Endlagersuche im Kreis Göppingen
: Atommüll kommt nicht in den Kreis Göppingen

Jetzt ist klar, dass Gebiete im Landkreis bei der Suche ausgeschieden sind. Nur noch fünf Prozent der Fläche in Deutschland sind im Rennen.
Von
Dirk Hülser
Kreis Göppingen
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ARCHIV - Der Schriftzug Endlager steht am 12.08.2010 an einem der Ausstellungscontainer in Greifswald. Bundesumweltminister Altmaier (CDU) sieht in der geplanten bundesweiten Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Müll eine Zeitenwende in der deutschen Atompolitik. Foto: Stefan Sauer dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Endlagersuche in Deutschland geht weiter – aber der Kreis Göppingen ist endgültig aus dem Rennen.

dpa-Zentralbild
  • Endlagersuche: Im Kreis Göppingen wird kein Atommüll-Endlager entstehen.
  • Die BGE reduzierte die Auswahl – noch fünf Prozent der Fläche in Deutschland im Rennen.
  • In Baden-Württemberg bleiben nur zwei Gebiete im Schwarzwald als mögliche Standorte übrig.
  • Ausschlussgründe im Kreis: über 200 Meter mächtige sedimentäre Überdeckung und ungeeignete Bedingungen.
  • Zuvor waren wenige Flächen im Westen des Kreises geprüft, etwa Streifen Rechberghausen bis Plochingen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Im vergangenen Jahr waren noch wenige Gebiete im westlichen Landkreis Göppingen in der Prüfung, also nicht aus dem Rennen. Doch jetzt ist klar: Im Kreis wird es kein Endlager für Atommüll geben, dies zeigt der aktualisierte Planungsstand der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE). Sie hat die infrage kommenden Gebiete am Dienstag noch einmal reduziert. Danach kommen noch Regionen in 11 von 16 Bundesländern für ein Endlager infrage. Mit dem aktuellen Arbeitsstand werde die weiter betrachtete Fläche auf weniger als fünf Prozent des Bundesgebiets eingegrenzt, vor einem Jahr waren es noch 25 Prozent gewesen. In Baden-Württemberg kommen jetzt nur noch zwei Gebiete im Schwarzwald als mögliche Standorte infrage.

Vor fünf Jahren eine andere Situation

Vor fünf Jahren hatte es aus Sicht der beteiligten Geologen noch so ausgesehen, als seien im Kreis die Voraussetzungen für ein atomares Endlager womöglich gegeben, weist die Gegend doch fast überall sogenanntes kristallines Wirtsgestein auf. Und das sei, schreibt die BGE, „neben Steinsalz und Tongestein, eines der Wirtsgesteine, die sich für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle eignen“.

Doch schon 2025 war klar, dass der Kreis dennoch weitgehend aus dem Prüfverfahren ausgeschlossen wird. Denn die „Mächtigkeit der sedimentären Überdeckung“ ist hier größer als 200 Meter. Damit sind durch Erosion oder Verwitterung im Laufe der Zeit entstandene Schichten gemeint, die nicht die Festigkeit von kristallinem (Granit) oder Tongestein besitzen. Somit seien die Voraussetzungen für zukünftige Erkundungen ungünstig.

Ende 2025 waren nur noch wenige Flächen im Kreis in der Prüfung. Es handelte sich um Gebiete, zu denen noch keine Einordnung vorlag, darunter ein Streifen von Rechberghausen bis Plochingen, zwei Areale im Schurwald nördlich von Uhingen und rund um Börtlingen sowie einige Flächen im östlichen Kreisgebiet.