz und bessere Betreuungsmöglichkeiten
Die Kindertagesstätte ist im ehemaligen Schulhaus untergebracht, das bereits 1851 erbaut wurde. Mit steigendem Betreuungsbedarf und veränderten Anforderungen an die pädagogische Arbeit stieß das historische Gebäude zunehmend an seine räumlichen Grenzen. Mit der Sanierung und Erweiterung entsteht eine viergruppige Einrichtung mit drei Gruppen für Kinder über drei Jahren und einer Gruppe für Kinder unter drei Jahren.
Seit August sind bereits zwei bestehende Ü3-Gruppen im Neubau untergebracht. Im September kam laut Mitteilung eine neue U3-Gruppe hinzu. Ein wesentlicher Vorteil für die Familien sei die Ausweitung der Betreuungszeiten: Statt bislang von 7 bis 13 Uhr können die Kinder nun von 7 bis 16 Uhr betreut werden. Damit verbessert sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für viele Eltern.
„Ein Gebäude allein macht noch keine gute Kindertagesstätte“, unterstrich Heberle. Entscheidend seien die Qualität der pädagogischen Arbeit und die Menschen, die den Alltag der Kinder gestalten. Das Kita-Team schaffe mit viel Engagement eine Umgebung, in der Kinder spielen, lernen, Freundschaften schließen und sich individuell entwickeln könnten.
Nachhaltiger Neubau im historischen Ortskern
Ein besonderes Augenmerk lag bei der Planung auf der Verbindung von moderner Architektur und gewachsenem Ortsbild. Das historische Schulhaus sollte erhalten bleiben, während sich der Erweiterungsbau harmonisch in den Ortskern mit der Stiftskirche, dem Alten Farrenstall und dem Milchhäusle einfügt.
Baubürgermeisterin Eva Noller hob in ihrer Rede die bauliche und energetische Qualität des Neubaus hervor. Der Neubau füge sich so an das historische Schulhaus an, sodass die große Linde im Garten für Verschattung erhalten werden konnte. Das Gebäude wurde – abgesehen von Fundamenten und Bodenplatte – vollständig in Holzbauweise errichtet. Wollfilz an den Innenwänden verbessere die Raumakustik und trage zu einer angenehmen Atmosphäre für Kinder und Beschäftigte bei.
Auch bei der Energieversorgung setzt die Stadt auf Nachhaltigkeit: Beheizt wird das Gebäude mithilfe von Geothermie. Dafür wurden fünf Erdsondenbohrungen mit jeweils rund 80 Metern Tiefe vorgenommen. Eine vollflächige Photovoltaikanlage ergänzt das Energiekonzept. Für die Wärmeerzeugung mit Erdsonden und Wärmetauscher sowie die Photovoltaikanlage wurden für die Stadtwerke 445.000 Euro bewilligt. Der Gemeinderat hatte am 14. März 2024 einstimmig die grundlegende Sanierung und Erweiterung der Kita beschlossen. Im November 2024 folgte der Spatenstich für den Erweiterungsbau. Mit der Einweihung des ersten Bauabschnitts ist nun ein wesentlicher Teil des Vorhabens abgeschlossen.
Erster Bürgermeister Heberle und Baubürgermeisterin Noller würdigten die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Besonderer Dank galt laut Mitteilung den Beschäftigten der Kita, die den Umzug aus dem alten Schulhaus während des laufenden Betriebs und bei sommerlichen Temperaturen bewältigten. Ebenso gedankt wurde den Eltern und dem engagierten Elternbeirat, die den Veränderungsprozess mitgetragen und die Vorbereitung des Einweihungsfestes unterstützt haben.
Historisches Schulhaus bleibt erhalten
Während der Neubau bereits von den Kindern genutzt wird, laufen im ehemaligen Schulhaus die Sanierungsarbeiten. Dort sollen künftig unter anderem die Kita-Verwaltung mit Büro, ein Personal- und Besprechungsraum sowie ein Bewegungsraum untergebracht werden. Das äußere Erscheinungsbild des historischen Gebäudes bleibt weitgehend erhalten. Auch der alte Eichenparkettboden wurde sorgfältig ausgebaut und eingelagert, damit er nach Abschluss der Arbeiten wieder eingebaut werden kann. Wenn der Zeitplan eingehalten wird, soll der zweite Bauabschnitt im Juni 2027 fertiggestellt sein. Dann kann das Gesamtprojekt abgeschlossen werden.
