Handball-Bundesliga
: Göppinger Stehaufmännchen belohnen sich nicht

Frisch Auf kann im Spiel beim TBV Lemgo Rückstände mehrfach aufholen, verliert aber dennoch unglücklich mit 26:28 (13:15).
Von
Wolfgang Karczewski
Göppingen
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GER, TBV Lemgo Lippe vs. Frisch Auf Goeppingen, Handball, 1. Bundesliga, 9. Spieltag, Spielzeit 2026/2027, 18.10.2026: Oskar Neudeck (Frisch Auf Goeppingen, #02) im Torwurf 

GER, TBV Lemgo Lippe vs. Frisch Auf Goeppingen, Handball, 1. Bundesliga, 9. Spieltag, Spielzeit 2026/2027, 18.10.2026

Foto: Eibner-Pressefoto/Jan Rollinger

Oskar Neudeck beim Torwurf: Der Göppinger musste wie schon zuletzt sowohl im Rückraum als auch in ungewohnter Position am Kreis ran.

Jan Rollinger/Eibner
  • Göppingen verliert beim TBV Lemgo mit 26:28, trotz mehrfacher Aufholjagden.
  • Drei Kreisläufer fehlen verletzt: Ymir Gislason, Ludvig Jurmala und Sascha Brodbeck.
  • Zur Pause lag Lemgo 15:13 vorn – doppelte Unterzahl brachte den Rückstand.
  • Rote Karte für Oskar Sunnefeldt in Minute 49, doch Göppingen blieb dran.
  • Neudeck traf 20 Sekunden vor Schluss nur den Innenpfosten, Wagner stellte auf 28:26.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sie waren so dicht dran am ersten Punktgewinn nach drei Niederlagen in Serie, doch am Ende musste Frisch Auf Göppingen dem TBV Lemgo in dessen Halle zum 28:26 (15:13)-Sieg gratulieren. Göppingen musste in Lemgo wie erwartet ohne seine drei Kreisläufer, Kapitän Ymir Gislason (Mittelhandbruch), Ludvig Jurmala (Muskelfaserriss in der Wade) und Sascha Brodbeck (Bruch des Zeigefingers der Wurfhand), auskommen. Ohne die Drei hatten die Göppinger die vergangenen drei Begegnungen verloren, während die Ostwestfalen mit drei Siegen hintereinander, darunter unter anderem ein vielbeachtetes 37:36 bei Champions-League-Teilnehmer und Vizemeistert Füchse Berlin, in die Partie gingen.

In der ersten Hälfte merkte man das Fehlen der drei Kreisläufer zumindest vom Ergebnis her nur wenig. Die Mannschaft von Trainer Ben Matschke hielt, gestützt auf eine starke Abwehr, gut mit den selbstbewussten Ostwestfalen mit. Eine kleine Schwächephase, die zu einer Drei-Tore-Führung der Gastgeber führte, überstanden die Grün-Weißen gut. Nach dem 8:5 durch den ehemaligen Göppinger Nicolai Theilinger (13.) glich Oskar Sunnefeldt in der 16. Minute zum 8:8 aus.

Auch beim 11:11 durch Oskar Neudeck (26.) war die Begegnung völlig ausgeglichen. In dieser Phase gelang es den Gästen dank starker Defensivarbeit, dass der TBV insgesamt sieben Minuten ohne eigenen Treffer blieb. Erst während einer doppelten Unterzahl – Tim Goßner und Erik Persson hatten nacheinander eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert – konnte Lemgo bis zur Pause zumindest ein wenig auf 15:13 davonziehen. Entschieden war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch lange nichts.

Rot gegen Sunnefeldt

Auch im zweiten Abschnitt führten die Gastgeber häufig mit zwei Toren, doch Frisch Auf konnte immer wieder ausgleichen. Selbst die Rote Karte gegen Rückraumspieler Sunnefeldt, der in der 49. Minute seinem Gegenspieler Niels Versteijnen in den Arm gegriffen hatte, warf die kämpferisch starken Gäste nicht aus der Bahn. Als Oskar Neudeck 20 Sekunden vor Schluss beim Stand von 27:26 nur den Innenpfosten traf, war die Partie entschieden. Levin Wanner sorgte schließlich kurz vor Schluss für den 28:26-Endstand.

Bester Göppinger Werfer war Spielmacher Elias Newel, der vor allem in der zweiten Hälfte Verantwortung übernahm und sechs seiner insgesamt sieben Treffer in den zweiten 30 Minuten markierte. Auf Lemgoer Seite traf Samuel Zehnder mit 10/5 Toren am besten.

„Wir sind maximal enttäuscht“, sagte Neudeck nach der Partie, „wir können uns wenig vorwerfen, vielleicht haben wir ein paar technische Fehlwürfe und ein paar Fehlwürfe zu viel gemacht. Aber auf diese Leistung lässt sich aufbauen.“ Was das Spiel ohne die Kreisläufer betrifft, erkannte der etatmäßige Rückraumspieler, der wie in den vergangenen Spielen auch am Kreis eingesetzt wurde, deutliche Fortschritte: „Wir uns natürlich Gedanken gemacht, wie wir ohne Kreisläufer spielen. Das klappt von Woche zu Woche besser, aber heute ist die Enttäuschung natürlich groß.“

Viel Lob vom Gegner

Der Lemgoer Hendrik Wagner, der das letzte Tor der Begegnung zum 28:26 warf, zollte den Gästen großes Lob: „Göppingen hat auch ohne Kreisläufer ein tolles Spiel gemacht. Sie haben unangenehm gedeckt und überragend gekämpft. Sie haben es geschafft, unsere Führung in ganz kurzer Zeit wieder auszugleichen.“

TBV Lemgo: Möstl, Ebner (bei einem Siebenmeter); Hutecek (1), Theilinger (2), Zehnder (10/5), O'Sullivan (1), Wanner (2), Carstensen, Nyfjäll (2), Willecke (3), Versteijnen (3), Wagner (2) Valkovskis, Rubin (2).

FA Göppingen: Buchele (1), Saeveras (bis 34.); Neudeck (4), ten Velde (1/1), Klöve (1), Beneke (1), Goßner, Persson (2), Schiller (4/2), Sunnefeldt (3), Lastro (2), Newel (7), Hanne.

Schiedsrichter: Gimmler/Rips (Magdeburg/Stendal).

Zeitstrafen: 2:10 Minuten

Rot: Sunnefeldt (Foul/49.).

Ymir Gislason für Island am Ball

Der derzeit verletzte Frisch-Auf-Kapitän und -Kreisläufer Ymir Gislason ist für die beiden nächsten Länderspiele der isländischen Nationalmannschaft nominiert worden. Die Mannschaft von Trainer Snorri Gudjonsson trifft in der EM-Qualifikation zunächst am 4. November in Island gegen die Ukraine. Vier Tage später müssen sie in Estland antreten.