Pyro-Firma im Kreis Esslingen
: Gutes Geschäft mit Feuerwerk: „Leute lassen sich das Böllern nicht verbieten“

Schlange stehen für das Silvester-Spektakel: Die Firma Pyrounion in Kirchheim (Kreis Esslingen) verzeichnet schon am Montag viele Kunden. Die Nachfrage ist größer als im Vorjahr.
Von
Elke Hauptmann
Esslingen
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Tony Zeccola, Inhaber der Firma Pyrounion, rechnet mit einem guten Geschäft.

Blaulichtzentrale.de/Andreas Werner

Seit Montag können Böller und Raketen für die Silvesternacht gekauft werden. Und immer, wenn die Firma Pyrounion ihre Halle im Kirchheimer Industriegebiet an den letzten drei Tagen des Jahres zum Feuerwerksverkauf öffnet, bildet sich eine lange Schlange vor dem Tor.

In diesem Jahr rechnet Inhaber Tony Zeccola noch mit deutlich mehr Kunden als im Vorjahr – trotz Pyro-freier Innenstädte, trotz wirtschaftlicher Flaute, trotz aller Appelle von Umwelt- und Tierschützern. Eine Kaufzurückhaltung könne er nicht feststellen, sagt Zeccola. „Ich rechne mit einem Plus von 30 bis 40 Prozent.“

Dir Regale sind gut gefüllt. Rund 500 verschiedene Artikel habe die Fachfirma im Angebot – von der einfachen Knallerbse für 50 Cent bis hin zu Verbundfeuerwerk, das je nach Größe bis zu 500 Euro pro Stück kosten kann. Solcherart Batterien sind laut Zeccola in diesem Jahr der Renner. Kein Wunder: Sie müssen nur einmal angezündet werden und brennen anschließend automatisch mehrere Effekte nacheinander ab, teilweise über mehrere Minuten hinweg. 

Pyrounion Kirchheim: Letztes Silvester zahlten Kunden im Schnitt 285 Euro

Der Verkauf von Feuerwerksartikeln sei vielversprechend gestartet. Zum Jahreswechsel 2025 zeichne sich ein starkes Geschäft ab, welches das Vorjahr noch übertreffen könnte, zeigt sich Zeccola zuversichtlich. Damals hätten die Kunden bei Pyrounion im Durchschnitt 285 Euro für Feuerwerksartikel ausgegeben.

Lange Schlangen an der Kasse: Der Andrang auf Böller und Raketen war schon am ersten Verkaufstag groß.

Foto: Blaulichtzentrale.de/Andreas Werner

„Die Menschen lassen sich das Böllern nicht verbieten“, kommentiert er die aktuelle gesellschaftliche Debatte. Ein generelles Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk ist seiner Meinung nach nicht zielführend. „Dann würden sich die Leute illegal Pyrotechnik besorgen.“ Und das sei meist lauter, schmutziger und gefährlicher. „Hier sollte die Politik härter durchgreifen“, wünscht sich Zeccola.

Der Vorteil von Fachgeschäften sei, dass diese nur zugelassene Produkte verkaufen. „Und wir legen auch großen Wert auf eine persönliche Beratung der Kunden, um die Unfallgefahr durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerk zu minimieren“, betont der erfahrene Pyrotechniker. Feuerwerksfreie Zonen in den Innenstädten sowie das Böllerverbot in der Nähe von Altenheimen und Krankenhäusern und vor Fachwerkhäusern hält Zeccola indes für richtig.