Schattenwanderung bei Kirchheim: Dieser Weg wird ein leichter sein – Wandertipp für heiße Tage

Wandern im Schatten und baden in der Sonne – das verspricht die Tour.
Tim KirsteinBei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke ist es unter den Baumkronen des Talwalds verhältnismäßig kühl. Damit ist der zwischen Kirchheim unter Teck und Nürtingen-Reudern gelegene Wald ein ideales Ziel für all jene, die sich trotz der Hitze ein wenig bewegen wollen.
Startpunkt der Tour ist der Parkplatz Bürgerseen. Wer mit dem Auto anreist, kann direkt hier parken. Auch mit dem Bus ist der Parkplatz gut erreichbar. Die Busse der Linie 166 halten an der B 297 auf Höhe der Einfahrt zu den Bürgerseen. Von dort folgt man der Beschilderung etwa einen halben Kilometer – den Großteil davon im Wald – bis zum Parkplatz. Dort angekommen, geht es direkt nach rechts in den Wald hinein. Man folgt dem Schotterweg an einer Wandertafel vorbei bis zu einer Gabelung, wo es rechts den Hügel hinaufgeht. Dieser kurze Abschnitt zu Beginn wird der steilste Anstieg der gesamten Route bleiben. Man muss also kein gestandener Wanderer sein, um durch den Talwald zu spazieren.
Für 50 Meter wird der Wanderweg zum Schotterpfad

Vom schattigen Weg aus kann man auf die Bürgerseen blicken.
Foto: Tim KirsteinDie Strecke folgt nun dem Egartsweg. Nach einiger Zeit befindet man sich für wenige Minuten am Waldrand. Von hier aus kann man auf den gegenüberliegenden Verkehrsübungsplatz Birkhau blicken. Es ist die einzige Stelle auf der Route, an der der ausladende Schotterweg für etwa 50 Meter zu einem Trampelpfad wird. Wieder im Wald angekommen, verläuft die Strecke an der nächsten Gabelung links entlang und überquert die anschließende Kreuzung.
Nun folgt die Route einige Zeit dem Verlauf des Dachsbauwegs. Auf einer großen Kreuzung stehen zwei Bänke, die sich optimal für eine Rast auf halber Strecke eignen. Denn obwohl die Route zum Großteil im Schatten der Bäume liegt, sollte man an heißen Sommertagen dennoch etwas zu trinken mitnehmen. In der Nähe der Bänke verstecken sich zudem eine Eule und ein Eichhörnchen aus Holz.

Findige Wanderer können die im Wald versteckten Tierfiguren entdecken.
Foto: Tim KirsteinNach der kurzen Rast geht es geradeaus weiter. Zunächst beginnt der weitere Weg mit einer leichten Steigung, die allerdings nach wenigen Metern wieder abflacht. Von nun an verläuft die Route wieder in Richtung der Bürgerseen. Auch für Naturenthusiasten ist einiges geboten. Auf den Wegen sieht man viele verschiedene Falter und hört das Zwitschern der Vögel. Wer besonders gut aufpasst, kann in einer der Pfützen am Wegesrand vielleicht sogar Frösche entdecken.
So folgt die Route erst dem Kegeleichen-, dann dem Wechsel- und schließlich dem Spitalweg. Letzterer kreuzt an einer Stelle auch den Walderlebnispfad. Hier befindet sich linker Hand eine kleine Spielhütte aus Holz. Danach biegt die Route nach rechts ab. Nachdem eine kleine Brücke über den Talbach überquert wurde, geht es scharf nach links.
Die Tour kreuzt den Walderlebnispfad
Nun befindet man sich zwischen Talbach und den Bürgerseen – alles natürlich im Schatten. Die oberen zwei Seen sind besondere Biotope mit großer Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren. Der Weg verläuft hier geradeaus. Am unteren Ende des „Mittleren Sees“ geht es nach rechts und dann wieder nach links.
Nach knapp viereinhalb Kilometern Wegstrecke ist nun das Highlight am Ende der Runde erreicht: die Badestelle am „Unteren See“. Hier kann man sich eine wohlverdiente Abkühlung verschaffen. Daher ist es ratsam, für die Wanderung auch Badehose und Handtuch einzupacken. Um die Strecke endgültig abzuschließen, geht es am unteren Ende des Sees noch einmal über eine kleine Brücke und dann nach rechts in Richtung Parkplatz.
Wer von der Wanderung hungrig geworden ist, kann nach gut viereinhalb Kilometern und etwa einer Stunde reiner Laufzeit noch im Kiosk an den Bürgerseen einkehren.