Weinbau Esslingen: Was den Esslinger Martiniwein von anderen Weinen unterscheidet

Das Esslinger Weingut Kusterer, im Vordergrund Maximilian Kusterer, verkauft wieder einen Martiniwein. Ein Teil des Erlöses geht an einen guten Zweck.
Markus Brändli- Weingut Kusterer verkauft zum Martinstag wieder seinen Martiniwein.
- Die Tradition reicht bis ins Mittelalter, zuletzt ausgeschenkt im Jahr 1740.
- Dieses Jahr ist es ein trockenes Rotweincuvée vom Jahrgang 2023 für zehn Euro.
- Zwei Euro pro Flasche gehen an das Mütter- und Familienzentrum Esslingen.
- Verkauf auf dem Wochenmarkt, im Weingut, Stadtmarketing, Bayha und in Kirchengemeinden.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Pünktlich zum Martinstag am 11. November bringt das Weingut Kusterer wieder seinen besonderen Martiniwein auf den Markt. Die Tradition des Martiniweins der ehemals freien Reichsstadt Esslingen reicht bis ins Mittelalter zurück.
Im Jahr 1213 schenkte der Stauferkaiser Friedrich II. dem Domkapitel zu Speyer die Esslinger Pfarrkirche und damit auch das Recht, in Esslingen den Zehnten einzuziehen. Zu dieser Zeit war Wein ein Volksgetränk für Arm und Reich, ein Grundnahrungsmittel, eine Arznei und auch ein Zahlungsmittel. Alljährlich am Abend des 11. Novembers schenkte das ehrwürdige Domkapitel im Zehnthof den sogenannten „Martiniwein” aus. Alle armen Esslinger Bürger, die „solchem notdürftig sind und keinen eigenen Wein im Keller haben“, erhielten unentgeltlich eine halbe Maß, was rund 0,9 Litern entsprach, vom Zehntwein. Nach einer Serie von Missernten wurde der Martiniwein im Jahr 1740 zum letzten Mal ausgeschenkt. Danach geriet dieser Brauch in Vergessenheit.
Esslinger Wein: Trinken für den guten Zweck
Die Kusterers vom gleichnamigen Esslinger Weingut griffen nach eigenen Angaben im Jahr 1995 die Idee in moderner Form wieder auf. Vom Verkauf jeder Flasche ihres Martiniweins geht ein Solidarbeitrag an soziale Projekte. In diesem Jahr handelt es sich bei dem Martiniwein um ein fruchtig-vollmundiges Rotweincuvée vom Jahrgang 2023, das trocken ausgebaut wurde, so die Familie Kusterer. Die Flasche kostet zehn Euro. Davon gehen in diesem Jahr zwei Euro an das Mütter- und Familienzentrum Esslingen.
Zum Auftakt gibt es den Martiniwein auf dem Esslinger Wochenmarkt in der Bahnhofstraße zu kaufen. Er ist außerdem im Weingut Kusterer, beim Esslinger Stadtmarketing, in den Getränkecentern Bayha sowie in verschiedenen Kirchengemeinden im Umland erhältlich. Laut Kusterer geht die Martini-Wein-Aktion noch bis Weihnachten.

