Vandalismus in Esslingen: Unbekannte besprühen Zwiebelteufel auf dem Rathausplatz

Zwiebelteufel in Esslingen: Unbekannte haben die Statue mit schwarzer Farbe beschmiert – kaum eine Woche nach der Enthüllung.
Marc Richter- Zwiebelteufel-Statue in Esslingen wurde mit schwarzer Farbe besprüht.
- Eine Streife entdeckte die Schmierereien am Samstag um 6.30 Uhr – Täter unbekannt.
- Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung, der genaue Tatzeitpunkt ist unklar.
- Die Bronzestatue war erst am Sonntag zuvor enthüllt worden, viele verfolgten dies.
- Das Werk polarisiert, zugleich läuft der Verkauf von Miniaturen bereits.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kaum eine Woche steht der Zwiebelteufel auf dem Esslinger Rathausplatz – schon ist das Kunstwerk mit schwarzer Farbe besprüht worden. Eine Streife entdeckte die Schmierereien am Samstagmorgen und erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Das teilte ein Sprecher der Polizei mit.
Demnach hatten die Täter wohl in der Nacht auf Samstag die Statue mit schwarzer Farbe verunstaltet. Der Tatzeitpunkt lasse sich nicht genau festlegen, sagte der Sprecher. Die Streifenbeamten hatten die Schmierereien am Samstag um 6.30 Uhr bemerkt. Von den Tätern fehle allerdings jede Spur. Die Beamten selbst erstatteten Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt. Die Esslinger Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Bronzestatue war erst vergangenen Sonntag auf dem Rathausplatz in Esslingen enthüllt worden. Mehr als 300 Menschen waren dabei, als der Stuttgarter Künstler Tim Bengel die gehörnte Kunstfigur unter dem roten Tuch erstmals enthüllte. Der Teufel sollte eine neue Sehenswürdigkeit für die Stadt am Neckar sein.
Die Teufelsstatue polarisiert
Die 2,50 Meter hohe und rund 500 Kilogramm schwere Skulptur zeigt den „Zwieblinger Teufel“, der mit herausgestreckter Zunge in eine Zwiebel beißen will. Die Gestalt wurde einst laut einer Esslinger Sage von einer mutigen Marktfrau durch eine List vertrieben. Am Tag der Enthüllung gab es zunächst viele positive Stimmen der Bürgerinnen und Bürger.

Die Polizei hat Ermittlungen gegen Unbekannt eingeleitet.
Marc RichterDoch es gab auch viel Empörung über das polarisierende Kunstwerk. Vor allem Kirchenvertreter hätten lieber gesehen, dass die Marktfrau zur Heldin erkoren wird, die in der Geschichte den Teufel mit der Zwiebel austrickste. Der Sage zufolge soll sie Satan eine Zwiebel in die Hand gedrückt haben anstatt eines Apfels.
Ungeachtet der Kritik läuft das Marketing allerdings auf vollen Touren: Passend zur Statue kann man sich in Esslingen bereits Miniaturausgaben der Teufelsfigur kaufen.

